12.02.2026, 3 Min. Lesezeit

Relativistische Geometrie trifft auf HIV-1-Monitoring

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Ein Forschungsteam der Hochschule Heilbronn um Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. habil. Javier Villalba-Diez hat einen Beitrag in Scientific Reports platziert. Der Artikel „Relativistic Triangle–Curvature Computing for Federated HIV-1 Protein-Sequence Monitoring“ überträgt zentrale mathematische Konzepte aus der Grundlagenarbeit zur Triangulated Relativistic Quantum Computation (TRQC) in eine konkrete Anwendung für die medizinische Informatik.

Im Mittelpunkt steht das sogenannte föderierte Lernen: Daten verbleiben an den jeweiligen Standorten – etwa Kliniken oder Forschungseinrichtungen – und werden nicht zentral gespeichert. Stattdessen werden lediglich Modellinformationen ausgetauscht. Das erhöht den Datenschutz und ermöglicht dennoch standortübergreifende Analysen. 


Anwendung auf HIV-1-Proteinsequenzen 

Die Methode wurde anhand von 173.750 HIV-1-Aminosäuresequenzen (9 Proteine; LANL-Korpus) untersucht. Ziel war es, Proteinmuster zuverlässig zu erkennen und zu gruppieren, ohne sensible Rohdaten zwischen den Standorten zu teilen. Die Ergebnisse zeigen eine sehr klare Trennung der Proteincluster bei gleichzeitig geringem Kommunikationsaufwand. Damit demonstriert die Arbeit, wie relativistisch inspirierte Geometriekonzepte in eine skalierbare Pipeline für die digitale Gesundheitsforschung überführt werden können. 


Bedeutung für Digitale Lifeworlds & Health 


Die Veröffentlichung verdeutlicht den Transfer von mathematischer Grundlagenforschung in praxisnahe KI-Architekturen. Mögliche Anwendungsfelder reichen von föderiertem Pathogen-Monitoring bis hin zu datenschutzkonformer Analyse in klinischen Netzwerken.
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