Bestätigt: BAföG-Beitrag erhöht! 

Mit dem abgesegneten BAföG-Änderungsgesetz ist es nun amtlich ­­– Ihr bekommt mehr Kröten auf die Krallen.

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Prozentual gesehen erfolgt mit der BAfög-Reform nun die größte Erhöhung ever! Foto: Anke Speer, Text: Vanessa Offermann

Es sind die krassen Mietpreise derzeit oder beispielsweise die Tatsache, dass über 30-Jährige viel mehr für ihren Krankenversicherungsbeitrag blechen müssen, die den Änderungsprozess mit ins Rollen gebracht haben: Die aktuellen BAföG-Finanzspritzen sind rundum überdacht und angepasst worden. Zwar hat es immer wieder mal Erhöhungen gegeben, aber prozentual gesehen ist diese die höchste aller Zeiten! Und von der profitiert ihr bereits ab dem kommenden Wintersemester 2019/2020. Denn: Grundsätzlich werden Änderungen in Sachen Bedarfssätze / Freibeträge immer ab 1. Oktober des Jahres geltend gemacht. Das Gesetz enthält dazu auch schon Anpassungen, die in den nächsten beiden Jahren greifen werden.

Klartext: So viel gibt’s für Studis mehr

Der aktuelle Grundbedarf steigt von 399 Euro auf 419 Euro. Ab dem Wintersemester 2020 steigt der wiederum auf 427 Euroleins.

Zusätzlich gibt es eine Wohnpauschale. Die beträgt derzeit noch 250 Euro. Durch die Reform gibt es 325 Tacken. Wer noch bei den Eltern wohnt, bekommt aktuell 52 Euro. Die steigen dann auf 55 Euro an. Ein Jahr später gibt es 56 Euro.

On top gibt es noch den Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung. Der beträgt im Moment 86 Euro, wird ab Wintersemester 2019 auf 109 Euro aufgestockt. Jetzt das Tolle: Alle über 30-Jährigen erhalten erstmals in der BAföG-Geschichte einen speziell für sie angepassten Beitrag von 189 Euro. Aber Achtung: Dabei ist zu beachten, dass es diese Zuschläge nur bei Bedarf und auf Nachweis gibt. Der Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag wird also nur herausgerückt, wenn man sich selbst versichern muss. In der Regel wird das erst ab dem 25. Lebensjahr der Fall sein.

Summa summarum ergibt das dann einen neuen BAföG-Höchstsatz von 853 Euro im Wintersemester 2019. Im Jahr 2020 erhöht sich das Ganze dann auf 861 Euro – bislang gab es „nur“ 735 Euro.