Produktion und Prozessmanagement: Das erwartet dich in der Lernfabrik

Tschakka! 20 Studierende des Studiengangs Produktion und Prozessmanagement (PPM) haben die Produkt-Entwicklung in der Lernfabrik hinter sich gebracht. Wir packen aus, wie die Projektarbeit abläuft.

Text und Fotos: Vanessa Offermann

Für alle PPM-Studis ist das 6. Semester ein ganz besonderes: Innerhalb von 15 Wochen müssen sie völlig eigenständig ein serienreifes Produkt entwickeln, bei dem ein vorgegebenes Budget eingehalten werden muss. Zudem, soll es konkurrenzfähige Kosten aufweisen, um an Ende an einen echten Kunden verkauft zu werden.

Was zunächst nach einer Herausforderung klingt, entpuppt sich nach und nach als wahres Teambuildung Event mit Stolz-Auf-Sich-Sein-Garantie. „Wir sind durch dieses Projekt und die ständige Zusammenarbeit richtig gute Freunde geworden“, erzählt Marius Wünsche. Gemeinsam mit Simon Öhler und Pascal Kreidler bildet er das Projektmanagement-Team und ist sich einig: „Wir haben durch unser entwickeltes Produkt das Pendel revolutioniert!“

Von vorne: First steps @Lernfabrik

In der ersten Semesterwoche erhalten alle PPM-ler die Aufgabenstellung durch ihre Profs. Diesmal lautet der Auftrag: ein kompaktes, optisch und haptisch ansprechendes Gerät für den Tischbetrieb zu entwickeln. „Wir haben erst einmal gar nicht gecheckt, was wir eigentlich machen sollen und dann mussten wir uns auch noch in ein komplett neues Themenfeld hineindenken. Das war erst einmal ein Schock“, sagt Simon und lacht dann.

Ein wesentlicher Bestandteil des Produkts liegt nämlich im Elektro-Magnetismus, von dem keiner der Studierenden groß Ahnung hat. „Das war echt ´ne große Hürde, aber war dann doch gut machbar. Außerdem stehen uns jederzeit Betreuer mit Rat und Tat zur Seite. Man muss also absolut keine Angst vor dieser Veranstaltung haben, nur etwas Respekt“, sagt er weiter. Die PPM-Crew teilt sich selbstständig in verschiedene Projektgruppen ein. Zur Wahl stehen das Projektmanagement, Einkauf und Controlling, Montage und Logistik, die Fertigung sowie das Entwicklungsteam, das sich noch einmal in den Elektronik- und Mechanikbereich gliedert.

Knifflig ging es dann immer kurz vor bestimmten Veranstaltungen her, wie Marius erzählt. Er sagt: „Es wäre gelogen, wenn man sagen würde, in dieser Veranstaltung gibt’s nie Krisen. Vor allem vor Events, wie zum Beispiel der Prototypen-Vorstellung oder dem Design-Freeze, gab es oft kleinere Probleme, die aber immer gelöst wurden.“

Unter dem Design-Freeze versteht man ein Zeitfenster, ab dem nichts mehr am Produkt verändert werden darf. In etwa zur Halbzeit der Lernfabrik-Phase tritt dieser dann ein.

Magic Ball – Das Pendel 2.0 ist geboren

Problemchen hin oder her – am Ende strahlen alle, sind super stolz auf ihr „Baby“ und versichern, dass die Lernfabrik eine Wahnsinnserfahrung ist. „Ich empfehle diesen Studiengang echt weiter. Durch die Lernfabrik gewinnst du enorm viel an Erfahrung, Handwerk und Praxis. Bei all der Arbeit kommt Spaß und Begeisterung wirklich nie zu kurz“, sagt Pascal. Auch Studiengangleiter Professor Patrick Balve, findet klare Worte. „Mit dem Magic Ball ist etwas richtig Großartiges herausgekommen!“

Das Geheimnis von Magic Ball liegt in den beiden Spulen, die eine Magnetkugel anziehen und diese auf eine so genannte Höhenenergie bringen. Diese Energie wandelt sich dann wieder in Bewegungsenergie um, wodurch die typische Pendelbewegung entsteht. Als Hingucker dienen die eingebauten LEDs. Die wissen, wo genau sich die Kugel befindet und zeigen den kompletten Bewegungsablauf in leuchtenden Farben. Alle Infos zur Lernfabrik sind unter www.hs-heilbronn.de/lernfabrik hinterlegt.