Software Engineering (B.Sc.) für Studieninteressierte

Schwerpunkt Games Engineering

Worum geht es beim Games Engineering?

seb-ge-image001

Die Informatik ist bekannt als Disziplin der systematischen und automatisierten Verarbeitung von Informationen. Die Spanne reicht dabei von Methoden des Softwareengineerings, über Netzwerktechnologien, maschinelle Lernverfahren bis hin zur Computergrafik. Beim Games Engineering kommen viele dieser Teildisziplinen zusammen, Informationen um so virtuelle Welten zu erschaffen, Strategien zum Leben zu erwecken oder neue Ideen zu entwickeln, wie mit- oder gegeneinander agiert werden kann. Dafür sorgen die neuesten Entwicklungen in der Informatik in Software und Hardware, etwa im Bereich neuartiger Interaktionsgeräte, wie Google Glass, Touchpads, Kinect-Sensoren, etc.

Bevor allerdings die Kunst des Games Engineerings – z.B. Künstliche Intelligenz, Mobile Computing, 3D-Modellierungen, Animationen, Games Engines gelehrt wird, stehen die Informatik-Grundlagen im Vordergrund, die essenziel für den Erfolg in der heutigen Spieleindustrie und verwandten Tätigkeitsfeldern sind. Dazu gehören neben den Methoden des modernen Software Engineerings, auch Themen wie elektronische Datenverwaltung, Lineare Algebra, Multimediatechniken sowie Computergrafik uvm.

Engineering bedeutet nicht spielen, sondern das Entwickeln von Spielen und virtuellen Welten mit Hilfe von Informatikmethoden und geeigneten Tools (z.B. Games Engines).

Was kann ich später damit machen, wer stellt mich ein?

seb-ge-image004

Die Berufsfelder im Games Engineering sind vielfältig und werden in der Wirtschaft sehr ernst genommen. Die Spiele-Entwicklung ist ein Milliardenmarkt, so hat die deutsche Game-Industrie mittlerweile einen Umsatz von ca. 2,8 Milliarden Euro pro Jahr. Immer häufiger finden Spiele im Marketing Verwendung (Facebook, virales Marketing), werden in Bereichen des eLearnings (Edutainment) eingesetzt, oder werden im Gesundheitsbereich (Zukunftsmarkt Senioren) und in dem in den letzten Jahren stark ansteigenden Markt des Mobile-Computing genutzt. Die Entwicklerstudios, die neben den reinen "Vergnügungs"-Spielen, meist auch sogenannte "Serious Games" entwickeln - Spiele die einen ernsthaften Hintergrund haben - stehen schon jetzt vor einem Fachkräftemangel, der in der Zukunft weiter anwachsen wird. Denn für das immer größer werdende spezifische Fachwissen seitens der Programmierer und Entwickler, reichen Hobby Aktivitäten oder Learning-by-doing schon lange nicht mehr aus, um die entstehenden Wissenslücken zu schließen.

Ob es das Entwickeln von Flugsimulatoren bei der DLR ist oder die Entwicklung von Trainingssimulatoren für komplizierte Operationen in Universitätskliniken, der Bedarf wird gerade bei großen prozessgesteuerten Unternehmen zunehmen. Den Arbeitsfeldern und Einsatzgebieten gegenüber steht, dass in der Vergangenheit viel zu wenig Game-Entwickler ausgebildet wurden. So ist es nur logisch, dass sie laut "Game Development Salary Report" zu den Topverdienern unter den Informatikern gehören.

Welche Veranstaltungen bringen mich zu meinem Ziel?

seb-ge-image006

Vorkenntnisse in Informatik sind zu Beginn nicht nötig. Wer gewillt ist sich mit logischen Rätseln und Problemen zu beschäftigen und eine gewisse Affinität zur Mathematik mitbringt, wird bei uns das nötige Informatik-Fachwissen im Grundstudium erlernen. Dort werden alle relevanten softwaretechnischen Methoden und Programmiersprachen behandelt, damit im Hauptstudium, ein Fokus auf die wesentlichen Teilbereiche des Games und Software Engineerings gelegt werden kann. Die Lehrveranstaltungen dazu sind:

  • Labor für Games und Games Engines
  • Games Interfaces
  • Virtual Reality
  • Mathematische Modellierung
  • Simulation
  • Spieleentwicklung
  • Maschinelles Lernen, Mustererkennung und Künstliche Intelligenz

Nähere Informationen über Fächer und Veranstaltung sind in der Studien- und Prüfungsordnung (SPO3) zu finden.