Frau mit Tablet im Büro

Die Lern- und Kompetenzberatung der Zentralen Studienberatung kann von Studierenden der Hochschule Heilbronn bei Fragen zum Thema Lernen und zur Organisation des Studiums genutzt werden. In Einzelgesprächen besprechen wir mit Ihnen Strategien, wie Sie Ihr individuelles Potential beim Lernen ausschöpfen können.

TIPP!

Auf dieser Seite finden Sie Lerntipps und verschiedene Dokumente zum Downloaden, die Sie beispielsweise zur Studienorganisation nutzen können.

In unserer Lern- und Kompetenzberatung geht es nicht um die fachliche Vermittlung des Lernstoffs, sondern um Lerntechniken und wie Sie diese effektiv einsetzen können.

Mit welchen Fragen können Sie in die Lernberatung kommen?

  • Ich möchte die Vorlesungen effektiver nutzen. Wie kann ich mehr für mich mitnehmen?
  • Meine Leistungen entsprechen nicht meinen Erwartungen. Wie kann ich mich besser auf das Lernen konzentrieren?
  • Es läuft bei mir gut, aber wie kann ich mich noch verbessern?
  • Ich schiebe das Lernen bis zur letzten Minute auf. Wie kann ich mich besser organisieren?
  • Wie kann ich mein Lernverhalten optimieren?

Folgende Themen können außerdem bei der Beratung angesprochen werden:

  • Zeitmanagement
  • Motivation
  • Umgang mit Stress
  • Prüfungsstrategien
  • Lernblockaden
  • Leichte Prüfungsängste
Unsere Lerntipps zur Prüfungsvorbereitung
Diagramm: Y-Achse: Erinerungsvermögen. X-Achse: Zeit in Minuten und Tage. Eine Kurve die zu Beginn kontinuierlich im gleichmäßigen Rhytmus sinkt.

Wussten Sie, dass Sie nach 20 Minuten schon 60% Ihres erst mühsam Gelernten wieder vergessen haben?

Gerade in der Prüfungsintensivphase, 2 Wochen vor den Prüfungen, versuchen wir möglichst viel Stoff in kurzer Zeit zu lernen; das sogenannte „Bulimielernen“ vor einer Prüfung. Dafür wird viel Energie und Mühe investiert. Damit Sie Ihr Lernen stressfreier und nachhaltiger gestalten können, haben wir auf unserer Homepage einen Langzeitlernplan für Sie bereitgestellt. Sie können ihn hier unten downloaden.

Er dient dazu, dass Sie Ihren Lernstoff erst einmal pro Prüfungsfach in Themen unterteilen, um der immensen Prüfungsfülle Herr zu werden und einen Überblick zu bekommen. Deshalb sollte im Optimalfall schon zu Anfang des Semesters mit dem Strukturieren und Bearbeiten des Stoffs angefangen werden, damit Sie im zweiten Schritt - den „Wiederholungsphasen“ - das Gelernte in gewissen Zeitabschnitten wiederholen können. Es erfordert zu Beginn etwas mehr Arbeit; auf diese Weise vergessen Sie aber weniger und haben dafür weniger Stress in den letzten Wochen vor der Prüfung, weil der Lernstoff durch das häufige Wiederholen schon in Ihr Langzeitgedächtnis gewandert ist und nicht mehr so schnell vergessen wird. Das gibt Ihnen auch ein gutes Gefühl und Sie starten gut vorbereitet in die Prüfung.

Die Zentrale Studienberatung wünscht Ihnen bei der Umsetzung Ihres Lerntipps viel Erfolg.

Dateien zum downloaden

Wann kann ich am besten lernen?
Bin ich ein Frühaufsteher oder ein Langschläfer?

Damit Sie sich einen Tages- und Wochenplan erstellen können, ist es zu Beginn sinnvoll, dass Sie sich kurz über Ihren Tagesablauf und Biorhythmus Gedanken machen. Sind Sie jemand, der morgens zeitig wach und fit ist oder schlafen Sie morgens länger, laufen dafür aber am Abend noch einmal zur Hochform auf? Die Grafik (s.o.) veranschaulicht, wie unterschiedlich die Phasen der Konzentration und Problemlösefähigkeit je nach Typ über den Tag verteilt liegen können. Sicherlich haben Sie auch schon bemerkt, zu welchen Zeiten Sie sich voll auf anspruchsvolle Themen konzentrieren können und wann das gar nicht gelingt. Versuchen Sie doch einmal, diese Phasen in Ihrer Tagesplanung zu berücksichtigen und sich die intensiven Lernphasen mit schwierigen Inhalten in die Zeiten Ihrer höchsten Konzentration zu legen. Die Phasen des Konzentrationsmangels dagegen lassen sich gut füllen mit Tätigkeiten wie kochen, einkaufen, putzen oder Freizeitaktivitäten.

