Gleichstellungsplan 2026 - 2030

Die übergeordneten Ziele des Gleichstellungsplans bestehen darin, die Chancengleichheit der Geschlechter an der Hochschule Heilbronn konsequent zu fördern und bestehende Benachteiligungen abzubauen. Der Gleichstellungsplan ist das zentrale Instrument der Hochschule und ihrer Leitungsgremien, um Fortschritte in der Gleichstellung zu evaluieren, realistische Ziele für die kommende Planungsperiode zu setzen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Ziel ist die paritätische Besetzung aller Bereiche, insbesondere in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Gemäß §4 (1) LHG sollen Hochschulen aktiv dazu beitragen, den Frauenanteil auf allen Ebenen zu erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere zu verbessern.

Zwei Frauen und ein Mann unterhalten sich vor einem Whiteboard mit Post-Its.

Unsere Gleichstellungsziele für 2030

Durch gezielte Berufungsstrategien und die Nutzung freiwerdender Professuren soll der Frauenanteil in der Professorenschaft deutlich gesteigert werden. Ebenso soll der Anteil von Frauen in forschungsstarken Positionen und in der Betreuung von Promotionen erhöht werden, um weibliche wissenschaftliche Karrieren sichtbarer zu machen.

Mehr Frauen sollen auf dem Weg zur Promotion gewonnen und langfristig in der wissenschaftlichen Qualifikationsphase gestärkt werden.

Unter vergleichbaren Finanzierungsbedingungen soll der Frauenanteil im wissenschaftlichen Mittelbau insgesamt weiter erhöht werden, auch wenn Prognosen aufgrund der Drittmittelabhängigkeit eingeschränkt sind.

Nach einem rückläufigen Trend soll der Anteil von Frauen im Masterbereich wieder auf ein ausgewogenes Niveau angehoben werden.

Frauen sollen entsprechend und perspektivisch proportional zum steigenden Professorinnenanteil in Führungspositionen vertreten sein.

Maßnahmen im Überblick

Eine Videokamera, die auf Personen gerichtet ist.

Workshops zu digitaler Präsenz, Selbstvermarktung und Wissenschaftskommunikation unterstützen Wissenschaftlerinnen dabei, ihre Expertise sichtbarer zu machen. Ergänzend entstehen Leitfäden für Gremien, Konferenzen und Publikationen sowie verstärkte Vernetzungsangebote.

promovieren

Mit dem Programm „doctora“ werden promotionsinteressierte Frauen durch Beratung, Vernetzung und Workshops gezielt begleitet. Zusätzlich sollen finanzielle Übergangsphasen abgefedert und Forschungsaktivitäten von Professorinnen gestärkt werden, um mehr weibliche Promotionsbetreuung zu ermöglichen.
Weitere Informationen gibt es hier.

Eine Frau hält eine Vorlesung vor einer Gruppe Studierender.

Die Hochschule baut die nationale und internationale Ansprache von Wissenschaftlerinnen aus und bewirbt gezielt Karrierewege an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Programme wie „Traumberuf Professorin+“ werden fortgeführt und durch weitere Recruiting-Maßnahmen ergänzt.

Eine Hand beschriftet ein Whiteboard auf dem Post-Its kleben.

Das bestehende Monitoring wird um intersektionale Perspektiven erweitert und durch regelmäßige Befragungen zum Diversity-Klima ergänzt. So können Entwicklungen besser erfasst und Maßnahmen evidenzbasiert weiterentwickelt werden.

Eine Frau unterrichtet vor einer Gruppe erwachsener Personen.

Ein Selbstlern-Tool sowie verpflichtende Schulungen sollen unbewusste Vorurteile in Auswahlprozessen reduzieren. Gleichzeitig werden Standards für gleichstellungsgerechte Berufungsverfahren etabliert, etwa paritätische Kommissionen und gezielte Einladungen von Bewerberinnen.

Viele bunte Papiermenschen

Schulungen, Sensibilisierungsmaßnahmen und ein Code of Conduct fördern eine diskriminierungssensible Hochschulkultur. Ergänzend entstehen Schutz- und Austauschräume sowie öffentliche Veranstaltungsformate zu feministischen und demokratierelevanten Themen.

Hände werden schützend um Papierfiguren gehalten.

Frauenversammlungen und Vernetzungsangebote werden weitergeführt, um Austausch und gegenseitige Unterstützung zu fördern. Gleichzeitig wird aktiv auf geschlechtergerechte Wahllisten und eine stärkere Beteiligung von Frauen in Gremien hingewirkt.

Ein Whiteboard mit vielen Post-Its.

Hochschulstrukturen und -prozesse in Studium, Lehre und Forschung werden systematisch auf Geschlechtergerechtigkeit überprüft. Ziel ist es, Benachteiligungen frühzeitig zu erkennen und Gender-Mainstreaming dauerhaft in Entscheidungsprozesse zu verankern.

Ein Tisch mit vielen Zetteln, die dazu dienen einen Plan zu erstellen.

Die Hochschule entwickelt ständig weitere Maßnahmen im Bereich der Gleichstellung und Diversität. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

eqUAlity connect Logo

Mit dem Projekt eqUAlity connect wird die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung eines Gleichstellungsplans für die State Biotechnological University (SBTU) in Kharkiv, Ukraine, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn angestrebt. Dafür soll ein umfassender Plan mit konkreten Steigerungszielen und geeigneten Maßnahmen erstellt werden, wie die Universität die tatsächliche Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern auf allen Ebenen fördern wird.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.