Management im Sozial Management-Studium: Inhalte und Kompetenzen
Im Management-Anteil des Studiums lernen Sie Betriebswirtschaft, Führung und Organisation sozialer Einrichtungen sowie Projektmanagement im Sozialwesen.
Kurz erklärt
Der Management-Bereich vermittelt wirtschaftliche und organisatorische Grundlagen für Führungsaufgaben im Sozialwesen.
Warum Managementkompetenzen im Sozialwesen entscheidend sind
Erfolgreiche soziale Organisationen brauchen mehr als Engagement: Gefragt sind fundierte Managementkompetenzen. Denn Management umfasst weit mehr als nur Führung – es verbindet Planung, Organisation und strategisches Handeln.
Budget, Personal und Materialien effizient planen und steuern
Prozesse optimieren, Ziele definieren, Evaluationen durchführen
Klar kommunizieren, motivieren, führen und Konflikte konstruktiv lösen
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Schnittstellen effektiv koordinieren
Langfristig planen, Risiken einschätzen, rechtliche Vorgaben einhalten
Bedarfe verstehen, partizipativ entscheiden, transparent agieren
Digitale Tools sinnvoll nutzen und Veränderungsprozesse professionell begleiten
Kurz gesagt: Gute Managementkompetenzen schaffen stabile Strukturen, sichern Qualität und machen soziale Dienstleistungen wirksam und zukunftsfähig.
Studieninhalte: Was lernt man im Bereich Management?
Der Management-Anteil des Studiums vermittelt Kenntnisse, um soziale Organisationen wirtschaftlich und strategisch zu steuern.

Inhalte des Managements in MaPS:
- Grundlagen aus BWL und VWL
- zentralen Managementkompetenzen
- betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten: Kostenrechnung, Controlling, Qualitätsmanagement
- Entwicklung von Strategien: anhand Modulen wie Marketing, HRM, Unternehmenssimulationen
- Internationale und interkulturelle Perspektiven einbeziehen: So entwickeln Sie ein zukunftsorientiertes Kompetenzprofil, das Fachwissen mit Verantwortung verbindet.
Ziel des Management-Anteils
Sie lernen, soziale Einrichtungen effizient zu organisieren und wirtschaftlich zu führen, ohne den sozialen Auftrag aus dem Blick zu verlieren.
Mehr zum Studiengang „Management und angewandte Psychologie im Sozialwesen“
Praxisnahe Lehrmethoden
Anwendungsorientiertes Lernen steht im Mittelpunkt. Studierende profitieren von:
Case Studies & Unternehmenssimulationen
Praxisprojekte mit realen Auftraggebern
Rollenspiele & erfahrungsorientierte Workshops
Marketing- und HRM-Labs
Interkulturelle Trainings & internationale Szenarien
Diese Methoden erleichtern den Transfer von Theorie in berufliche Kontexte.
Verbindung von Management, angewandter Psychologie und Sozialwesen
Der Studiengang kombiniert Management, Psychologie und Soziales – weil moderne Organisationen Fach- und Führungskräfte brauchen, die wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, menschliches Verhalten einschätzen können und die Besonderheiten des Sozialwesens kennen.
Lehrinhalte der einzelnen Kompetenzen

Alle drei Bereiche sind durchgängig integriert – ohne Schwerpunktwahl.
Die Vorteile dieser Kombination:
Wirtschaftliche, psychologische und soziale Perspektiven werden verbunden.
... durch Motivations‑ und Kommunikationskompetenzen
Managementwissen wird direkt im sozialen Kontext angewendet.
Gute Vorbereitung auf komplexe Herausforderungen im Sozialwesen.
Ein gefragtes Kompetenzprofil für moderne soziale Organisationen.
Management in der Praxis: Einsatzfelder
Der MaPS-Studiengang richtet sich an alle, die soziale Verantwortung mit professioneller Führung verbinden möchten.
