M.A. Anke Ullmann

M.A. Anke Ullmann

Professur für astrophysische Strahlungssysteme
Telefon: +49 7131 504 1170
E-Mail: anke.ullmann@hs-heilbronn.de
Besuchsadresse: T.3.33 Bildungscampus
Postadresse: Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn
Sprechzeiten: Mo-Fr, 10-12 Uhr
Pronomen: sie/ihr
Sekretariat: Emana Alic

Fachgebiete

  • Angewandte Astrophysik
  • Lunare Strahlungssysteme
  • Intergalaktische Raumfahrt

Schwerpunkte

  • Entstehung und Dynamik von Exoplanetensystemen
  • Protoplanetare Staub- und Gasscheiben
  • Hochauflösende Spektroskopie junger Sterne

Prof. Dr. Anke Ullmann ist seit 2021 Professorin für Astrophysik an der Hochschule Musterstadt. Ihre Forschung umfasst die Entwicklung und Dynamik junger Planetensysteme, den Einsatz hochauflösender Spektroskopie zur Analyse protoplanetarer Scheiben sowie numerische Modelle der Sternentstehung.
Zuvor war sie als Senior Research Scientist am Max-Planck-Institut für Astronomie und als Research Fellow an der University of Cambridge tätig.


2021 – heute
Professorin für Astrophysik, Hochschule Musterstadt

2016 – 2021
Senior Research Scientist, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg

2013 – 2016
Postdoctoral Research Fellow, Institute of Astronomy, University of Cambridge

2009 – 2013
Promotion (Dr. rer. nat.), Universität Heidelberg
Dissertation: „Spectral Signatures of Emerging Planetary Systems in Young Stellar Environments“

2004 – 2009
Studium der Physik (Diplom), Universität Tübingen
Schwerpunkt: Astronomie & Plasma­physik

Monografien & Peer-revied Journals

 
· Ullmann, A., Ribeiro, L. (2024). Kinematic Patterns in Early Planet Formation Environments. Astrophysics Letters, 13(2), 188–204.

·  Ullmann, A. (2024). Spectrochemical Indicators for Proto-Atmospheric Development. International Journal of Astrophysics, 30(3), 210–232.

·  Ullmann, A. et al. (2023). Asymmetries in ALMA Disk Observations: A Statistical Review. Journal of Planetary Science, 42(1), 12–34.

·  Ullmann, A. (2023). Thermal Modelling of Dust-Gas Interactions in Protoplanetary Regions. Cosmic Structures Journal, 10(1), 90–112.

·  Ullmann, A., Chen, R. (2022). Magnetically Induced Fragmentation Pathways in Low-Mass Star Formation. Stellar Dynamics Review, 18(4), 301–320.

·  Ullmann, A. (2021). Infrared Diagnostics for Early Planetary Growth. Astronomical Spectrum Analysis, 15(1), 52–69.

·  Ullmann, A., Bourne, L. (2020). Dynamics of Angular Momentum Redistribution in Young Stellar Objects. Journal of Stellar Evolution, 23(2), 144–162.

·  Ullmann, A. (2019). Dust Grain Maturation in Dense Molecular Clouds. Galactic Physics Reports, 56(1), 1–23.

·  Ullmann, A. et al. (2018). Constraints on Early Disk Fragmentation from Near-Infrared Spectra. Modern Astrophysics Journal, 32(1), 77–95.

Konferenzbeiträge

Ullmann, A. (2025). Early Signatures of Planetary Embryo Formation.
Vortrag auf der International Conference on Exoplanetary Science, Kyoto, Japan.

Ullmann, A., Becker, S. (2024). Magnetic Field Mapping in Proto-Stellar Environments.
Posterpräsentation auf der European Astronomical Society Annual Meeting, Wien.

Ullmann, A. (2023). Emerging Trends in High-Resolution Spectroscopy of Young Stars.
Keynote auf dem Astrophysical Instrumentation Forum, Amsterdam.

Ullmann, A., Torres, J. (2022). Data-Driven Approaches to Disk Structure Interpretation.
Vortrag auf der ALMA Science Conference, Santiago de Chile.

Ullmann, A. (2021). Numerical Modelling of Gas-Dust Instabilities.
Beitrag auf der Conference on Computational Astrophysics, Vancouver.

