Begleitend zu der Wanderausstellung „Versäumte Bilder“, die vom 12. November bis 18. Dezember 2026 am TechCampus der Hochschule Heilbronn zu sehen sein wird, findet die Veranstaltung „Deepfakes: zwischen technischer Faszination und digitaler Gewalt“ statt. Für die Ausstellung erstellt die Kommunikationsdesignerin Gesine Born mithilfe Künstlicher Intelligenz fotorealistische Porträts von Frauen, deren Leistungen bislang nur unzureichend sichtbar sind.

Daran anknüpfend nimmt die Veranstaltung die Chancen und Risiken KI-generierter Bilder in den Blick. Deepfakes können nicht nur historische Lücken sichtbar machen, sondern auch gezielt für digitale Gewalt missbraucht werden. Dabei sind Frauen in besonderem Maße von geschlechtsspezifischen Formen des Missbrauchs betroffen.
In einem einführenden Vortrag erfahren die Teilnehmenden mehr über die geschlechtsspezifischen Risiken von Deepfakes und deren Bedeutung im Kontext digitaler Gewalt gegen Frauen.


Anschließend können sie an verschiedenen interaktiven Stationen selbst erleben, wie weit die Technik inzwischen fortgeschritten ist. Dabei erhalten sie Einblicke in die Möglichkeiten und Risiken KI-generierter Inhalte und lernen praktische Strategien kennen, um Deepfakes zu erkennen und sich wirksam vor digitaler Manipulation und Gewalt zu schützen. Außerdem besteht 
die Möglichkeit, die Wanderausstellung „Versäumte Bilder“ zu begehen.

Dr.-Ing. Jutta Jahnel
Die Referentin des Abends

Jutta Jahnel arbeitet seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT, Karlsruhe. Sie studierte am KIT Lebensmittelchemie und kombinierte während ihrer anschließenden Forschungstätigkeit analytische und rechtliche Aspekte im Bereich des Umwelt- und Verbraucherschutzes. Diese interdisziplinäre Arbeitsweise führte sie in der Technikfolgenabschätzung und der wissenschaftlichen Politikberatung am ITAS weiter. Aktuell beschäftigt sie sich mit den gesellschaftlichen Folgen der Künstlichen Intelligenz (KI) und berät dazu das EU-Parlament, aber auch das nationale österreichische Parlament. Im Verbundprojekt  „Privatheit und weitere Rechte der Bürgerinnen und Bürger schützen vor Missbrauch durch Deepfakes“ (DEEP-PRISMA) betrachtet sie explizit die Folgen missbräuchlicher Deepfakes für Bürger*innen und erarbeitet mit den Betroffenen flankierende gesellschaftliche Maßnahmen.

Mehr Informationen zu Frau Dr.-Ing. Jahnel finden Sie hier.

Wanderausstellung "Versäumte Bilder" - Wissenschaftlerinnen und Pionierinnen mit KI sichtbar machen

Vom 12. November bis zum 18. Dezember 2026 ist die HHN Gastgeberin der Wanderausstellung „Versäumte Bilder", die als Teil des Metavorhabens "Innovative Frauen im Fokus" vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt  (BMFTR) gefördert wird.

Versäumte Bilder Ausstellungseröffnung

©BMBF/Hans-Joachim Rickel

Ansprechperson