Vom Auto aufs Rad: Die HHN ruft „PendlerRatD“ ins Leben­­­­­ – Ein Projekt für besseres Pendeln mit Belohnungseffekt

Das dreijährige Mobilitäts-Konzept soll Berufspendlern den Anreiz zum Umstieg auf das Fahrrad geben. 

Heilbronn, November 2018. Das Pendeln mit dem Rad attraktiv machen – das ist das gesteckte Ziel von PendlerRatD und Projektleiterin Prof. Dr. Jana Heimel, die an der Hochschule Heilbronn International Business lehrt. Bei dem Mobilitäts-Projekt sollen Berufspendler, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren, einen vereinfachten Einstieg in das Pendeln mit Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln bekommen. Zielgruppe sind Unternehmen und Organisationen, die ihre Angestellten beim nachhaltigen Pendeln unterstützen möchten. Unterstützt wird das Projekt vom Nationalen Radverkehrsplan 2020 mit 425.000 Euro

Projektablauf

Insgesamt beträgt die Projektlaufzeit von PendlerRatD drei Jahre und ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Zunächst wird eine Mobilitätsbefragung unter den Angestellten der teilnehmenden Unternehmen und Organisationen zu ihrem aktuellen Pendel-Verhalten durchgeführt. Im Rahmen dessen werden Freiwillige – insbesondere überzeugte Autofahrer – identifiziert, die einen Umstieg auf nachhaltige Verkehrsträger, insbesondere dem Fahrrad vollziehen. Insgesamt sollen für die erste Pilotphase 200 Testpersonen gewonnen werden: 100 in Heilbronn, 100 in Stuttgart. Die Testpersonen erhalten eine Fahrrad-Grundausstattung, inklusive Leihrad und Routenvorschläge für ihre optimale Pendelstrecke. Während dieser Phase werden die Testpersonen vom Projekt-Team intensiv betreut und begleitet.

Multitasking-App mit Belohnungseffekt 

Gemeinsam mit den Projektpartnern, wie zum Beispiel der Deutschen Bahn, wird eine App entwickelt, welche die Radfahrenden beim gesamten Pendelprozess begleitet. Die Integration eines Ticketsystems ist angestrebt, bei dem Fahrscheine für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft werden können. Den Nutzern sollen zudem, alle mit dem Umstieg verbundenen Vorteile aufgezeigt werden, sei es die finanzielle Einsparung, der positive Einfluss auf die allgemeine Fitness oder die geringere Umweltbelastung. Ebenfalls motiviert, plant und navigiert die App, aber auch das Belohnen soll mit ihr stattfinden. Und genau hier verbirgt sich ein Innovationsmerkmal: Das Projekt zielt auf die Erstellung eines pendler-spezifischen Bonuskonzepts ab, welches Pendler in ihrer „Umstiegsentscheidung“ begünstigen soll. „Wir müssen die Arbeitgeber mit in die Pflicht nehmen. Unsere Projektpartner, welche allesamt große Arbeitgeber in der Region sind, haben uns hierzu schon erste positive Signale gesendet. So werden wir gemeinsam mit ihnen ein Anreizsystem entwickeln“, so Heimel.

Weitere Projekt-Partner willkommen

Teil des Forschungsprojekts sind derzeit unter anderem die Dieter Schwarz Stiftung gGmbH und die gesamte Schwarz Gruppe, der ADAC, die Deutsche Bahn, die Robert Bosch GmbH, die AOK Heilbronn/Franken, die Landesbank Baden-Württemberg, die Städte Heilbronn und Stuttgart sowie die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Weitere Organisationen aus der Region Stuttgart und Heilbronn sind eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen: „Leider konnten wir bisher keinen der großen Automobilhersteller aus der Region für das Projekt gewinnen. Dabei wären gerade sie unsere Adressaten“, so Heimel. Um sich bei dem Projekt zu beteiligen, genügt eine kurze Mail an pendlerratd@hs-heilbronn.de


Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik

Mit ca. 8.500 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An drei Standorten in Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis gut vernetzt.

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