Projektwoche WeekUp: Studierende forschen für saubere Gewässer
Heilbronn, Juli 2026. Im Rahmen der Projektwoche WeekUP! an der Hochschule Heilbronn (HHN) beschäftigten sich die Studierenden des Studiengangs Umwelt- und Prozessingenieurwesen in diesem Semester intensiv mit der Schadstoffbelastung von Gewässern. Denn unsere heimischen Gewässer wie Flüsse, Bäche und Seen sind durch eine Vielzahl an Schadstoffen belastet – mit Folgen, die sowohl die Gesundheit der Menschen gefährden, als auch das ökologische Gleichgewicht stören. Zu den Problemstoffen zählen unter anderem Stickstoff- und Phosphatverbindungen.

Drei Studierende bei der sorgfältigen Durchführung eines Versuchs. Foto: HHN.
Aus diesem Grund beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit den zwei Komponenten Phosphat und Nitrat. Diese können in natürlichen Gewässern unter bestimmten Bedingungen zu Algenblüten und verstärktem Bakterienwachstum führen – im Extremfall sogar zum Kippen des Gewässers. Die zentrale Frage der Studierenden lautete daher: Wie lassen sich Phosphat- und Nitratgehalte bereits vor der Einleitung ins Gewässer verringern – und lässt sich daraus möglicherweise sogar ein Nutzen ableiten, zum Beispiel als Lebensmittelzusatz oder als Dünger?
Gemeinsam entwickelten die Teams im Labormaßstab Verfahren, bei denen Algen wie etwa Spirulina oder Chlorella den Abbau von Phosphat und Nitrat unterstützen. Dabei wurden gezielt unterschiedliche Algen und Versuchsaufbauten sowie Wachstumsbedingungen getestet. Entscheidend waren kontrollierte Messungen der Wasserqualität und des Algenwachstums sowie die laufende Überwachung der Prozessparameter.

Die Studierenden analyisierten zahlreiche Proben im Labor. Foto: HHN.
Im Verlauf der Projektwoche stand neben dem wissenschaftlichen Arbeiten auch methodisches Vorgehen im Fokus: Die Studierenden wurden durch intensives Coaching durch Professorin Katja Mannschreck und Prof. Markus Groebel sowie den Labormitarbeiterinnen Ineke Feuerherd und Monika Zellner dabei unterstützt, Prozesse zu planen, zu begleiten und wissenschaftlich auszuwerten. Zudem ging es darum, Ergebnisse fundiert aufzubereiten sowie fachlich überzeugend zu präsentieren und sauber zu dokumentieren. „Die Projektwoche bietet unseren Studierenden die Möglichkeit, selbstständig in einem chemischen Labor zu arbeiten und wissenschaftliche Methoden direkt anzuwenden. Der Ideenreichtum der Teams und deren Anspruch an die eigene Arbeit hat uns Coaches sehr begeistert“, sagte Professorin Katja Mannschreck, die den Studiengang leitet.

Zum Abschluss des Projekts gab es ein Come Together mit verschiedenen grünen Leckereien. Foto: HHN.
Den Schluss des Projektes bildete eine gemeinsame Abschlusspräsentation inklusive „Come Together“ zum Thema „grün“. Von Sushi bis zu selbst gemixten grünen Getränken wurde das Motto vielfältig aufgegriffen – ermöglicht dank der Finanzierung durch den Freundeskreis der Hochschule Heilbronn.

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