
Adrenalin und Teamgeist – das begeistert Julius Klenk, 21, am American Football. Der Schwäbisch Haller spielt bei den Unicorns in der 1. Bundeliga und studiert am Campus Künzelsau Wirtschaftsingenieurwesen. Wie er seinen Alltag strukturiert und was seine Familie zu der kontaktintensiven Sportart sagt, hat ihn HHN-PR Redakteurin Gila Hoch gefragt.
Adrenalin und Teamgeist – das begeistert Julius Klenk, 21, am American Football. Der Schwäbisch Haller spielt bei den Unicorns in der 1. Bundeliga und studiert am Campus Künzelsau Wirtschaftsingenieurwesen. Wie er seinen Alltag strukturiert und was seine Familie zu der kontaktintensiven Sportart sagt, hat ihn HHN-PR Redakteurin Gila Hoch gefragt. (Titelbild: Julius Klenk. Foto: Nico Kurth / Spitzensport-Stipendium).
Als ich 10 Jahre alt war, habe ich angefangen.
Wie wahrscheinlich fast jeder Junge, habe ich es davor auch mal mit Fußball probiert. Das habe ich mit 5 angefangen. Zwischen 10 und 12 habe ich gleichzeitig Fußball und American Football gespielt.
Ich habe bei den Schwäbisch Hall Unicorns angefangen. Der Verein ist sehr gut. So gut, dass die Spieler zum Teil in 70 Kilometer Entfernung wohnen und die Anfahrt in Kauf nehmen, weil sie bei einer Bundesliga-Mannschaft im Süden spielen wollen. So richtig leistungsorientiert war es dann ab der U19. Seitdem, also im Alter von 17 Jahren, spiele ich in der 1. Bundeliga. Jetzt in der Herrenmannschaft.
Mein Bruder hat mich mitgenommen. Ich habe zwei ältere Brüder, beide haben auch bei den Unicorns gespielt. Ich konnte es quasi gar nicht verhindern (grinst). Die letzten zwei Jahre habe ich auch mit einem der beiden zusammen im Team gespielt, bevor er kürzlich aufgehört hat.
Die letzten zwei Jahre haben wir die Südmeisterschaft in Deutschland gewonnen. In meinem ersten Jahr in der Herrenmannschaft haben wir das Finale der Deutschen Meisterschaft erreicht. Das war einer der größten Erfolge, auch wenn wir das Finale letztendlich leider nicht gewonnen haben.
Mit der Mannschaft 2 Mal die Woche. Darüber hinaus gibt es das individuelle Training, wie Krafttraining und Sprinttraining. Insgesamt also circa 5 Mal die Woche.
Beim American Football gibt es eine Unterteilung der Bundesliga in Nord und Süd. In Nord und Süd gibt es jeweils circa 8 bis 9 Mannschaften. Während der Saison finden zunächst die Spiele innerhalb dieser regionalen Gruppen statt. In den Playoffs spielen dann die besten Teams aus Norden und Süden gegeneinander um die Deutsche Meisterschaft.
Mit dem Studium oder mit dem American Football (lacht)? Weder noch. Mein Anspruch war immer eine Lösung zu finden, wie ich beide Leidenschaften miteinander verbinden kann.
Das Adrenalin, das einen bei den Spielen vor circa 2.000 oder beim Finale vor 10.000 Leuten, durchströmt, ist schon Wahnsinn. Wenn man das ganze Jahr über als Team hart trainiert und gekämpft hat und dann am Ende die Belohnung dafür bekommt, macht das in gewisser Weise auch süchtig.
Die Zeit, in der ich mit meinem Bruder in einer Mannschaft trainiert und gespielt habe, war besonders lustig. Im Training mussten wir dann auch gegeneinander antreten. Nach dem Training oder Spiel ging‘s dann Zuhause oft noch weiter und wir haben lange über Football diskutiert. Das hat die ganze Familie angesteckt. Meine Familie ist ziemlich sportverrückt. Unsere Eltern waren immer bei allen Spielen dabei, egal wo in Deutschland diese stattgefunden haben. Wir sind als Familie häufig auch jetzt noch jedes Wochenende zusammen in Deutschland unterwegs.
Mein Papa eher weniger, meine Mama schon. Meine Brüder und ich witzeln dann immer: Wir haben mehr Angst, uns wegen der Reaktion unserer Mama zu verletzen, als vor der Verletzung selbst (lacht). Bis jetzt ist uns zum Glück nichts wirklich Ernsthaftes passiert.
Ich hatte schon auf dem Gymnasium im Abitur Wirtschaft als Fach. Das fand ich schon immer interessant. Technik ebenso. Wirtschaftsingenieurwesen ist die perfekte Mischung aus beidem.
Ja, tatsächlich. Ich wollte unbedingt weiterhin bei den Schwäbisch Hall Unicorns spielen.
Auf jeden Fall. Jan Willner, der Spitzensportbeauftragte der Heilbronner Hochschulen, unterstützt einen immer aktiv. Es ist sehr beruhigend, dass man die Option hat, auf Hilfe zuzugreifen. Die Unicorns haben zum Beispiel auch eine Academy, ein Sportinternat. Wenn die Jugendlichen nach der Schule weiterhin American Football spielen und gleichzeitig studieren wollen, dann ist so ein Stipendium wirklich eine tolle Sache. Auch für andere Sportarten.
Eigentlich habe ich, zum Beispiel bei Klamotten, einen eher geringen Konsum. Bei Stollenschuhen oder Handschuhen fürs Football ist das allerdings etwas anders, da habe ich schon eine gewisse Leidenschaft. Ich habe 5 Paar Handschuhe und 3 oder 4 Paar Schuhe.
Leider ist es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hier auf dem Dorf eher schwierig. Zum Training fahre ich daher mit dem Auto. Zum Spiel fahren wir alle gemeinsam mit einem Mannschaftsbus.
Dadurch, dass man sowieso gezwungen ist, den Tag sehr gut zu strukturieren, bleibt oft noch überraschend viel Zeit übrig. Wenn kein Training ist, habe ich immer noch Zeit zum Lernen oder für Freunde. Es sind aber auch viele meiner Freunde im Verein.
Sobald Nudeln dabei sind, bin ich glücklich. Zum Beispiel Spaghetti Bolognese.
Irgendwelche Proteine, zum Beispiel Quark, Shakes oder Riegel.
Julius Klenk spielt American Football bei den Schwäbisch Hall Unicorns seit er 10 Jahre alt ist. Seitdem ist er seinem Verein treu geblieben und hat gemeinsam mit ihm schon einige beachtliche Erfolge erzielt.
Bereits im Jugendbereich hat Julius Klenk zur Landesauwahl von Baden-Württemberg gehört.
2022 hat er mit der Mannschaft der Unter-19-Jährigen (U19) die Süddeutsche Meisterschaft gewonnen. Seit 2023 spielt er in der Bundesliga-Herrenmannschaft der Unicorns. Im selben Jahr hat die Herrenmannschaft aus Schwäbisch Hall den Titel „Deutscher Vizemeister“ erstritten.
2024 schaffte es die Mannschaft bis ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft.
Auch 2025 kämpft Julius Klenk in der Bundesliga mit den Unicorns wieder um den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.
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