Studentin, die am Wein riecht mit Glas in der Hand

Weinfachhandel blickt optimistisch in die Zukunft – Studie der HHN zeigt Perspektiven und Herausforderungen

Studierende des Studienangs Weinmarketing und Management haben in einer aufwendig angelegten Studie Vertreter*innen des Weinfachhandels zur aktuellen Lage befragt. Die gute Nachricht: Viele bewerten die Zukunftserwartungen trotz Herausforderungen positiv.
red|27.04.2026

Weinfachhandel blickt optimistisch in die Zukunft – Studie der HHN zeigt Perspektiven und Herausforderungen

  • Forschende der HHN analysieren Zukunftserwartungen im deutschen Weinfachhandel.

  • Trotz wirtschaftlicher Belastungen bewerten viele Betriebe ihre Perspektiven positiv.

Heilbronn, April 2026. Wie schätzen Deutschlands Weinfachhändler die Zukunft ihrer Branche ein? Eine neue Untersuchung der Hochschule Heilbronn (HHN) zeigt: Die Erwartungen fallen häufig positiver aus als die momentane wirtschaftliche Situation. Trotz sinkender Nachfrage und Kostendruck bewerten viele Betriebe die Perspektive des eigenen Unternehmens als stabil oder günstig.

Die Studie entstand im Wintersemester 2025/26 im Studiengang Weinmarketing und Management. Unter der Leitung von Professorin Ruth Fleuchaus und Michael Pleitgen von der Weinakademie Berlin führten Studierende zunächst ausführliche Interviews mit Vertreter*innen aus unterschiedlichen Bereichen des Fachhandels – vom kleinen Laden bis zum Unternehmen mit Millionenumsatz. Auf Grundlage dieser Vorstudie wurde ein Fragebogen entwickelt, der über das Online-Tool Keyingress des hochschuleigenen Heilbronner Instituts für angewandte Marktforschung (H-InfaM) rund 200 Fachhändler*innen erreichte. 193 vollständige Antworten flossen in die Auswertung ein. Erste Einblicke wurden Anfang März auf den Messen EUROVINO in Karlsruhe und PROWEIN in Düsseldorf vorgestellt.

Die Befragten sehen ihre wichtigsten Alleinstellungsmerkmale in persönlicher Beratung, sorgfältig zusammengestellten Sortimenten sowie Veranstaltungen und erlebbaren Angeboten im Laden. Gleichzeitig nennen sie deutliche Belastungsfaktoren wie steigende Kosten, intensive Preisaktionen großer Anbieter, starker Wettbewerb im Netz und zunehmende Bürokratie.

Für die kommenden Jahre halten die Teilnehmenden vor allem drei Punkte für entscheidend: klare Positionierung und Spezialisierung, Beratungskompetenz und ein eigenständiges, regional geprägtes Sortiment sowie zusätzliche Angebote wie Service, Events und Erlebnisse im Landen. Mehrwertangebote gelten als wichtiges Instrument zur Kundenbindung, werden aber noch nicht von allen genutzt. Beim Thema Digitalisierung – vom professionellen Online-Auftritt bis zur Verzahnung von Laden und Webshop – sehen viele, vor allem kleinere Betriebe, weiteren Entwicklungsbedarf.  

„Der Weinfachhandel steht vor echten Veränderungen, doch die Ergebnisse zeigen, dass viele Betriebe aktiv an ihrer Zukunft arbeiten. Für uns an der Hochschule Heilbronn ist es wichtig zu verstehen, wie sich die Branche entwickelt – und sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu begleiten“, sagt Professorin Ruth Fleuchaus. „Die Studie macht deutlich, wo Potenziale liegen und wo gezielte Unterstützung nötig ist. Genau hier setzt unsere Lehre und Forschung an. Michael Pleitgen, Projektleiter der Studie und Lehrbeauftragter für Weinhandelsmanagement an der HHN ergänzt: „Oft wird über den Weinhandel gemutmaßt. In dieser Studie kommen die Weinfachhändler*innen selbst zu Wort.“ 

Der Studiengang begleitet den Weinfachhandel bereits seit 2012 mit Projekten und Veranstaltungen. Der bis 2022 jährlich stattfindende Weinfachhandelstag hat sich als Treffpunkt etabliert. Mit der aktuellen Studie setzt die Hochschule Heilbronn diesen Austausch in neuer Form fort.

Die publizierte Studie ist abrufbar unter:

Ansprechpersonen

Prof. Dr. Ruth Fleuchaus
Prof. Dr. Ruth Fleuchaus
Prorektorin ​Internationales und Diversität, Professorin im Studiengang Weinmarketing und Management
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik

Die Hochschule Heilbronn (HHN) ist eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60 zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt. Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende zudem beim Lebensziel Unternehmertum.

Zeitungsstapel

Medieninformationen

    Hier finden Sie alle Pressemitteilungen des laufenden Jahres der Hochschule Heilbronn.

    Zur News
    Studierende sitzen mit Getränken an einem Tisch und arbeiten gemeinsam an Laptops

    News for Students

    • Praxisnah
    • Forschungsstark
    • Vielfältig

    Hier erfahren Sie, was an der HHN alles los ist.

    Zur News

    Aktuelle Artikel

    Internationale Auszeichnung für HHN-Forschung zur Zukunft der digitalen Authentifizierung
    Großer Erfolg für die Hochschule Heilbronn: Eine Studie zur Sicherheit digitaler Zugangsschlüssel wurde beim renommierten USENIX Security Symposium 2026 ausgezeichnet. Die Forschenden zeigen, dass viele Webseiten die neue Technologie noch nicht sicher genug einsetzen – und liefern zugleich kostenlose Werkzeuge zur Verbesserung.
    Auf einem Tisch steht eine Flasche aquaRömer Mineralwasser.
    Erfrischend regional: Hochschule Heilbronn und aquaRömer setzen Zusammenarbeit fort
    Die Hochschule Heilbronn und aquaRömer setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Seit 2023 verbindet beide Partner die gemeinsame Verantwortung für Bildung, Wissenschaft und nachhaltige Entwicklung. aquaRömer sorgt an der HHN für einen konzentrierten und lebendigen Hochschulalltag – und stärkt damit die Region Heilbronn.
    IAT zu Besuch im Reallabor Longboarding
    Leipziger Spitzensport-Forschungsinstitut besucht Longboard-Labor der Hochschule Heilbronn
    Longboard Dancing & Freestyle wird erstmals wissenschaftlich systematisch an Hochschule Heilbronn erforscht und ist ein Pionierort für Forschung, Training und KI-Trickerkennung. Die Führung des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig informierte sich über die Heilbronner Forschung und Transfermöglichkeiten in den Spitzensport.