Künstliche Intelligenz beeinflusst, welche Informationen wir sehen, wie Entscheidungen getroffen werden und zunehmend auch, wie wir arbeiten und leben. Darum sollten wir fragen: Welche Welt wollen wir mit KI gestalten. Und für wen? Eine feministische Perspektive auf KI richtet den Blick darauf, wessen Erfahrungen und Lebensrealitäten in Technologien einfließen, wer mitgedacht wird und wer bislang außen vor bleibt.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur großen Ausstellung „Versäumte Bilder“, die an der HHN Station macht, widmet sich der Abend dem Status quo und den Zukunftsperspektiven feministischer KI. In einer Keynote gibt Autorin Dr. Eva Gengler Einblicke in einen inklusiveren Ansatz von KI und zeigt, welche Bedeutung feministische und intersektionale Perspektiven (also unterschiedliche, miteinander verbundene Erfahrungen und Lebensrealitäten) für die Entwicklung und Nutzung von KI haben können.
Im Anschluss diskutieren Dr. Gengler und Prof. Nicola Marsden, Professorin für Sozioinformatik an der HHN, darüber, warum wir KI nicht nur als technische Entwicklung, sondern auch als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe betrachten sollten.
Vor und nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Versäumte Bilder“ zu begehen.
Einlass: 17:30 Uhr
Beginn: 18:00 Uhr
Doktorin Eva Gengler, ©Helena Henkel

Professorin Nicola Marsden
Über Doktorin Eva Gengler
Dr. rer. pol. Eva Gengler ist Wirtschaftsinformatikerin und forscht intersektional-feministisch an der Schnittstelle von Macht und Künstlicher Intelligenz. Als Autorin, Speakerin und Co-Founderin der feminist AI Community sowie von enableYou engagiert sie sich für eine gerechte und verantwortliche Technologiegestaltung. 2025 wurde sie für den Brigitte Award in der Kategorie Future Economy nominiert. Ihre Perspektiven wurden u. a. in Interviews mit ZDF, 3sat und Deutschlandfunk vorgestellt.
Über Professorin Nicola Marsden
Nicola Marsden ist Forschungsprofessorin für Sozioinformatik an der Hochschule Heilbronn und forscht inter- und transdisziplinär, oft in Reallaborsettings oder partizipativen Gestaltungsprozessen. Sie ist Expertin für Gender und IT, z. B. für den 3. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, auf EU-Ebene für ERAC SWG-GRI und für die Deutsche UNESCO-Kommission für KI und Gender. Sie leitet die Forschungseinheit Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften im Promotionsverband Baden-Württemberg und ist stellvertretende Vorsitzende des bundesweiten Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit.
Die Anmeldung über eveeno wird bald geöffnet.
Ausstellung "Versäumte Bilder" - Wissenschaftlerinnen und Pionierinnen mit KI sichtbar machen
Vom 12. November bis zum 18. Dezember 2026 ist die HHN Gastgeberin der Wanderausstellung „Versäumte Bilder", die als Teil des Metavorhabens "Innovative Frauen im Fokus" vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird.

©BMBF/Hans-Joachim Rickel


