Dabei steht seitens der HHN Human-Centered AI zur Verbesserung der Lehre und des Lernens im Mittelpunkt des Vorhabens. Lehrende sollen virtuell über sogenannte Learning Dashboards speziell gebündelte Daten über den aktuellen Leistungsstand und die vorhandenen Defizite ihrer Studierendengruppen erhalten, so dass sie ihre Lehre gezielt darauf anpassen können. Studierende wiederum sollen durch Künstliche Intelligenz ein individuelles Feedback zu ihren Aktivitäten erhalten. In der aktuell angewandten Vorgehensweise werden bisher nur Musterlösungen angezeigt, individuelles Feedback geben nur die Lehrenden. Diese stehen aber immer nur in begrenzten Zeiträumen zur Verfügung. Die einzigartigen Vorhaben der Projekte machen die Lehre in der Kieferorthopädie noch innovativer und sorgen für eine bestmögliche Ausbildung von zukünftigen Fachkräften. Dabei ist das Transferpotential auf andere Fachgebiete der Zahnmedizin bzw. Medizin im Allgemeinen sehr groß. Beide Partnerinstitutionen führen mit den Projekten ihre langjährige Lehr- und Forschungskooperation fort.
“Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Professor Bernd Lapatki vom Universitätsklinikum Ulm und seinem Team dieses spannende Projekt umsetzen können. Es ist ein wunderbares Beispiel für Human-Centered AI, also Künstliche Intelligenz zum Nutzen für die Menschen“, sagt Professor Martin Haag, Dekan der Fakultät Informatik und Direktor des GECKO Instituts für Medizin, Informatik und Ökonomie.
Durch die Förderung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre werden an der HHN für zwei Jahre zwei Mitarbeitende finanziert, die die KI-basierten Anwendungen entwickeln und begleiten. Zudem werden Masterstudierende der Fakultät Informatik im Rahmen der Lehrveranstaltung „Maschinelles Lernen“ eingebunden. Seitens des Universitätsklinikums Ulm werden neben Professor Lapatki Kieferorthopäd*innen und natürlich Zahnmedizinstudierende am Projekt mitwirken.