Studyweek
In den vergangenen Jahren wurden durch das Angebot im Rahmen des Wahlfachs "Intercultural Study Week" viele beeindruckende Erfahrungen gesammelt und lehrreiche Reisen mit den Studierenden unternommen. Die "Intercultural Study Week“ ermöglicht es im Rahmen des Studiums interkulturelle Erfahrungen zu machen, die Arbeitsweise an Hochschulen und Unternehmen im Ausland kennenzulernen, die Sprechkenntnisse praktisch und in einem professionellen Umfeld anzuwenden und sich mit den dortigen Dozent*innen und Studierenden auszutauschen. Dabei arbeiten wir eng mit der Fakultät für Wirtschaft (WI, früher W1) zusammen und veranstalten die meisten der Studienwochen gemeinsam. Firmenbesuche, Seminare und kulturelle Veranstaltungen sind in die Touren integriert.
Seit 2022 erweitern wir das Angebot um ein COIL (Collaborative Online International Learning). Studierende aus den Fakultäten TE und WI arbeiten gemeinsam über mehrere Wochen mit Studierenden einer Partnerhochschule an einem Projekt. 2022 wurde dies durch den DAAD finanziert.
Die "Intercultural Study Week“ findet für gewöhnlich an wechselnden Partnerhochschulen der HHN im Ausland statt.
Ansprechpartner*in













Die Studyweek 2024 führte uns Anfang Dezember nach Mexiko, genauer gesagt an unsere Partnerhochschule „Universidad de las Américas Puebla“ und zudem noch nach Mexiko-Stadt. Teilgenommen haben 15 Masterstudierende aus der Fakultät Technik, die Professoren Ansgar Meroth und Marc Wettlaufer, wie auch Marion Strattner. Finanzielle Unterstützung erfuhren wir dankenswerterweise durch die Sparkassenförderung, Qualitätssicherungs- und Haushaltsmittel und den von den Studierenden geleisteten Eigenanteil.
Bevor wir die Reise antraten, wurden bereits diverse online Veranstaltungen zwischen den gemischten mexikanisch-deutschen Gruppen abgehalten. Es wurde die Aufgabe ausgegeben, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN SDGs) in Bezug auf die Herangehensweise bzw. der bestehenden Problematik beider Länder zu betrachten. Konkret sollten die gemischten Teams die drei Ziele 7 (Bezahlbare und saubere Energie), 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) untersuchen.
Hier ein kurzer Einblick in die Aktivitäten während unseres Aufenthalts:
- Sonntag: Besuch der weltgrößten Pyramide in Cholula und Stadtrundgang in Puebla
- Montag: Besuch von T-Systems und Bearbeitung der Präsentation
- Dienstag: Besuch von Benteler und Bearbeitung der Präsentation
- Mittwoch: Besuch von OPMobility und Abschlusspräsentation
- Donnerstag: Besuch der Deutschen Botschaft in Mexiko-Stadt und der Deutschen Auslandshandelskammer
- Freitag: Besuch bei Siemens und der Zweigstelle des Deutschen Akademischen Austauschdiensts
Schlussendlich lässt sich sagen, dass es eine sehr ereignisreiche, informative und interessante Exkursion an unsere Partnerhochschule und diverse Einrichtungen in Mexiko-Stadt war. Alle Beteiligten waren sehr begeistert und freuten sich über die Möglichkeit dieses internationalen Austauschs.











Im Sommersemester 2023 ging die Studienwoche nach Vietnam zur Partnerhochschule VGU. Als Betreuer waren Prof. Dr.-Ing. Ansgar Meroth, Prof. Dr.-Ing. Peter Ott (beide T1) und Prof. Dr. Bettina Merlin (WV) mit von der Partie, sowie Syuan Ying Chen von WV. Die Reise wurde teilweise durch den DAAD finanziert, weil Ansgar Meroth noch einige Zeit für die Abschlussverhandlungen zum Double Degree benötigte und mit Mitteln der Kreissparkasse Heilbronn unterstützt. Der Rest wurde durch Fakultäts- und Qualitätssicherungsmittel ( letztere nur T1) finanziert.
