EUonAIR myAI university

MyMobility Report

So lesen Sie Ihren Report – und nutzen Ihre Erkenntnisse

Sie haben das MyMobility Assessment abgeschlossen und halten Ihren persönlichen Report in den Händen? Diese Seite unterstützt Sie dabei, Ihre Ergebnisse besser zu verstehen, Ihre Erfahrungen zu reflektieren und daraus konkrete nächste Schritte für Studium, Bewerbungen und Ihren weiteren Weg abzuleiten.

Sie haben noch kein Report? So geht's:

Schritt 1: Assessment durchführen
Nehmen Sie sich etwa 30 Minuten Zeit und beantworten Sie die Fragen auf der Seite der MyMobility Academy ehrlich. Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“ – entscheidend ist Ihre persönliche Einschätzung.

Schritt 2: Report sichern
Lassen Sie sich am Ende Ihren persönlichen PDF-Report zusenden oder speichern Sie Ihr Ergebnis ab. Ihre E-Mail-Adresse wird ausschließlich für diesen Zweck verwendet.

Schritt 3: Report reflektieren und nutzen
Gehen Sie Ihren Report Schritt für Schritt durch und nutzen Sie die folgenden Hinweise und Fragen zur Reflexion. Planen Sie dafür noch einmal etwa 20–30 Minuten ein – denn genau hier entsteht der Mehrwert: Sie machen Ihre Erfahrungen und Kompetenzen sichtbar.

Übersicht:

Worum geht es hier?

Das MyMobility-Assessment ist ein wissenschaftliches Online-Selbstassessment der EUonAIR European University Alliance. Es dauert etwa 30 Minuten und gibt Ihnen am Ende ein persönliches Feedback zu vier Ressourcenbereichen – Ihren sogenannten vier Kapitalien: psychologisch, menschlich, sozial und ökonomisch.

Gut zu wissen:  Das Assessment ist vollständig anonym: Niemand hat Zugriff auf Ihre Antworten oder Ergebnisse. Ihr persönlicher Report gehört ausschließlich Ihnen. Gleichzeitig helfen Ihre Angaben dabei, die europäische Mobilitätsforschung weiterzuentwickeln.

Die vier Kapitalien – und was dahinter steckt

Ihr Report zeigt Ihnen für jeden Bereich, wo Sie aktuell stehen. Wichtig: Es handelt sich um eine Selbsteinschätzung – nicht um einen Test und nicht um eine Bewertung. Niedrigere Werte sind kein Defizit, sondern ein Hinweis darauf, wo sich ein genauerer Blick lohnt. Hohe Werte machen Ihre Stärken sichtbar und zeigen, welche Kompetenzen Sie gezielt nutzen können.

> KAPITAL 1

Psychologisches Kapital – innere Widerstandskraft

In diesem Bereich geht es um Ihre persönliche Entwicklung: Wie gehen Sie mit neuen Situationen, Unsicherheiten und Herausforderungen um? Themen wie Zuversicht, Selbstwirksamkeit, Resilienz und der Umgang mit Veränderungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihr Report zeigt unter anderem, wie Sie sich vor und nach Ihrer Mobilität selbst einschätzen und welche Entwicklungen sichtbar werden.


So lesen Sie Ihren Report:

  • Schauen Sie zuerst auf die Veränderung: sind Sie nach dem Aufenthalt zuversichtlicher oder gelassener als vorher? Genau das ist ein Effekt der Mobilität – und ein starkes Argument in Gesprächen. 
  • Ein niedriger Wert direkt nach der Rückkehr ist normal: Wiedereinleben kostet Kraft (Stichwort „umgekehrter Kulturschock“). Er sagt nichts über Ihre Fähigkeiten. 


Fragen zur Reflexion:

  • Welche Situation im Ausland hat Sie am meisten herausgefordert – und wie haben Sie sie gelöst? 
  • Was trauen Sie sich heute zu, was vor dem Aufenthalt undenkbar schien? 


Für die Bewerbung:

Genau diese Geschichten sind Antworten auf klassische Interview-Fragen („Erzählen Sie von einer schwierigen Situation…“). Schreib Sie sich eine konkrete Situation mit Lösung auf – sie ist mehr wert als jedes Adjektiv im Anschreiben.

> KAPITAL 2

Humankapital – Wissen und Können

Dieser Bereich erfasst neben sprachlichen und fachlichen Qualifikationen insbesondere informell erworbene Kompetenzen wie Anpassungsfähigkeit, interkulturelle Kommunikation, das Lösen von Problemen in neuen Situationen sowie der souveräne Umgang mit digitalen Tools und Künstlicher Intelligenz.


So lesen Sie Ihren Report:

  • Achten Sie besonders auf die Frage, welche Kompetenzen Sie seit der Rückkehr tatsächlich nutzen. Alles, was Sie im Ausland gelernt haben, aber gerade brachliegt, ist Ihr größtes ungenutztes Potenzial.
  • Halten Sie Sprachfortschritte konkret fest: Von welchem Niveau sind Sie auf welches gekommen? Das gehört mit Niveaustufe (z. B. B2 → C1) in den Lebenslauf.


Fragen zur Reflexion: 

  • Welche drei Dinge können Sie heute, die Sie vor dem Aufenthalt nicht konnten?
  • Wo im Studium oder Nebenjob könnten Sie eine davon ab nächster Woche bewusst einsetzen?


