
Heilbronn, Juni 2026. Wie sieht industrielle Sauberkeit in der Praxis aus und was steckt technisch dahinter? Diese Fragen standen im Mittelpunkt, als 25 Studierende des Studiengangs Umwelt- und Prozessingenieurwesen der Hochschule Heilbronn (HHN) Anfang Juni gemeinsam mit Professorin Katja Mannschreck und Professor Meinhard Kuntz die HEMO GmbH in Ötisheim und PreZero in Ölbronn besuchten.
Die HEMO GmbH mit Sitz in Ötisheim ist auf Reinigungsanlagen und Reinigungsprozesse für die industrielle Teilereinigung spezialisiert. Im Rahmen der Exkursion erhielten die Studierenden Einblicke in das unternehmenseigene Labor, in dem moderne Analyseverfahren zur Bewertung der Bauteilsauberkeit zum Einsatz kommen, sowie in das Technikum, wo verschiedene Reinigungsanlagen zu besichtigen waren. Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung wurden dabei gleichermaßen vermittelt. Den Abschluss bildete eine Werksführung durch das Unternehmen.
Die fachlichen Diskussionen der Studierenden zeigten, wie eng die Inhalte des Wahlfachs Technische Sauberkeit mit der industriellen Praxis verknüpft sind. „Die Exkursion zur HEMO GmbH hat eindrucksvoll gezeigt, wie entscheidend technische Sauberkeit für die Qualität und Funktion moderner Produkte ist und wie eng wissenschaftliche Grundlagen und industrielle Praxis dabei miteinander verzahnt sind“, sagt Katja Mannschreck, Professorin für physikalische Chemie und industrielle Analytik an der Hochschule Heilbronn.
Die zweite Station führte die Studierenden nach Ölbronn bei Pforzheim, wo PreZero eine hochmoderne Sortieranlage für Verpackungsabfälle betreibt. Mit einer Jahreskapazität von rund 100.000 Tonnen und einem Einzugsgebiet von bis zu 100 Kilometern ist die Anlage beeindruckend leistungsfähig. Ein Steg überhalb der riesigen Halle führte die Gruppe durch den vollautomatischen Sortierprozess, nah an Förderbändern und Maschinen vorbei. Physikalische Verfahren wie Siebtrommel und Paddelsichter arbeiten dabei Hand in Hand mit sensorgestützten Sortiermaschinen, die Kunststoffe, Getränkeverpackungen und Papier voneinander trennen. Ganz am Ende der Prozesskette sortieren Mitarbeitende von Hand Textilien, Schuhe und weitere Fehlwürfe aus. Die Exkursion bot den Studierenden beeindruckende Einblicke in die Technologien eine Branche mit besten Berufsaussichten.
Exkursionen wie diese sind fester Bestandteil des Studiengangs Umwelt- und Prozessingenieurwesen und verbinden Studieninhalte direkt mit der industriellen Praxis. Das hochschuleigene Labor für Technische Sauberkeit bietet den Studierenden zudem optimale Voraussetzungen für den Erwerb von Knowhow auf diesem gefragten Gebiet.
Der Studiengang Umwelt- und Prozessingenieurwesen ist zulassungsfrei. Interessierte können sich noch bis zum 28. September für das Wintersemester 2026/27 einschreiben.

Hier erfahren Sie, was an der HHN alles los ist.
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