Die Studierenden bezahlten einen angemessenen Eigenanteil.
Im Vorfeld wurde ein COIL durchgeführt, bei dem 9 WV Studierende, 8 T1 Studierende, 6 VGU Studierende teilnahmen. Themen waren:
- Mobile Kühlhäuser für Lebensmittelmärkte
- Fahrradverleih-App
- Modulares Farmingkonzept für leerstehende Häuser
- Adaptive Speed-Bumps
- Wasserreinigung für arme Wohnsituationen
- Mülleimer mit IoT zur Optimierung der Leerung
wobei die Aufgabe, die zuvor gestellt wurde, wie folgt lautete: „Finden Sie Konzepte für eine Megacity wie Ho Chi Minh City, die die UN SDG unterstützen“. Hierzu trafen sich die Studierenden online untereinander und in drei plenaren Runden und Reviews mit ihren BetreuerInnen.
Das Programm bestand aus der Fortsetzung des COIL, einem Seminar, einer Besichtigung der VGU, Firmenbesuchen und Ausflügen:
- 4.6. Anreise – manche Studierende von WV waren bereits einige Tage vorher (Pfingstferien) in der Gegend, der Rest reiste via Dubai nach Ho Chi Minh City
- 5.6. Besichtigung des VGU Campus mit Prof. Tomas Benz und seinem Team. Kennenlernrunde und Arbeit am COIL, Gemeinsames Abendessen auf Einladung der VGU.
- 6.6. Arbeit am COIL und Ausflug zu den Cu Chi Tunneln, mit Diskussionen über und um den Krieg
- 7.6. Präsentation der COIL Ergebnisse, Abschied vom Campus und Besuch der Firma Framas
- 8.6. Besuch der Firma Pepperl&Fuchs und Stadtführung mit Wiedervereinigungspalast und War-Museum
- 9.6. Besuch der Firma VSIP (Vietnamese Singapore Industrial Park) und des deutschen Hauses mit der Firma Bosch, bzw. des Bosch Entwicklungszentrums in E-Town
- 10.6. Ausflug zum Mekong-Delta
Insgesamt war es eine volle Woche, mit vielen Lerninhalten, aber auch Spaß und Kennenlernen einer anderen Kultur – hautnah durch die Zusammenarbeit im COIL und die vielen Begegnungen am Rande.



Das Projekt begann durch persönliche Kontakte von Prof. Susanne Wilpers im Rahmen einer Partnersuche für ein COIL (Cooperative Online International Learning) im Rahmen des vom DAAD geförderten Leuchtturmprojekts INVEST PRO3. Durch das verzweigte Netzwerk der HHN konnte die University of Ruanda als Partner gewonnen werden. Innovativ war die Idee, eine Auslandsexkursion mit einem COIL zu verknüpfen. Dabei wurden Gruppen gebildet, die jeweils aus Studierenden der Wirtschaftsfakultät in Heilbronn und ebenso aus der Technikfakultät sowie entsprechenden Mitgliedern aus Ruanda bestanden. Diese Teams hatten knapp zwei Monate Zeit, einen Projektvorschlag für ein Produkt oder eine Dienstleistung in Ruanda zu erarbeiten, das oder die die UNESCO Sustainable Development Goals erfüllt.
Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die Studierenden auf Augenhöhe als ein Team gemeinsam forschen und Lösungen erarbeiten. Inhaltliche Vorgaben wurden nicht gemacht, jedoch gab es detaillierte methodische Vorschläge für die wirtschaftliche Analyse und die technische Herangehensweise an eine Produktinnovation.
