Diesen reichen Erfahrungsschatz teilte Keller auf unterhaltsame und anschauliche Weise mit dem Publikum. Er gab seltene Einblicke in die Welt des Sportmanagements und schilderte seinen Arbeitsalltag. Neben der wirtschaftlichen Verantwortung für ein großes Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeiter*innen war vor allem der emotionale Charakter des Fußballgeschäfts eine Herausforderung. Oft galt es, sich nicht von den starken Emotionen der Fans oder der Mannschaft leiten zu lassen, sondern besonnen im Sinne des Vereins zu handeln. Die Balance zwischen Leidenschaft und Zielsicherheit gelang ihm gut: „Im Fußball zählt nur das sportliche Ergebnis. Wenn du ein wichtiges Spiel verlierst, interessiert sich niemand für gute Geschäftszahlen“.
Im Gespräch mit Professor Brugger verband er seinen Werdegang mit Anekdoten aus dem Fußball und praktischen Ratschlägen für die Studierenden. Seine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung und sein Finanzwissen seien eine wichtige Grundlage gewesen, um erfolgreich einen Fußballclub zu managen.
In einer lebendigen Diskussionsrunde ging Keller anschließend auf die Fragen des Publikums ein und gab Ratschläge zu Berufseinstieg im Sportbusiness, Buchempfehlungen und beantwortete die ewige Streitfrage, ob Messi oder Ronaldo der bessere Fußballer ist. Nach dieser Fragerunde klang die Veranstaltung bei Snacks und Getränken aus.