Wie erstelle ich einen Wochenplan?
Wenn Sie sich einen Lernplan für die Woche erstellen möchten, tragen Sie zu Beginn feste Termine wie Lehrveranstaltungen der Hochschule, aber auch Sporttermine oder Ihren Nebenjob sowie Fahrtzeiten ein. Auch Freizeitaktivitäten sollten unbedingt berücksichtigt werden, damit Sie einen guten Ausgleich zum Lernen haben und motiviert bleiben. Die verbleibenden Zeitfenster füllen Sie nun mit Lerneinheiten, in denen Sie sich auf Ihre Prüfungen vorbereiten und Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten.

Wie sehen diese Lerneinheiten aus?
Wichtig für ein gutes Abspeichern Ihres Lernstoffes ist folgendes Rezept: kurze Lerneinheiten mit anschließender Pause (vgl. Karsten, Gunther, 2012, S. 123ff), das bedeutet:

- 30-45 Minuten lernen - 5 Minuten Pause,
- 30-45 Minuten lernen - 5 Minuten Pause,
- 30-45 Minuten lernen - 10 Minuten Pause usw.

Nach mehreren Lerneinheiten sollten Sie eine längere Pause machen. Das Gehirn braucht Pausen, um Gelerntes abzuspeichern; Sie lernen also tatsächlich effektiver, wenn Sie regelmäßig Ihre „kreative Auszeit“ nehmen. Schalten Sie in der Pause richtig ab, stehen Sie auf, strecken Sie sich und laufen Sie herum. Frische Luft tut ebenfalls sehr gut. So bleiben Sie beim Lernen länger leistungsfähig und fühlen sich nicht so schnell ausgelaugt.

Der Spruch „wir lernen im Schlaf“ ist übrigens wissenschaftlich erwiesen. Tatsächlich speichert unser Gehirn in der Tiefschlafphase neue Informationen und verknüpft sie mit vorhandenen. Ein regelmäßiger und tiefer Schlaf ist also ein wichtiger Teil des Lernens. Wer vor dem Einschlafen noch einmal konzentriert wichtige Inhalte des Tages durchliest, gibt seinem Gehirn das Zeichen, dass dies Inhalte zum Abzuspeichern sind. Dafür genügen 10-15 Minuten (vgl. Karsten, Gunther, 2012, S. 57ff).

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Behaltenskurve

Quelle: https://karrierebibel.de/behaltenskurve/ [01.07.2020]

Sie wundern sich nach der Vorlesung, warum Sie sich doch nicht alles merken konnten oder weshalb Sie die Inhalte aus Ihrem Skript schon wieder vergessen haben, obwohl Sie es gerade erst durchgelesen haben?

Das liegt daran, dass Sie den Lernstoff mit nur ein bis zwei Sinneskanälen aufgenommen haben. In der Vorlesung sitzen Sie und hören dem Professor zu; hier wird vor allem der auditive Sinneskanal (Hören) betätigt. Zu Hause lesen Sie ein Skript; hier wird vorrangig der visuelle Sinneskanal benutzt (Sehen).

Forscher*innen haben aber herausgefunden, dass der Lernstoff besser im Gehirn verarbeitet, vernetzt und somit auch besser verstanden und gemerkt wird, wenn möglichst viele Kanäle miteinbezogen werden.

Im obigen Diagramm sehen Sie dies sehr gut veranschaulicht. Die wenigsten Lernerfolge erreichen Sie, wenn Sie den Lernstoff nur hören. Deshalb ist es wichtig sich in der Vorlesung Notizen zu machen oder einzelne Schlagworte im Script zu markieren. Wenn Sie sich im Nachgang an die Vorlesung die Inhalte gegenseitig oder selbst erläutern, haben Sie zusätzlich den sprachlichen Kanal verwendet.

Weitere Tipps zum mehrkanaligem Lernen:

- Mindmaps zum Thema erstellen

- Karteikarten beschriften und laut aufsagen

- Sprachaufnahmen machen und immer wieder anhören

- Skripte zusammenfassen

- Inhalte mit Bildern, Skizzen und Farben ergänzen

- Bewegung beim Lernen z.B. im Zimmer herumlaufen

Lernen ist sehr individuell. Finden Sie heraus, welche Methoden am besten zu Ihnen passen. Sicher haben Sie bereits festgestellt, wie Sie am besten lernen können. Nutzen Sie dieses Wissen und fügen Sie weitere Sinneskanäle dazu, um die Inhalte noch besser zu verankern!