Die betreuenden Professorinnen und Professoren, darunter Prof. Susanne Wilpers, Prof. Ansgar Meroth, Prof. Peter Ott, Prof. Jonas Barayandema, Dr. Jean Claude Byungura, Dr. Bernard Munyazikwiye und Dr. Pierre Bakunzibake, begleiteten die Teams online, bis sie sich am 26. Juli 2022 gemeinsam in Kigali auf dem Campus der University of Rwanda trafen. Vier Tage hatten die Studierenden nun Zeit, ihre Vorschläge vor Ort zu verfeinern und die Projektpräsentation vorzubereiten.
Parallel dazu fanden Treffen mit der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Thomas Kurz, statt.
Dort konnten sich die Studierenden ausführlich über die Zusammenarbeit der deutschen Stellen mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in Ruanda informieren, sowie über die Geschichte und die politische Situation des Landes.
Die öffentliche Vorstellung der Projekte, die hauptsächlich zur Erleichterung von Landwirtschaft und öffentlichem Transport beitragen sollen, fand im Kongresszentrum der Universität unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Hochschul- und Fakultätsleitung, der GIZ und von Organisationen rund um diese Branchen statt. Dank eines erfolgreichen ERASMUS+ Antrags, den beide Fakultäten gemeinsam im Rahmen einer konzertierten Aktion aller Auslandsbeauftragten eingereicht haben, stehen für die Folgejahre nun Gelder für den Aufbau einer weiteren Kooperation bereit.
Im anschließenden Kulturteil der Exkursion nahm die deutsche Gruppe am monatlichen Umuganda teil, einem Vormittag, an dem alle Bewohnerinnen und Bewohner eines Dorfes oder eines Stadtviertels zusammenkommen, um Neuigkeiten auszutauschen, Verwaltungsangelegenheiten zu regeln und zum Aufbau der Gemeinde beizutragen. In diesem Fall wurde die Fußgängerzone des Viertels blitzblank geputzt. Weiterhin besuchten die deutschen und ruandischen Studierenden gemeinsam historische Stätten, Museen und den Campus der Universität in Huye, im Süden von Ruanda. Auch die Gedenkstätte zum Genozid des Jahres 1994 stand für die deutsche Gruppe auf dem Programm, in Erinnerung an dunkle Zeiten in diesem nunmehr sehr gastfreundlichen und sauberen Land im Herzen Afrikas.
*Danke an Prof. Dr. Ansgar Meroth für diesen Text
Eine Woche hatten 18 Masterstudierende der Fakultät Wirtschaft und Verkehr und der Fakultät Mechanik und Elektronik Zeit, das Geheimnis von "Made in Vietnam" zu erkunden. Dabei begegnete uns dieses Logo zunehmend nicht nur in Kleidern und Schuhen, sondern auch in Hightech-Produkten, deren Marken oft in Deutschland angesiedelt sind. Die regelmäßige interfakultative Studienwoche führte uns dieses Semester als Teil eines Kooperationsprojekts mit der Vietnamesisch-Deutschen-Universität (VGU), die seit zehn Jahren eine enge Partnerschaft mit der HHHN pflegt, nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon). Der Rektor der VGU, langjähriger Professor an der Hochschule Heilbronn, Tomas Benz, hatte ein Programm mit vielen überraschenden Einsichten zusammengestellt. So wurden der Gruppe bei Firmenbesuchen und Gesprächen mit der Außenhandelskammer, der German Business Association und dem Goethe-Institut nahegebracht, wie deutsche Unternehmen in Vietnam Geschäfte machen können.
Unter der Leitung von Professorin Susanne Wilpers und den Professoren Ralf Dillerup und Ansgar Meroth wurde ein gemeinsames Seminar veranstaltet, in dem die Studierenden der beiden Hochschulen gegenseitig ihre Forschung vorstellten. Während es bei den BWLern um den Wirtschaftsstandort Vietnam ging, präsentierten die Ingenieure ihre Forschungsarbeiten in den Bereichen Materialkunde, Mechatronik, Robotik und autonomes Fahren.