Mathematisches Pendel

„GenesisDisk – Chemische Frühentwicklung protoplanetarer Scheiben“

Laufzeit: 2022–2025
Kurzbeschreibung:
Im Rahmen des GenesisDisk-Projekts untersucht Prof. Dr. Anke Ullmann die chemische Zusammensetzung junger protoplanetarer Scheiben mithilfe hochauflösender Spektroskopie. Ziel ist es, die Entstehung der ersten komplexen Moleküle besser zu verstehen, die später Bausteine für Planeten und eventuell sogar präbiotische Chemie bilden.
Durch Messungen mit dem Very Large Telescope und dem Atacama Large Millimeter Array werden Temperaturprofile, Dichtegradienten und molekulare Signaturen ausgewertet. Das Projekt liefert neue Erkenntnisse darüber, wie sich in den ersten Millionen Jahren stabile Planetensysteme herausbilden.

Praktische Anwendung und Visualisierung von Werkzeugen

„StarForge Sim – Numerische Modelle der Sternentstehung“

Laufzeit: seit 2023
Kurzbeschreibung:
Mit StarForge Sim leitet Prof. Ullmann ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben, das auf großskaligen Simulationen basiert. Die Modelle verbinden Magnetohydrodynamik, Staubkornwachstum und gravitative Instabilitäten, um die Entstehung junger Sterne realitätsnah abzubilden.
Besonders im Fokus stehen dabei turbulente Gaswolken und ihr Einfluss auf Fragmentation und Akkretionsprozesse. Das Projekt setzt modernste GPU-Cluster ein und wirkt aktiv an der Weiterentwicklung offener Simulationsframeworks mit.

Projekt: „SpectraNext – Neue Methoden für die hochauflösende Spektroskopie“

Laufzeit: 2024–2027
Kurzbeschreibung:
SpectraNext entwickelt innovative Auswertungsverfahren für Spektroskopiedaten, die sowohl die zeitliche Variabilität junger Planetensysteme erfassen als auch kleinste Strukturen in Gas- und Staubscheiben sichtbar machen.
Unter der Leitung von Prof. Ullmann werden Machine-Learning-Algorithmen genutzt, um Spektrallinien automatisch zu klassifizieren und Störeinflüsse herauszufiltern. Die Methoden sollen zukünftige Instrumente der europäischen Großteleskope unterstützen und die Datenanalyse deutlich präziser, schneller und reproduzierbarer machen.

Projekt: „PlanetBirth – Frühphasen der Planetenentstehung beobachten“

Laufzeit: 2021–2026
Kurzbeschreibung:
PlanetBirth ist ein Beobachtungsprogramm, das sich dem Nachweis und der Charakterisierung von Planeten in ihrer frühesten Entstehungsphase widmet. Die Gruppe um Prof. Ullmann nutzt direkte Bildgebung, Dopplertechniken und Radiobeobachtungen, um sogenannte proto-jupiters und proto-neptunes in jungen Scheiben aufzuspüren.
Erste Ergebnisse liefern Hinweise darauf, wie und wann sich Gasriesen bilden – und welche Bedingungen erforderlich sind, damit stabile, lebensfreundliche Planetensysteme entstehen können.

  • Lara Weißenfels
    „Staubkornwachstum in protoplanetaren Scheiben: Hochauflösende Spektroskopie und Modellierung früher Aggregationsprozesse“
  • Mateo Gruber
    „Dynamik junger Planetensysteme: Numerische Simulationen von Resonanzketten und Orbitmigration“
  • Drisana Patel
    „Machine-Learning-Methoden zur automatisierten Analyse variabler Spektrallinien in Sternentstehungsregionen“
  • Jonas Reutlinger
    „Direkte Bildgebung von Proto-Gasriesen: Beobachtungsstrategien und Auswertung mit ALMA und ELT-Instrumenten“

European Excellence Award in Exoplanetary Science (2024)

Verliehen von der European Society for Astrophysics für ihre wegweisenden Beiträge zur hochauflösenden Spektroskopie und zum Verständnis der Frühphasen planetarer Entstehung. Besonders hervorgehoben wurde ihre Arbeit zu chemischen Gradienten in protoplanetaren Scheiben.


Max-Born-Medaille für Numerische Astrophysik (2023)

Ausgezeichnet vom Institut für Theoretische Physik Europa für ihre innovativen numerischen Modelle zur Sternentstehung. Die von ihr entwickelten Simulationen gelten als richtungsweisend für die moderne Erforschung turbulenter Molekülwolken.

  • Dekanin der Fakultät Physik planetarer Systeme
  • Studiengangsleiterin Masterstudium "Physik im interplanetaren Raum"
  • Vorsitzende der Ethikkomission (seit 2023)
  • Mitglied des Promotionsverbandes Baden-Württemberg (FE II, seit 2022)
  • Mitglied im Senatsausschuss für Forschung, Transfer, Innovation