Business Simulation, BIP ID: 2024-1-DE01-KA131-HED-000204730-2
BIP-Koordination: Hochschule Heilbronn, D HEILBRO01
BIP-Partner: Haaga Helia University, SF HELSINK40 (Finnland), University of Economics in Bratislava, SK BRATISL03 (Slowakei), University of Trnava, SK TRNAVA02 (Slowakei)
Förderung innovativer Lern- und Lernmethoden und die Ermöglichung internationaler Erfahrungen
Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Blended Intensive Programme (BIP) wurde im Wintersemester 2025/2026 vom 13. bis 17. Oktober eine internationale Lehrveranstaltung unter Beteiligung der Hochschule Heilbronn als veranstaltender Hochschule erfolgreich durchgeführt.
Neben der langjährigen Partnerinstitution Haaga Helia University und der University of Economics in Bratislava nahm erstmals auch die University of Trnava an dem Programm teil.
Bereits die Organisation im Vorfeld verlief ausgesprochen positiv. Dank der hohen Flexibilität und des engagierten Austauschs aller beteiligten Personen konnten organisatorische Fragen unkompliziert und lösungsorientiert geklärt werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Partnerhochschulen war von Offenheit, gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Verständnis für die Ziele des Programms geprägt. Dadurch konnten sowohl die virtuelle Vorbereitungsphase als auch die anschließende Präsenzphase reibungslos umgesetzt werden. Getragen wurde diese Flexibilität von einem hohen Vertrauensverhältnis zwischen den beteiligten Lehrpersonen.
Die Präsenzphase am Campus der Hochschule Heilbronn zeichnete sich insbesondere durch die intensive internationale Zusammenarbeit der Studierenden aus. Die Teilnehmenden arbeiteten in multinational zusammengesetzten Teams an gemeinsamen Aufgabenstellungen. Für viele Studierende war dies die erste Gelegenheit, in einem wirklich internationalen Umfeld ausschließlich auf Englisch zusammenzuarbeiten. Dabei wurde schnell deutlich, dass neben sprachlichen Herausforderungen auch kulturelle Unterschiede eine wichtige Rolle spielten. Unterschiedliche Kommunikationsstile, Arbeitsweisen und Erwartungen mussten erkannt und überwunden werden. Gerade diese Erfahrungen machten jedoch einen wesentlichen Mehrwert des Programms aus, da die Studierenden interkulturelle Kompetenzen entwickeln und ihre Teamfähigkeit in einem internationalen Kontext stärken konnten.
Ein besonderer Höhepunkt des Programms war die Exkursion zu einer regionalen Weingenossenschaft. Die Führung und Einblicke in die Weinproduktion stießen bei den Teilnehmenden auf großes Interesse. Insbesondere für die finnischen Studierenden war dieser Programmpunkt von besonderer Bedeutung, da Weinbau und Weinproduktion in ihrer Heimat praktisch keine Rolle spielen. Der Besuch bot daher nicht nur fachliche Einblicke, sondern auch einen spannenden kulturellen Austausch über regionale Traditionen und wirtschaftliche Besonderheiten.
Eine weitere Exkursion führte die Gruppe nach Straßburg mit einem Besuch des Europäisches Parlaments. Dieser Programmpunkt verdeutlichte den Studierenden eindrucksvoll die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit und des europäischen Gedankens. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass europäische Kooperation nicht nur auf politischer Ebene stattfindet, sondern vor allem auf individueller Ebene beginnt – durch Begegnungen, gemeinsame Projekte und den direkten Austausch zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen. Gerade Straßburg, mit seiner wechselvollen deutsch-französischen Geschichte unterstrich wie wichtig es ist gemeinsam zu agieren.
Insgesamt kann das Blended Intensive Programme als voller Erfolg bewertet werden. Neben der fachlichen Zusammenarbeit standen insbesondere die Förderung interkultureller Kompetenzen, die internationale Vernetzung sowie das gemeinsame europäische Verständnis im Mittelpunkt. Die positive Resonanz aller Beteiligten zeigt deutlich den Mehrwert solcher Programme für Studierende und Hochschulen gleichermaßen.

