Hochschule Heilbronn erste Hochschule für angewandte Wissenschaften mit Quantencomputer
- Quantencomputer an Hochschule Heilbronn eingetroffen – Nächste Phase der Implementierung beginnt.
- Neue Möglichkeiten für Lehre, Forschung und interdisziplinäre Projekte im Zukunftsfeld Quantencomputing.
- Bereits zum Wintersemester startet der Schwerpunkt „Quantencomputing und Kryptografie“ im Studiengang Wirtschaftsinformatik.
Heilbronn, August 2026. Der Quantencomputer der Hochschule Heilbronn (HHN) ist während der vorlesungsfreien Zeit am TechCampus der Hochschule angekommen. Damit ist die HHN die erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Deutschland, die über diese zukunftsweisende Technologie verfügt. Dies markiert einen wichtigen Meilenstein beim Aufbau des Schwerpunkts „Quantencomputing“ an der HHN.
Interdisziplinärer Einsatz in Lehre und Forschung
In Zukunft werden Studierende der Hochschule Heilbronn die einmalige Gelegenheit haben, direkt am und mit dem Quantencomputer zu arbeiten.
„Quantencomputing wird in den kommenden Jahren zahlreiche Branchen verändern. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Studierenden diese Technologie sowohl in der komplexen Theorie als auch in ihrer praktischen Umsetzung als Hardware kennenlernen und selbst damit arbeiten können,“ sagt Professor Oliver Lenzen, Rektor der Hochschule Heilbronn. „Mit unserem Quantencomputer holen wir ein Stück Zukunft auf den Campus und schaffen neue Möglichkeiten für innovative Lehre, interdisziplinäre Projekte und die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte.“
Studierende der HHN werden künftig am Quantencomputer sowohl die theoretischen Grundlagen der Quantenphysik erlernen als auch bekannte Algorithmen kennenlernen und anwenden sowie praktische Einsatzmöglichkeiten untersuchen. Die Anwendungsfelder reichen von Optimierungsproblemen in der Informatik über Kryptografie und Lieferkettenoptimierung bis hin zu Molekülsimulationen.
Neben dem Quantencomputer verfügt die HHN bereits über ausgewiesene Experten. Drei Professoren, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Technologie befassen: David Kreplin, Professor für angewandtes Quantencomputing und mathematische Modellierung, sowie Alexander Windberger, Professor für Künstliche Intelligenz, Algorithmen und praktische Informatik. Beide gehören der Fakultät Informatik der HHN an. Professor Javier Villalba-Diez ist Mitglied der Fakultät Wirtschaft und Forschungsprofessor für Quantum Computing: mathematische Physik der Informationsverarbeitung im Hochleistungsrechnen. Gemeinsam bilden sie den Kern des künftigen Kompetenzzentrums für Quantencomputing an der HHN.
Mit dem Wintersemester, das am 28. September beginnt, startet bereits der Schwerpunkt „Quantencomputing und Kryptografie“ im Studiengang Wirtschaftsinformatik der Fakultät Wirtschaft der HHN. Federführend ist hierbei Professor Javier Villalba-Diez.

Der neue Quantencomputer der Hochschule Heilbronn. Foto: HHN
So geht es weiter
Der Quantencomputer, Modell IQM Spark mit fünf Qubits, wird nun durch den Innovationspartner Bechtle vor Ort implementiert. Im nächsten Schritt erfolgen die Integration der erforderlichen Infrastruktur sowie die Inbetriebnahme des Systems. Anschließend wird der Quantencomputer schrittweise für Lehre, Forschung und weitere Anwendungsfelder an der Hochschule genutzt werden können.
Die Hochschule plant zudem eine Einweihungsveranstaltung mit Bürgeruni, um den Quantencomputer auch der Öffentlichkeit vorzustellen und seine Inbetriebnahme feierlich zu begleiten.
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Die Hochschule Heilbronn (HHN) ist eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60 zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt. Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende zudem beim Lebensziel Unternehmertum.