Für die Bewerbung:

  • „Ich war halt ein Semester in Schweden.“ wird im Lebenslauf zu: „Auslandssemester an der [Universität], Schweden: Studienleistungen auf Englisch (30 ECTS), Projektarbeit in international gemischten Teams, Sprachniveau Englisch C1.“
  • „Ich bin flexibler geworden.“ wird im Lebenslauf zu: „Selbstständige Organisation von Studium und Alltag in einem neuen Land – von Behördengängen in der Fremdsprache bis zur Teamarbeit mit Kommiliton:innen aus fünf Ländern.“
> KAPITAL 3

Soziales Kapital – Netzwerk und Rückhalt

Hier geht es um Ihre Kontakte im Ausland und zu Hause, um wahrgenommene Unterstützung und um Ihr Engagement in Gemeinschaften. Internationale Kontakte sind eine Ressource, die schnell verfällt, wenn man sie nicht pflegt.


So lesen Sie Ihren Report:

  • Ein hoher Wert bei internationalen Kontakten ist ein wertvoller Vorteil – ein persönliches Netzwerk kann Türen zu Praktika, Abschlussarbeiten, internationalen Projekten oder beruflichen Chancen im In- und Ausland öffnen.
  • Fällt der Wert bei der sozialen Unterstützung nach Ihrer Rückkehr niedriger aus, ist das nichts Ungewöhnliches. Viele Rückkehrende erleben zunächst eine Phase der Neuorientierung oder fühlen sich im früher vertrauten Umfeld plötzlich ungewohnt. Mit der Zeit legt sich dieses Gefühl meist wieder. Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Beratungs- und Unterstützungsangebote der HHN zur Verfügung (siehe unten).


Fragen zur Reflexion: 

  • Welche drei Kontakte aus Ihrer Zeit im Ausland wollen Sie bewusst aktiv halten – und wie (z.B. LinkedIn, regelmäßiger Kontakt, Besuch, ...)?
  • Wem an Ihrer Hochschule könnten Sie mit Ihrer Erfahrung helfen (z. B. als Buddy für Incomings)?


Für die Bewerbung:

Verbinden Sie sich jetzt mit den Kontakte, die Sie während Ihrer Mobilität geknüpft haben, und pflegen Sie Ihr internationales Netzwerk aktiv weiter. Ob Kommiliton:innen, Lehrende oder berufliche Kontakte – internationale Netzwerke können wertvolle Chancen für den weiteren Berufsweg eröffnen.

> KAPITAL 4

Ökonomisches Kapital – finanzielle Handlungsfähigkeit

In diesem Bereich geht es um Ihre finanzielle Situation nach der Mobilität. Er betrachtet unter anderem Ihre Einkommensquellen, Ihre finanzielle Selbstständigkeit sowie Ihr Wissen rund um Finanzen und Vorsorge. Gleichzeitig werden mögliche Herausforderungen beim Wiedereinstieg nach Ihrer Rückkehr berücksichtigt.


So lesen Sie Ihren Report:

  • Ein Auslandsaufenthalt ist oft die erste Phase voller finanzieller Eigenverantwortung: Budget in fremder Währung, eigenes Konto, Nebenjob im Ausland. Das ist gelebte Finanzkompetenz – nehmen Sie sie als solche wahr.
  • Zeigt der Report Wissenslücken (z. B. bei Vorsorge oder Finanzplanung), ist jetzt ein guter Moment, sie zu schließen – nicht aus Panik, sondern weil Sie gerade ohnehin vieles neu sortieren.


Fragen zur Reflexion: 

  • Was haben Sie im Ausland über den Umgang mit Geld gelernt, das Sie beibehalten wollen?
  • Gibt es beim Wiedereinstieg konkrete finanzielle oder organisatorische Hürden (Anerkennung, BAföG, Nebenjob)? Dann klären Sie sie direkt – die Anlaufstellen finden Sie unten.

Zum Schluss: Ihr 20-Minuten-Fahrplan

Nutzen Sie Ihren Report als Ausgangspunkt, um Ihre internationalen Erfahrungen bewusst für Ihre persönliche und berufliche Entwicklung einzusetzen. Mit diesen drei Schritten gelingt der Transfer ganz einfach:

  1. Identifizieren Sie Ihre Stärken: Markieren Sie die zwei Bereiche, in denen Sie die höchsten Werte erreicht haben, sowie einen Bereich, dessen Ergebnis Sie überrascht hat.
  2. Machen Sie Ihre Erfahrungen greifbar: Notieren Sie zu jeder Stärke eine konkrete Situation aus Ihrer Mobilität: Welche Herausforderung gab es? Wie haben Sie gehandelt? Was haben Sie daraus gelernt?
  3. Nutzen Sie Ihre Kompetenzen: Übertragen Sie mindestens eines dieser Beispiele in Ihren Lebenslauf oder verwenden Sie es für zukünftige Bewerbungen und Vorstellungsgespräche.


So werden aus Ihren internationalen Erfahrungen sichtbare Kompetenzen, die Sie gezielt für Ihren weiteren Studien- und Berufsweg einsetzen können.

Sie möchten Ihren Report lieber persönlich besprechen?

Kein Problem - der Career Service bietet Einzeltermine an, in denen Sie gemeinsam auf Ihren Report schauen und Ihre Auslandserfahrung für Bewerbungen übersetzen. Bringen Sie dazu einfach Ihr PDF mit – wir sehen Ihre Ergebnisse nur, wenn Sie sie uns zeigen.

Sie haben Schwierigkeiten bei der Rückkehr? Sie sind nicht allein!

Die Rückkehr nach einer internationalen Erfahrung kann manchmal herausfordernd sein – organisatorisch, persönlich oder emotional. Das ist ganz normal und betrifft viele Rückkehrende. Wenn Ihnen der Wiedereinstieg schwerfällt, holen Sie sich Unterstützung: Die psychosoziale Beratung der HHN bietet Ihnen einen vertraulichen Raum, um Ihre Situation zu besprechen und gemeinsam nächste Schritte zu finden.