Produktion und Prozessmanagement (PPM): So läuft’s in der Lernfabrik!

Schicht im Schacht! 17 PPM-Studierende haben jetzt die obligatorische Produkt-Entwicklung in der Lernfabrik hinter sich gebracht. Bei der Abschlussveranstaltung plaudert ein Student aus dem Nähkästchen.

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Patrick Färber, Yannik Musch udn Marco Held (v.l.) präsentieren stolz ihr FlyKit. Foto: Vanessa Offermann

In ihr wird getüftelt, geschwitzt und auch mal geflucht. Die Lernfabrik spielt für die 6. Semestler des Studiengangs Produktion und Prozessmanagement eine große Rolle. Ihre Aufgabe ist es dort innerhalb von 15 Wochen ein versandfertiges Serienprodukt zu entwickeln. Die Lernfabrik entpuppt sich als Simulation eines realen Produktionsunternehmens, bei dem die Studierenden die Produktentwicklung von der Pieke auf erlernen. Dazu gehören auch die operative Fertigung und die notwendige Qualitätssicherung.

Was zu dieser heißen Phase in den heiligen Hallen der Lernfabrik abgeht, weiß Yannik Musch, der für diese Lehrveranstaltung von seinem Team zum Projektleiter ernannt wurde: „Eins muss ich echt sagen, natürlich kommt man hier manchmal an seine Grenzen, aber in der Lernfabrik lernst du meiner Meinung nach viel mehr als im Praxissemester!“

Aber von vorne: Jedes Semester entwickeln PPM-Studierende in der Lehrveranstaltung „Lernfabrik“ neue Produkte. „In diesem Semester mussten wir ein Vorgänger-Projekt verbessern“, erklärt Yannik. Gepimpt wurde das sogenannte „ProFIO“, ein motorgetriebenes Modell-Flugzeug, welches bereits vor 3 Jahren entwickelt wurde. Die überarbeitete Version sollte enthalten: LED-Effekte, einen Mikrocontroller und soll als Bastel-Bausatz angeboten werden. Mit René Bertsch, Schulleiter der Johann-Jakob-Widmann-Schule in Heilbronn, gibt es sogar einen echten Kunden.

First steps @Lernfabrik 

In der ersten Semesterwoche erhalten die Nachwuchs-Produzenten ihre Aufgabenstellung durch die Profs. Yannik: „Die Aufgaben werden von den Professoren zwar vorgegeben, die Umsetzung, weitere Besonderheiten sowie Name und Slogan, liegen aber voll und ganz in unseren Händen.“ Grund zur Panik? Nö! „Es stehen mehrere Profs mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Yannik weiter. 

 Erstmal eingrooven!

„Nachdem die Aufgabenstellung also klar ist, folgt eine Analyse des Vorgänger-Fliegers. „Dadurch wird klar, was alles verbessert werden kann“, erzählt Yannik. Im Anschluss daran, stehe die Anforderungsliste auf dem Plan für die laut Yannik, die ersten sieben Wochen draufgingen. „Die Liste wird von uns selbst erstellt und dann, den Professoren sowie dem Kunden zur Absegnung gezeigt“, sagt er.

Aller Anfang ist schwer, aber dann läuft‘s

Laut Yannik, gibt es beim gesamten Produktionsprozess durchaus mal Krisen, gerade am Anfang. Dennoch ist der Projektleiter super happy: „Der Lernprozess ist echt enorm! Und Verzweiflung kam auch nie auf, der Stolz überwiegt. Jetzt noch eine gute Note – das wäre das Kirschlein“, sagt Yannik und lacht dann.

Alle wichtigen Facts zum Lernfabrik-Projekt                

  • 15 Wochen Zeit
  • Es muss ein gewisses Budget eingehalten werden. In diesem Semester waren es 45 € pro Stück
  • Es mussten 40 Objekte produziert werden
  • Für die Lernfabrik hagelt es 16 ECTS, das sind mehr als für die Bachelor-Arbeit
  • In etwa gehen 8 Stunden pro Tag für das Projekt drauf
  • Angesetzt ist die Veranstaltung mit durchschnittlich 25 Stunden pro Woche, die Realität zeigt jedoch, dass phasenweise auch einmal bis zu 40 Stunden Arbeit anfallen können.