Frauen in der Wissenschaft

Posterausstellung zur Interviewreihe

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Interviewreihe wurde diese weiter ausgebaut und eine ergänzende Posterausstellung organisiert. Diese Ausstellung wurde 2024 während der Diversity Days am im N-Bau des Bildungscampus eröffnet und bis zur Nacht der Wissensstadt präsentierte jedes Plakat eine Wissenschaftlerin. Fortan steht den Fakultäten und Abteilungen die Posterausstellung als Leihgabe weiter zur Verfügung.

Als Programmpunkt folgte im Rahmen der Nacht der Wissensstadt am 21. Juni 2024 schließlich eine Finissage der Posterausstellung zur Interviewreihe mit einer Q&A Session mit ausgewählten Wissenschaftlerinnen (Nicola Marsden, Simona Gentile-Lüdecke und Kristina Epple) mit anschließendem Sektempfang.

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Die Posterausstellung ist aktuell im Foyer des Gebäude 17 (S-Bau) am Bildungscampus zu sehen.

Gleichberechtigung an Hochschulen - Ein zeitgeschichtlicher Rückblick

Was wir tun können

2022 veröffentlichte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine wegweisende Studie mit Handlungsempfehlungen zur Steigerung des Frauenanteils in der Wissenschaft. Die grundlegenden Richtlinien gliedern sich in vier Punkte: Strukturen verändern, Frauen befähigen, Frauen sichtbar machen, Fortschritte dokumentieren und Entwicklungen überprüfen.

Es reicht jedoch nicht aus, dass Frauen lediglich eine Karriere als Professorin anstreben, denn wie die Studie Jenseits der gläsernen Decke zeigt, gibt es auch auf professoraler Ebene noch immer strukturelle Ungleichheiten. An deutschen Hochschulen sind Frauen in Gremien, in denen bedeutende Entscheidungen getroffen werden, weiterhin stark unterrepräsentiert. Frauen übernehmen häufiger weniger angesehene Aufgaben, da ihnen der Zugang zu anspruchsvolleren Tätigkeiten aufgrund eines fortbestehenden "Old Boys Network" (informelles System, in dem Männer mit ähnlichem sozialem und bildungsbürgerlichem Hintergrund einander unterstützen) erschwert wird. Trotz erfolgreicher Wissenschaftlerinnen sind männliche Redner auf Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Preisverleihungen immer noch überrepräsentiert. Um den Frauenanteil in der Wissenschaft zu erhöhen, bedarf es einer grundlegenden Veränderung dieser strukturellen Ungleichheiten.

Etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können konstruktiv gegen den allgegenwärtigen bias bei der Bewertung von männlichen und weiblichen Leistungen und Persönlichkeiten vorgehen, indem sie qualifizierte Frauen gezielt für Preise und Akademien vorschlagen, Gutachten verfassen, sie zitieren und rezensieren oder zu Panels einladen.

8
März

Seit über 100 Jahren, wird jährlich am 8. März der Internationale Frauentag begangen. Dieser Tag feiert die bisherigen Erfolge der Frauenrechtsbewegung, erinnert an die Rechte der Frau, lenkt den Blick auf bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten und appelliert gleichsam, sich aktiv für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.
An der Hochschule Heilbronn setzen sich verschiedene Akteur*innen, wie beispielsweise das Referat für Gleichstellung und Diversität, die Beauftragte für Chancengleichheit und die Gleichstellungsbeauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein.
Auch unter den Wissenschaftlerinnen der HHN gibt es einige Frauen, deren Engagement maßgeblich zur Förderung von Gleichstellung an der Hochschule beiträgt. Zwei dieser Frauen möchten wir in dieser Woche im Rahmen der Interviewreihe Frauen in der Wissenschaft vorstellen: Mahsa Fischer und Saskia-Nicole Reinfuss.