Die Gewinner*innen der SemCon 2026.

Aliens, smarte Schuhe und Star Wars bei der SemCon 2026

Die SemCon 2026 fand im Foyer am TechCampus statt. An fast 30 Projektständen zeigten Studierende der HHN, was Technik und Kreativität können: Smarte Sportschuhe mit Sensoren für Marathonläufer, ein Alien-Terrarium „Lunarium“ und eine Star-Wars-Fotoecke.
Kai Hartmann|02.07.2026

Aliens, smarte Schuhe und Star Wars bei der SemCon 2026

Die SemCon 2026 der Fakultät Informatik der Hochschule Heilbronn (HHN) fand kürzlich im Foyer am TechCampus statt und zeigte die Semesterprojekte der Studierenden. Die SemCon ist eine jedes Semester stattfindende Veranstaltung, bei der die Studierenden des TechCampus ihre aufwendigen Projekte der breiten Öffentlichkeit vorstellen. Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Arbeit der Studierenden sichtbar zu machen und das kreative und technische Potential der HHN zu demonstrieren. 

An fast 30 Projektständen aus fünf verschiedenen Studiengängen hatten Besucher*innen und  Unternehmensvertreter*innen die Gelegenheit, sich direkt mit den Teams auszutauschen und mehr über ihre Projekte zu erfahren. Darunter war auch der Stand von Kevin Ganske, Andreas Rothaler und Henrik Nunn. Die drei haben im Projekt Nuke PiezoFly einen besonderen Sportschuh entwickelt, der Messdaten bei Marathonläufer*innen erfasst. Eingebaute Sensoren im Schuh messen die Temperatur, Luftfeuchte und GPS‑Position während des Trainings. Diese Daten sendet das System per Bluetooth an ein externes Gerät. Dort zeigt eine Benutzeroberfläche die Messwerte und ermöglicht die Analyse der eigenen Trainingsergebnisse. Das Projekt richtet sich an Läufer*innen und ersetzt einen zusätzlichen Fitness‑Tracker beim Marathontraining.

Der intelligente Sportschuh Nuke Piezo Fly.

Der intelligente Sportschuh Nuke PiezoFly von Kevin Ganske, Andreas Rothaler und Henrik Nunn. Fotos: HHN.

Einen phantasievollen und originellen Entwurf lieferte das Lunarium Team: Ihr Lunarium (lateinisch für Luna - Mond) ist eine Art Weltraum-Terrarium für Aliens. „Im Prinzip funktioniert das Lunarium wie ein Terrarium. Nur ist es kein Lebensort für Reptilien, sondern für Aliens. Das Lunarium sorgt dafür, dass Aliens mit lebenswichtigen Elementen versorgt werden – Stickstoff, Wasserstoff und Ammoniak sind für diese Wesen essentiell. Je nach Alien reguliert das Lunarium automatisch und sorgt für Nachschub, wenn er benötigt wird“, erklärte Studentin Jaqueline Andrae mit einem Augenzwinkern. Das Lunarium simuliert Atmosphären verschiedener Monde und hält diese automatisch stabil. Das System überwacht so den Gesundheitszustand der dort gehaltenen Aliens und gibt Warnmeldungen bei Störungen.  Das Team berichtete, dass das Projekt nach anfänglichen Herausforderungen einen erfolgreichen Verlauf genommen habe.

Das Team "Lunarium".

Jaqueline Andrae und Ozan Kücük vom Lunarium-Team. Fotos: HHN.

Professor Thomas Fankhauser lobte das Engagement der Studierenden: „Die Studierenden haben auch im Sommersemester wieder tolle Projekte ausgestellt – es wurde fleißig präsentiert und diskutiert. Aufgrund der Temperaturen gingen die Geräte zum Teil schon in die Knie. Aber alle gaben sich viel Mühe und trotzten der Hitze“, fasste er den vollen Einsatz aller Teilnehmenden zusammen. Claudia Sperrfechter, Mitarbeiterin an der Fakultät Informatik ergänzte: „Es war schön zu sehen, wie sich meine Studierenden aus dem ersten Semester weiterentwickelt haben und nun fertige Prototypen zeigen. Das macht mich stolz. Ich freue mich über die Ergebnisse“, sagte Claudia Sperrfechter.

Auch das Rahmenprogramm zog viele Interessierten an, denn es passte sehr gut zum Thema Weltall und Planeten. In einer eigens angefertigten Fotoecke hatten die Besucher*innen die Möglichkeit, sich mit als Star‑Wars‑Figuren kostümierten Personen fotografieren zu lassen.  

Zum Schluss konnten die Anwesenden per QR‑Code in drei Kategorien über das beste Projekt abstimmen. Zu Wahl standen das beste visuelle Design, die beste Architektur und das Publikumsvote. In allen Kategorien lagen die Projekte Smart Task Priorization und Nuke PiezoFly gleichauf. Die Preise teilten die Teams, da es keine eindeutigen Sieger*innen gab.