Software Engineering (B.Sc.) für Studieninteressierte

Schwerpunkt IT-Management und -Beratung

Worum geht es bei IT-Management und -Beratung?



Unternehmen bauen heute in allen Bereichen auf Informationssysteme. Will ein Kunde z.B. ein Auto bestellen, so wird dafür in einem Informationssystem ein Kundenauftrag angelegt. Im nächsten Schritt wird geprüft, ob das gewünschte Auto verfügbar ist (vermutlich nur bei fest vordefinierten Sondermodellen der Fall) oder ob es produziert werden muss. Soll es hergestellt werden, so muss überprüft werden, wann das geschehen kann und ob alle Teile, die benötigt werden, vorrätig sind oder ob etwas bestellt werden muss. Der komplette Vorgang von der Bestellung bis zur Auslieferung des Autos wird in Informationssystemen erfasst und geplant. Fällt ein Informationssystem aus oder ist fehlerhaft, so kommt es im schlimmsten Fall zum Produktionsstillstand. Das darf nicht passieren!

Bei IT-Management und -Beratung geht es um Informationssysteme in Unternehmen, die die Abwicklung derartiger Abläufe ermöglichen. Die Informationssysteme müssen dabei sehr gut auf die Anforderungen des Unternehmens abgestimmt sein. Dafür ist es wichtig sich mit den späteren Benutzern des Systems abzustimmen, um zu verstehen, was gewünscht ist. Hat man das geklärt, wählt man ein System aus und passt es an die Bedürfnisse des Unternehmens an. Das Abstimmen mit den Benutzern, das Auswählen eines passenden Systems und das Anpassen an die Bedürfnisse des Unternehmens ist IT-Beratung und wird auch als „Consulting“ bezeichnet.

Beim IT-Management geht es darum, die Informationstechnik für ein Unternehmen optimal einzusetzen. Gibt es z.B. neue technische Entwicklungen im Bereich der IT, so muss ein Unternehmen überlegen, ob diese Neuerungen für das Unternehmen interessant sind, also ob z.B. ein neues Informationssystem gekauft werden soll. Da die Informationssysteme einerseits den Unternehmenserfolg wesentlich beeinflussen und andererseits sehr teuer sind, ist es sehr wichtig die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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Was kann ich später damit machen, wer stellt mich ein?

Berater (oder Consultants) sind am Arbeitsmarkt sehr gefragt und werden sehr gut entlohnt. Gleichzeitig bietet sich ein sehr vielfältiges Angebot an Möglichkeiten. Ein Weg besteht darin zu einem der (großen) Hersteller von Unternehmenssoftware zu gehen und dort in der Entwicklung oder natürlich als Berater zu arbeiten (z.B. SAP, Oracle, Microsoft, IBM etc.). Genauso kann man in einer Unternehmensberatung arbeiten. Häufig arbeiten solche Unternehmensberatungen mit den großen Herstellern als Partner zusammen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in einem Unternehmen zu arbeiten, das eine eigene IT-Abteilung hat, um die Informationssysteme zu managen. Das trifft auf viele der größeren Unternehmen zu, z.B. auf Bosch, Audi, Daimler oder Porsche.

Da man im Beratungsgeschäft projektbasiert mit verschiedenen Kunden arbeitet, lernt man verschiedene Branchen kennen und kann bei Interesse auch im Ausland arbeiten. Der besondere Reiz einer solchen Tätigkeit liegt darin, dass jedes Projekt etwas Neues bringt und der Job dadurch sehr spannend und abwechslungsreich ist.

Welche Veranstaltungen bringen mich zu meinem Ziel?

Vorkenntnisse über Informationssysteme und deren Einsatz in Unternehmen sind nicht erforderlich. Das Studium ist so aufgebaut, dass alles von Grunde auf erklärt wird. Wer Spaß daran hat mit anderen Menschen zu kommunizieren, Probleme zu analysieren und nicht locker zu lassen bis eine Lösung gefunden ist, ist bei IT-Management und -Beratung richtig. Im Studium werden sowohl grundlegende Kenntnisse, die jeder in der IT-Branche braucht, vermittelt als auch Fächer angeboten, die ganz speziell auf IT-Management und -Beratung zugeschnitten sind. Im Einzelnen sind dies:

  • Grundlagen betriebswirtschaftlicher Prozesse
    Ein Beispiel ist die Abwicklung eines Kundenauftrags.
  • Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen
    Hier geht es darum, wie man Abläufe in Unternehmen verbessern kann.
  • ERP-Systeme
    Das sind Informationssysteme, die (fast) alle Abläufe in Unternehmen umfassen.
  • Business Applications
    Informationssysteme in Unternehmen, insbesondere auch Systeme zur Datenanalyse, die einem hilft zu erkennen, dass „Kunden, die dieses Buch kauften, auch jenes Buch kauften“ (das kennt man von Amazon).
  • Projektstudien Business Informationssysteme
    Hier wird immer etwas Aktuelles untersucht, also neue Entwicklungen, die für Unternehmen interessant sein können.
  • Moderne Verteilte Systeme
    Unternehmen haben häufig mehrere Informationssysteme im Einsatz. Hier lernt man, wie die Systeme „miteinander sprechen“ können.
  • Datenbanken
    Manche Dinge muss man einfach wissen, z.B., wie die Adresse eines Kunden ist oder seine Bankverbindung. Solche Dinge legt man in Datenbanken ab.
  • Moderationstechniken
    Wenn man mit Kunden verhandelt, will man etwas erreichen. Damit das besser gelingt, lernt man in diesem Fach, wie man Gespräche und Diskussionen geschickt lenkt.

Nähere Informationen über den Aufbau des Studiums sowie die einzelnen Fächer findet man in derStudien- und Prüfungsordnung (SPO3).