Enhancing Empathy through Cross-Border Design Thinking Projects, BIP-ID: 2024-1-DE01-KA131-HED-000204730-1
BIP-Koordination: Hochschule Heilbronn, D HEILBRO01
BIP-Partner (3): Haaga-Helia University, SF HELSINK40 (Finnland); University of Rijeka, HR RIJEKA01 (Kroatien); FH JOANNEUM GESELLSCHAFT MBH; A GRAZ09 (Österreich)
Das BIP "Enhancing Empathy through Cross-Border Design Thinking Projects" zielte darauf ab, Empathie undinterdisziplinäre Zusammenarbeit unter Studierenden durch einen Design-Thinking-Kurs zu fördern, der auf den Zielen des Sustainable Development Goal (SDG 11) basiert. SDG 11 fördert inklusive, sichere, resiliente und nachhaltige Städte und Gemeinden. Die Initiative bringt Bachelor-Studierende der Fachrichtungen Design und Informatik sowie Master-Studierende der Fachrichtung Software Engineering aus europäischen Einrichtungen zusammen. Das zentrale Ziel bestand darin, den Studierenden die Design-Thinking-Methodik in einem interkulturellen und interdisziplinären Umfeld näherzubringen und sie zu Problemlösungen und nutzerorientiertem Design als Antwort auf drängende urbane Herausforderungen wie nachhaltiges Wohnen, Mobilität, kulturelles Erbe und Umweltauswirkungen der Urbanisierung zu ermutigen. Mit diesem Format wollte das Projekt den Studierenden nicht nur angewandte Design- und technische Fähigkeiten vermitteln, sondern auch evaluieren, wie interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit zur Entwicklung von Empathie beiträgt.
Die Durchführung des Erasmus Blended Intensive Programme (BIP) verlief insgesamt sehr erfolgreich und im Einklang mit den geplanten Zielen und Aktivitäten. Insgesamt arbeiteten zehn interdisziplinäre und interkulturelle Teams, bestehend aus Studierenden der Hochschule Heilbronn, der FH Joanneum, der University of Rijeka und der Haaga-Helia University, gemeinsam an Problemstellungen im Kontext von SDG 11 „Sustainable Cities and Communities“.
Die Implementierung folgte einem klar strukturierten Blended-Learning-Ansatz. In der vorbereitenden Online-Phase wurden die Studierenden durch ein gemeinsames Kick-off, kontinuierliche tutorielle Begleitung, wöchentliche Aufgabenformate sowie gezielte Expert*innen-Impulse unterstützt. Diese Phase diente insbesondere der Kompetenzentwicklung im Bereich kollaborativer und selbst organisierter Lernprozesse sowie der inhaltlichen Vorbereitung auf die Präsenzphase. Bereits in dieser Phase arbeiteten die Teams mit ausgewählten Design-Thinking-Methoden, um die Bedürfnisse zukünftiger Nutzer*innen der zu entwickelnden Lösungen systematisch zu analysieren und daraus erste Problem-Definitionen abzuleiten.
Die einwöchige Präsenzphase ermöglichte eine intensive, anwendungsorientierte Zusammenarbeit. Auf Basis von Design-Thinking-Methoden entwickelten die Teams nutzerzentrierte Lösungsansätze, die iterativ ausgearbeitet, prototypisch umgesetzt und getestet wurden. Der strukturierte Innovationsprozess wurde durch Feedbackschleifen, Peer-Learning sowie Coaching durch die beteiligten Lehrenden begleitet. Den Abschluss bildete ein Pitch vor einer internationalen Expert*innenjury.
Als konkreter Output entstanden zehn Prototypen, die anschließend in den jeweiligen institutionellen Kontexten weiterentwickelt und erprobt wurden. Die Ergebnisse zeichnen sich durch Innovationsgrad, Praxisrelevanz und Vielfalt der Lösungsansätze aus. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg sehr positiv und unterstreichen die hohe Qualität und Relevanz des Formats.
Im Hinblick auf die Lernergebnisse konnten nachvollziehbare Kompetenzgewinne im Bereich zentraler Future Skills erzielt werden. Neben der Anwendung von Design-Thinking-Methoden wurden insbesondere kritisches Denken, kreatives Problemlösen sowie die Fähigkeit zum Umgang mit Unsicherheit und komplexen Problemstellungen gefördert. Darüber hinaus stärkte das Programm Kompetenzen in den Bereichen internationale Teamarbeit, interkulturelle Kommunikation, Selbstorganisation, Reflexionsfähigkeit sowie iterative Innovationsprozesse. Diese Kompetenzen tragen unmittelbar zur Employability der Teilnehmenden bei.
Das BIP leistete zudem einen wesentlichen Beitrag zur Internationalisierung der Lehre. Neben der studentischen Zusammenarbeit ermöglichte das Programm einen intensiven fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Lehrenden, insbesondere im Hinblick auf didaktische Ansätze zur Vermittlung von Design Thinking im Kontext von PBL (Problem-Based Learning). Dieser Austausch legt die Grundlage für die Weiterentwicklung gemeinsamer Lehrformate.
Im Sinne von Impact und Nachhaltigkeit zeigt sich bereits eine Verstetigung der Kooperation: Eine erneute Durchführung des BIP mit den beteiligten Partnerhochschulen ist geplant. Darüber hinaus werden die entwickelten Lehr- und Lernformate sowie Projektergebnisse in die Weiterentwicklung bestehender Curricula integriert und perspektivisch auf weitere Lehrkontexte übertragen. Alle beteiligten Dozent*innen haben aktiv zur Konzeption, Umsetzung und Qualitätssicherung des Programms beigetragen
