Studierende lernen an einem Tisch mit Laprop und Skripten

Auf virtuellen Brücken ins Ausland

Vanessa Offermann|12.12.2023
  • Auslandserfahrung sammeln, ohne die Heimat zu verlassen – das geht mit dem Lehrformat „Collaborative Online International Learning“.
  • Auf digitalem Wege entstehen hierbei über Ländergrenzen hinweg studentische Projekte zwischen der Hochschule Heilbronn und ausgewählten Partnerhochschulen.
  • Die Kooperation mit der University of Rwanda in Ruanda, Afrika, schafft es jetzt sogar als Best-Practice-Beispiel in die Sammlung der Hochschulrektorenkonferenz.

Heilbronn, Dezember 2023. Ab ins Ausland, aber von Zuhause aus – machbar mit dem Programm „Collaborative Online International Learning“, kurz COIL, der Hochschule Heilbronn (HHN). Studierende sammeln hier Auslandserfahrung, ohne das Heimatland tatsächlich verlassen zu müssen. Sie bearbeiten digital beispielsweise eine Fallstudie mit Kommiliton*innen einer vietnamesischen Universität oder sitzen virtuell im Statistik-Kurs einer spanischen Partnerhochschule. Im Zentrum steht dabei immer eine gemeinsame Projektarbeit. Professorin Susanne Wilpers sowie ihre beiden Professoren-Kollegen Ansgar Meroth und Peter Ott machten sich in der Vergangenheit unter anderem für ein solches Austauschprogramm mit der University of Rwanda in Ruanda, Afrika stark. Bereits seit 2021 läuft das erfolgreich an der HHN. Eines der Highlights: „Die zunächst virtuell gestartete Zusammenarbeit mündete in eine Präsenzphase vor Ort in Ruanda“, sagt Professorin Wilpers. Dabei haben sich alle Beteiligten das erste Mal fernab von ihren Bildschirmen getroffen. Gefördert wurde das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Das Austausch-Projekt ist so innovativ, dass es erst kürzlich von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bei ihrer Themenzyklustagung vorgestellt und als erfolgreiches Best-Practice-Beispiel betitelt wurde. Das COIL-Projekt mit der University of Rwanda erreicht 2024 die nächste Stufe, wie Professorin Susanne Wilpers weiter sagt: „Das Projekt wird nun in einer zweiten Förderlinie fortgesetzt, dank der Unterstützung des Erasmus+ Projektes KA171.“ Im Rahmen dieses Projekts werden ruandische Studierende im Juni 2024 an die Hochschule Heilbronn kommen.

Ansprechperson

Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik

Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn (HHN) eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60 zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt. Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende zudem beim Lebensziel Unternehmertum.