Eine Rednerin an einem Stehpult auf einer Bühne, vor ihr eine Menschenmenge

Deutscher Weinbauverband tagt an Hochschule Heilbronn

Die Winzer*innen des Deutschen Weinbauverbands haben sich am TechCampus der HHN getroffen. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Verbandes wurde lebhaft über die Herausforderungen und Interessen der Berufsgruppe diskutiert.
red|19.06.2026

Deutscher Weinbauverband tagt an Hochschule Heilbronn

Heilbronn, Juni 2026. Die Öffentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Weinbauverbands (DWV) fand in diesem Jahr am 18. Juni am TechCampus der Hochschule Heilbronn (HHN) statt. Der diesjährige thematische Schwerpunkt war die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie ihre Bedeutung für die Zukunft des Weinbaus in Europa.

Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam die anstehenden Herausforderungen für den Weinbau im Rahmen der GAP zu beleuchten und rechtliche Lösungsansätze zu diskutieren – sowohl mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe, als auch in Bezug auf die Förderung des Nachwuchses.

Ruth Fleuchaus, Prorektorin der HHN und Professorin im Studiengang Weinmarketing und Management, begrüßte die Teilnehmenden in der Aula am TechCampus. „Heilbronn ist der ideale Ort für die Mitgliederversammlung des DWV“, sagte sie in ihrem Grußwort. „Im Herzen der Weinbauregion Württemberg diskutieren wir heute an der Hochschule Heilbronn über zentrale Herausforderungen der deutschen Weinbranche und Pläne für die Zukunft.“

Fachvorträge von Vertreter*innen aus der Weinbranche und der Agrarpolitik lieferten hierfür wichtige Impulse und regten zu Diskussionen an. Erstmals nahm auch die neue baden-württembergische Landwirtschaftsministerin Marion Gentges an einer Veranstaltung des DWV teil.

DWV-Präsident Klaus Schneider bilanzierte in seiner jährlichen Rede, dass sich der deutsche Weinbau „weiterhin in einer anspruchsvollen Phase“ befände. Zugleich sei „auf nationaler und europäischer Ebene eine zunehmende Bereitschaft, gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen“, etwa bei der GAP nach 2027, dem Geo- und Pflanzenschutz und Fragen der Marktstabilisierung, wahrzunehmen. Nun komme es darauf an, die angekündigten Regelungen rasch in die Praxis zu überführen.

Schneider nutzte die Gelegenheit, um die Kernforderungen des DWV zu präsentieren, die sich unter anderem auf die nationale Umsetzung der europäischen Geoschutzreform, wirksame Kriseninstrumentedie Weiterentwicklung des Weinrechts auf nationaler Ebene sowie einen funktionsfähigen und modernen Pflanzenschutz beziehen.
Ein besonderes Zukunftsthema bleibt der Einsatz von Drohnen im Pflanzenschutz, was gerade in Steillagen erhebliche Vorteile für Arbeitssicherheit, Umwelt- und Ressourcenschutz bietet.

In summa sieht der DWV trotz vielfältiger Herausforderungen auf nationaler wie auf europäischer Ebene derzeit zahlreiche positive Signale für den Weinbau. Die jährliche Mitgliederversammlung dient in diesem Sinn der Vergegenwärtigung bestehender Probleme, aber auch und vor allem der gemeinschaftlichen Rückversicherung, dass lösungsorientierte Dialoge und daraus folgendes praxisgerechtes Handeln der beste und einzige Weg für den zukünftigen Weinbau sind.

Über den DWV

Der Deutsche Weinbauverband e.V., kurz DWV, ist die Berufsorganisation der deutschen Winzer*innen. Er vertritt die Gesamtinteressen seiner Mitglieder gegenüber internationalen und nationalen Institutionen und Organisationen und setzt sich dafür ein, die beruflichen Belange der deutschen Winzerschaft zu wahren und zu fördern.