Wie begegnen wir Künstlicher Intelligenz – als Maschine, Werkzeug oder Gegenüber? Die Ausstellung „Hat KI ein Gesicht?“ richtet den Blick weniger auf die Technologie selbst als auf unsere eigenen Erwartungen, Ängste und Vorstellungen. Denn letztlich gilt: Nicht die Maschine sieht uns. Wir sehen uns selbst durch sie.
Fotografische Collagen und traditionelle Radierungen treten in einen Dialog zwischen digitaler Gegenwart und analoger Vergangenheit. Die Begriffe Trust, Truth, Bias und Doubt verweisen dabei auf zentrale Fragen: Wem vertrauen wir? Was gilt als Wahrheit? Und welche Perspektiven bleiben verborgen?
Die Ausstellung gibt keine fertigen Antworten. Vielmehr eröffnet sie einen Raum für Reflexion und neue Perspektiven. Sie lädt dazu ein, sich mit den eigenen Vorstellungen von Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen und zu entdecken, dass das vermeintliche Gesicht der KI vor allem eines zeigt: unsere eigenen Bilder von der Welt.
Ausstellung
Über den Künstler
Martin Weis ist Künstler und Gestalter. Sein Weg zur Kunst verlief nicht geradlinig: Nach einer kaufmännischen Ausbildung entschied er sich für einen bewussten Neuanfang und begann im Alter von 27 Jahren ein Kunststudium. In der künstlerischen Arbeit fand er ein Instrument, um seinen Fragen nachzugehen, neue Perspektiven zu entwickeln und eigene Sichtweisen auszudrücken.
1960 in Unterfranken geboren und in Metzingen aufgewachsen, lebt und arbeitet Martin Weis heute in Schwäbisch Hall.

Bildrecht: Sina Wolbert