Mögliche Einsatzfelder für MaPS‑Absolvent*innen:
- Einrichtungsleitung
- Team- und Bereichsleitung
- Koordination sozialer Dienste
- Qualitäts-, Organisations- und Prozessmanagement
- Personalmanagement
- Personalentwicklung, Fortbildungsplanung
- Recruiting und Eignungsdiagnostik
- Mitarbeitendenbetreuung, Coaching
- Sozialplanung in Kommunen
- Steuerung sozialer Dienstleistungen
- Projektmanagement
- Controlling und Wirkungsorientierung
- Social Marketing
- Fundraising und Drittmittelakquise
- Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
- Internationale NGOs
- Migration, Vielfalt & Integration
- Entwicklungszusammenarbeit

Der Studiengang eignet sich für Menschen, die soziale Angebote aktiv mitgestalten und weiterentwickeln möchten.
Karrierechancen mit der Kompetenz Management
Absolvent*innen mit dem Fokus Management im Studium MaPS haben exzellente Berufsaussichten, da Fachkräfte gefragt sind, die Managementkompetenz mit psychologischem Wissen verbinden.
- Hohe Nachfrage im Sozial- und Gesundheitswesen: Demografische Entwicklungen, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Organisationen führen zu einem wachsenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden
- Breite Einsatzmöglichkeiten
- Attraktive Perspektiven für den Aufstieg: Das Studium qualifiziert für verantwortungsvolle Positionen mit Entwicklungspotenzial
- Gute Basis für weitere Qualifikationen: Masterstudium oder Zusatzqualifikationen
Relevante Module für den Bereich Management
Grundlagen BWL
Grundlagen VWL
Work & Study Skills
Rechnungswesen
Recht
Methoden
Marketing
Human Ressource Management
Nachhaltige Unternehmensführung und Unternehmensethik
Finanzmanagement
Unternehmenssimulation
Internationale & interkul-
turelle Aspekte
Theorie-Praxisprojekte Management und Social Entrepreneurship
Wahlpflichtfächer
Im Studienverlaufsplan finden Sie eine kompakte Übersicht über alle Module und Semester des Studienganges. Im Modulhandbuch finden Sie die inhaltliche Beschreibung aller Module von MaPS.
Häufige Fragen (FAQ)

Im Management-Teil des Studiums erwerben Sie betriebswirtschaftliche Grundlagen, die speziell auf den Einsatz in sozialen Organisationen ausgerichtet sind. Dazu gehören BWL, VWL, Marketing, Rechnungswesen und Recht im Grundstudium sowie Controlling, Human Resource Management, Finanzmanagement und nachhaltige Unternehmensführung im weiteren Studienverlauf. Im Vertiefungsstudium kommen Themen wie Controlling und Steuern in Sozialorganisationen sowie Social Marketing und Fundraising hinzu – Inhalte, die so nur an der Schnittstelle von Wirtschaft und Sozialwesen relevant sind.
BWL vermittelt allgemeine betriebswirtschaftliche Kenntnisse für Unternehmen mit Gewinnorientierung. Sozialmanagement wendet diese Kenntnisse auf soziale Einrichtungen und gemeinnützige Organisationen an – mit dem Unterschied, dass hier nicht Profit, sondern gesellschaftlicher Nutzen im Vordergrund steht. Themen wie Fundraising, Sozialpolitik oder die Steuerung von Wohlfahrtsverbänden sind klassische BWL-Inhalte, die im Sozialmanagement einen ganz eigenen Rahmen bekommen. Im Studiengang MaPS wird genau diese Verbindung praxisnah vermittelt.
Absolvent*innen übernehmen koordinierende und leitende Aufgaben in sozialen Einrichtungen, NGOs, Kommunen oder gemeinnützigen Organisationen. Typische Tätigkeiten sind Projektleitung, Personalentwicklung, Einrichtungsleitung oder die Steuerung von Change-Prozessen. Wer lieber in der freien Wirtschaft arbeiten möchte, findet mit dem Management-Wissen aus MaPS auch Einstiegsmöglichkeiten in HR-Abteilungen mittelständischer Unternehmen.