Lerntipp 4 Motivation

Sie lernen seit mehreren Wochen für Ihre Prüfungen und langsam geht Ihre Motivation in den Keller? Wir stellen Ihnen ein paar Möglichkeiten vor, mit denen Sie sich wieder motivieren und das Lernen auch bis zur letzten Prüfung durchhalten können.

  • Erfolge sichtbar machen

Es macht stolz, wenn man sieht, wie viel man schon geschafft hat. Um das anschaulich zu machen, können Sie sich Ihre Themenliste für die Prüfungen einmal betrachten: Welche Inhalte haben Sie bereits gelernt? Diese können abgehakt oder auch durchgestrichen werden; je nachdem, ob Sie diese noch wiederholen müssen. Deutlich machen, was Sie bereits alles gelernt haben, gibt auf jeden Fall ein gutes Gefühl und motiviert dranzubleiben.

Wenn Sie sich Ihren Lerntag in kurze Lerneinheiten von jeweils 30-45 Minuten einteilen, können Sie für jede erledigte Lerneinheit einen Notizzettel zerknüllen und in einem Gefäß sammeln oder dies mit anderen Gegenständen oder Strichen anschaulich machen. Das zeigt Ihnen, wie viel Sie schon geleistet haben.

  • Gönnen Sie sich Belohnungen!

Jeder kann selbst am besten einschätzen, mit was er sich am liebsten belohnen würde. Die einen gönnen sich etwas Süßes, die anderen treffen sich mit Freunden oder treiben Sport. Wenn Sie sich selbst einen schönen Anreiz schaffen, fällt es leichter beim Lernen am Ball zu bleiben.

  • Auch Pausen sind wichtig
Teilen Sie sich Ihren Lerntag in kurze Lerneinheiten ein und machen Sie dazwischen kurze Pausen von mind. 5 Minuten, die nach mehreren Lerneinheiten länger werden sollten. Haben Sie in dieser Form 3-4 Stunden gelernt, planen Sie sich eine große Pause ein, die gern 1,5–2 Stunden dauern kann. Pausen sind wichtig, damit Ihr Gehirn die gelernten Inhalte gut abspeichern kann. Lernen Sie dagegen stundenlang am Stück, behalten Sie nur einen Bruchteil. 

  • Mal anders

Immer der gleiche Trott in Ihrem Lernalltag? Verändern Sie Kleinigkeiten! Gehen Sie in Ihrer Pause an die frische Luft  oder lernen Sie mal an einem anderen Platz. Bei gutem Wetter kann man auch mal den Lernort nach draußen verlegen, z.B. mit der Decke auf eine Wiese.

  • Gemeinsam durchhalten

Auch bei Ihren Kommilitonen geht die Motivation in den Keller. Gemeinsam lernen kann eine motivierende Abwechslung sein. Gleichzeitig kann es helfen, Inhalte durch gegenseitiges Abfragen zu festigen oder Unterstützung bei offenen Fragen zu bekommen. Da öffentliche Lernräume in Bibliotheken aktuell nicht genutzt werden können, kann man als Lerngruppe alternativ auch draußen mit Abstand lernen oder Fragestellungen am Telefon besprechen.

Unsere Veranstaltungstipps zu Lernthemen

Hier finden Sie eine Auswahl verschiedener Veranstaltungen zum Thema Lernen (z.B.: Lernen ohne vergessen, Lerntechniken und Prüfungsangst). Diese werden von der Zentralen Studienberatung der HHN angeboten. Wir teilen aber auch externe Veranstaltungen in dieser Rubrik, welche wir als empfehlenswert erachten.

Beratungstermin

Mit dem Team der Zentralen Studienberatung können Sie weitere Themen besprechen, wie:


Für vertiefende Einzelberatungsgespräche empfehlen wir, einen Termin zu vereinbaren. Termine können Sie telefonisch, per E-Mail, persönlich oder über unser Online-Terminbuchungssystem ausmachen.

Fachstudienberatung

Wenn Sie sich bereits für einen bestimmten Studiengang entschieden haben und noch Detailfragen hierzu haben oder ergänzend zur Lern- und Kompetenzberatung können Sie bei fachbezogenen Fragen (z.B. Planung und Besprechung Ihres individuellen Studienverlaufs) eine Beratung bei der Fachstudienberatung der Studiengänge in Anspruch nehmen.

Ansprechpartner*innen