Besuche bei den deutschen Unternehmen Pepperl & Fuchs (Automatisierungstechnik), Framas (Schuhsohlen) und Tatonka sowie dem "Vietnam-Singapur Industrial Park" gaben Einblick in die Arbeitsbedingungen und zeigten, wie internationale Zusammenarbeit funktionieren kann. Nachdenklich machte die Suche nach Spuren des Vietnamkriegs in den Cu-Chi-Tunneln und zum Abschluss der Reise kam auch das Touristische nicht zu kurz. Am letzten Exkursionstag stand eine Bootsfahrt im Mekong-Delta auf dem Programm, die mit viel Natur und Folklore aufwarten konnte.*
Danke an Prof. Dr. Ansgar Meroth für den Text
Zehn Masterstudierende der Fakultät Wirtschaft und Verkehr (WV) und zehn von der Fakultät Mechanik und Elektronik (T1) machten sich Ende November nach Hongkong und Xiamen auf, um in der "intercultural Studyweek" Kommilitoninnen und Kommilitonen aus China zu treffen. Drei weitere Studierende aus diesen Fakultäten waren bereits vor Ort, weil sie ihr Auslandssemester in Hongkong und Xiamen verbringen.
Begleitet von Stefanie Petrick, Auslandsreferentin in der Fakultät T1, Prof. Susanne Wilpers, Prof. Ansgar Meroth, beides Auslandsbeauftragte, und Prof. Peter Ott, der vor fast zwanzig Jahren den Grundstein für die enge Zusammenarbeit mit Xiamen gelegt hatte, ging es zunächst an die Baptist University nach Hongkong, einer langjährigen Partneruniversität der Fakultät Wirtschaft und Verkehr.
Vier Seminare eröffneten die Studienwoche: über chinesische Philosophie und deren Einfluss auf das Wirtschaftsleben, über die Gründung von Auslandsgesellschaften in China vom langjährigen CEO der Carlsberg-Brauerei, über Entrepreneurship in China und schließlich von der deutschen Außenhandelskammer über die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland. Der Besuch "hinter den Kulissen" einer Mall mit einem Seminar über Immobilieninvestitionen und dem Betrieb von Einkaufszentren stand auf der praktischen Seite des Programms.
Anschließend ging es mit dem Flugzeug nach Xiamen weiter. Die Xiamen University ist langjähriger Partner der Fakultät Mechanik und Elektronik. Hier war eine Minikonferenz organisiert, in der zehn chinesische Studierende und deren Pendants aus Heilbronn gegenseitig Vorträge in mehreren Parallelsitzungen hielten. Technisch waren beide Universitäten auf Augenhöhe vertreten und es gab viel Lob für die hohe Qualität der Vorträge und die exzellenten Labor- und Forschungsmöglichkeiten am neuen Campus Xiang'an. Auch die Masterstudierenden der Fakultät WV mussten "ran" und berichteten über verschiedene Aspekte des chinesischen Lebens, von der Bildungspolitik bis zu verschiedenen Aspekten der Wirtschaft. Abgerundet wurde der Kongress mit einem interkulturellen Training von Prof. Wilpers.
Mit nunmehr über 40 Studierenden ging es dann zum praktischen Teil über: Die Firmen Hongfa, Weltmarktführer in Relais, und die Firma Linde Gapelstabler öffneten ihre Tore für uns. Kultur und Geschichte sollten nicht zu kurz kommen: Jedes Mitglied der deutschen Delegation hatte ihre bzw. seine "Buddy", die oder der den deutschen Gast durch "ihr" bzw. "sein" Xiamen führte. Und zum Abschluss wurde es historisch: In den teilweise 500 Jahre alten Toulou-Runddörfern von Yongding/Nanjing, Weltkulturerbe der UNESCO, konnte sich die Gruppe ein Bild vom ländlichen, fast mittelalterlichen Leben der Bergbauern machen.*
*Danke an Prof. Dr. Ansgar Meroth für den Text