Mit einem Abschluss in MaPS und entsprechender Berufserfahrung qualifizieren Sie sich für Positionen wie Einrichtungsleitung, Bereichsleitung in Wohlfahrtsverbänden, Projektleitung in NGOs oder Teamleitung in sozialen Organisationen. Diese Rollen erfordern genau die Kombination, die MaPS vermittelt: betriebswirtschaftliches Denken, psychologisches Verständnis für Menschen und Teams sowie Kenntnisse der Strukturen sozialer Organisationen.
Ja – der Sozial- und Gesundheitssektor zählt zu den wachstumsstärksten Arbeitsfeldern in Deutschland. Demografischer Wandel, der Ausbau sozialer Infrastruktur und der steigende Bedarf an professionell geführten sozialen Einrichtungen sorgen dafür, dass Fachkräfte mit Managementkompetenz im Sozialbereich langfristig gefragt sind. Wer zusätzlich psychologisches Wissen mitbringt, hebt sich auf dem Arbeitsmarkt deutlich ab.
Ein klassisches BWL-Studium bereitet auf wirtschaftliche Tätigkeiten in gewinnorientierten Unternehmen vor – mit Schwerpunkten wie Finanzen, Marketing oder Controlling. MaPS ergänzt dieses Wirtschaftswissen um angewandte Psychologie und Sozialwesen und richtet es gezielt auf soziale Organisationen aus. Wer also wirtschaftlich denken, aber gleichzeitig gesellschaftlich sinnvoll handeln möchte, findet in MaPS ein klareres Profil als in einem reinen BWL-Studium.
Ja. Der Bachelor of Arts MaPS qualifiziert für verschiedene weiterführende Masterstudiengänge, etwa in Sozialmanagement, Nonprofit-Management, Human Resource Management, Wirtschaftspsychologie oder Public Management. Wer sich nach dem Bachelor stärker in Richtung klassische Betriebswirtschaft spezialisieren möchte, kann je nach Masterprogramm und Hochschule ebenfalls zugelassen werden – abhängig von den jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen.
Grundlegende Mathekenntnisse sind wichtig, aber kein Grund zur Sorge. Im Management-Bereich werden Mathematikkenntnisse vor allem für Statistik, Rechnungswesen, Finanzmanagement und empirische Sozialforschung benötigt – also für Zinsrechnung, Algebra, lineare Gleichungssysteme und das Auswerten von Daten. Tiefes naturwissenschaftliches Vorwissen ist nicht erforderlich. Zu Beginn des Studiums gibt es zudem einen Mathebrückenkurs in der Orientierungsphase, um gut vorbereitet in die Vorlesungen zu starten.
Das verpflichtende Praxissemester im 5. Semester kann sowohl in sozialen Einrichtungen als auch in wirtschaftlichen Organisationen absolviert werden – je nach persönlichem Schwerpunkt. Wer sich stärker im Management-Bereich profilieren möchte, kann das Praxissemester beispielsweise in einer HR-Abteilung, bei einem Wohlfahrtsverband in leitungsnaher Funktion oder in einem Social Start-up ableisten. Auf Wunsch ist auch ein Auslandspraktikum möglich.
Nein – Vorkenntnisse in BWL sind keine Voraussetzung. Das Studium startet mit den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und baut das Wissen systematisch auf. Wichtiger als Vorkenntnisse ist die Bereitschaft, sowohl wirtschaftlich als auch menschlich zu denken – also Interesse an Organisation und Führung genauso wie an Menschen und sozialen Zusammenhängen. Eine abgeschlossene Ausbildung oder ein FSJ im sozialen Bereich kann im Auswahlverfahren zudem positiv berücksichtigt werden.
Weitere FAQs zu Bewerbung und Organisation finden Sie in unseren FAQ zum Studiengang.