Lernfabrik im Sommersemester 2019

Im Sommersemester 2019 hielt Magie Einzug in der Lernfabrikhalle!
Schluss mit Zauberei! 20 Studierende haben im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Lernfabrik jumpING nun endlich ihr Produkt-Projekt „MAGIC BALL“ vorgestellt. Bei der Abschlussveranstaltung bestand auch wieder die Möglichkeit, sich mit einem der Studierenden über die Produktentwicklung zu unterhalten.

                                                            Marius Wünsche, Simon Öhler und Pascal Kreidler präsentieren stolz ihr Produkt-Projekt „MAGIC BALL“.

Die Lernfabrik ist für die Studierenden des 6. Semesters des Studiengangs Produktion und Prozessmanagement von zentraler Bedeutung. Im Rahmen eines Praxisprojektes haben hier die Studierenden die Möglichkeit, ihr erworbenes theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden. Die Lernfabrik jumpING soll dabei die Simulation eines realen Produktionsunternehmens ermöglichen, in welcher die Studierenden sämtliche Phasen eines Produktentstehungsprozesses kennenlernen. Hierzu zählen neben der eigentlichen Produktentwicklung auch die operative Fertigung sowie die Qualitätssicherung.

Dass das Konzept „Lernfabrik“ ankommt, weiß auch Simon Öhler, der von seinem Team zum Projektleiter bestellt wurde, zu bestätigen: „Man lernt hier in den 15 Wochen Lernfabrik unheimlich viel, zwar kommt man auch mal an seine Grenzen, jedoch überwiegt letztlich der Stolz über das hergestellte Produkt.“

Jedes Semester entwickeln die PPM-Studierenden seit der Einführung der Lernfabrik neue Produkte. So standen bereits auch schon eine Windkraftanlage und ein Katamaran-Segelboot auf der Agenda. „In diesem Semester war die Herausforderung, ein Objekt auf einer gebogenen Bahn mittels Elektromagnetismus pendelförmig zu bewegen. Den Auftrag hierzu erhielten wir von den Professoren, welche die Lernfabrik betreuen“, erklärt Simon. Das Produkt-Projekt verknüpft hierbei physikalische Prinzipien mit der Steuerungstechnik. Per Mikrocontroller werden Spulen, als auch die LED-Effekte angesteuert. Dass die Lernfabrik auch Praxisrelevanz besitzt und der beruflichen Weiterentwicklung der Studierenden dient, belegt auch die Tatsache das im Sommersemester 2019 als Praxispartner Herr Andreas Ungerer von der Christian Bürkert GmbH & Co. KG in Ingelfingen gewonnen werden konnte.

Different steps for success
Doch von vorne: Die Lernfabrik jumpING startet jedes Semester mit einer internen und einer externen Auftaktveranstaltung. In der internen Veranstaltung werden die Rahmenbedingungen für die Lernfabrik offengelegt. Bei der externen Auftaktveranstaltung wird den Teilnehmern die Aufgabenstellung präsentiert. „Ohne Teamwork geht in der Lernfabrik gar nichts. Wichtiger Hintergrund der externen Auftaktveranstaltung ist es, sich besser kennenzulernen, Regeln für die Zusammenarbeit zu finden“, erzählt Simon. Erste Aufgabe des frisch geformten Unternehmens „HHN parts and products“ ist die Organisationsstruktur der Lernfabrik zu erarbeiten und sich in den entsprechenden Abteilungen, welche zur Abwicklung der Aufgabenstellung benötigt werden, einzufinden. Dann geht es ans Eingemachte: Bis zur Projektwoche 3 ist von den Studierenden eine Anforderungsliste zu erstellen, auf deren Grundlage der Prototyp entwickelt werden soll. Die Studierenden werden dabei in keinster Weise allein gelassen. „Die Studierenden werden in den einzelnen Abteilungen umfassend betreut. Jeder Abteilung ist ein Professor oder eine Professorin als Pate zugeteilt. Bei Fragen bieten aber auch die anderen Professoren, sowie die Mitarbeiter des Studiengangs gerne ihre Unterstützung an“, sagt Simon.


Let the balls roll...

Bevor der Prototyp anhand der Anforderungsliste erstellt werden kann, wird seitens der Studierenden die bestmöglichste technische Umsetzung ausgelotet. „Um auch die Meinung der Fachexperten in unser Produkt einfließen zu lassen, wird in Projektwoche 5 ein Prototypenworkshop veranstaltet. Wenige Wochen später soll bei der Zwischenbegehung ein seriennahes Produkt präsentiert werden können. Die Zwischenbegehung dient auch der Überprüfung des Gesamtprojektfortschritts. Ist letztlich die bestmögliche Lösung gefunden, wird diese in einem Design Freeze festgehalten“, erläutert Simon. Daneben ist für das Produkt auch ein geeigneter Name und Slogan zu finden.

Öffentliche Abschlussbegehung als Ausklang eines erfolgreich durchgeführten Projektes

Der erfolgreiche Produktionsprozess wird jedes Semester mit einer öffentlichen Abschlussbegehung gefeiert. Hier stellen die Studierenden ihr Endprodukt vor.

Auch besteht für die Besucher die Möglichkeit, Fragen an die Studierenden zum Produkt und zum Produktionsprozess zu richten. Das Produkt in diesem Semester kam sehr gut an. Die Besucher sind begeistert. Und auch Simon ist happy. „Wir sind sehr stolz auf das angefertigte Produkt und auch der Lernprozess war enorm. Jetzt noch eine sehr gute Note, das wäre die Krönung“, lacht Simon und wendet sich dann wieder den fragenden Besuchern zu.

Imagevideo der Lernfabrik im Sommersemester 2019
Alle wichtigen Facts zur Lernfabrik im Sommersemester 2019
  • 20 Studierende
  • 15 Wochen Zeit
  • Die Kostenobergrenze für die Materialeinzelkosten betrug in diesem Semester 50 € pro Stück
  • Es mussten 32 Objekte produziert werden
  • Für das Lernfabrik-Projekt gab es wie immer 16 ECTS, das sind mehr als für die Bachelor-Arbeit
  • Angesetzt ist die Veranstaltung mit durchschnittlich 25 Stunden pro Woche, aufgrund des projekttypischen Belastungsprofils gab es jedoch auch Wochen, in denen 40 Stunden Arbeit und mehr angefallen sind.

Produktvideo

Einen Link mit der Gebrauchsanweisung zum Produkt finden Sie hier

Die Teilnehmer der Lernfabrik jumpING im Sommersemester 2019

von links: Prof. Dr. Juliane König-Birk, Prof. Dr.-Ing. Thomas Pospiech, Prof. Dr. Markus Graf, Prof. Dr.-Ing. Rolf Blumentritt, Prof. Dr.-Ing. Patrick Balve, Prof. Dr.-Ing. Hans Dieter Wagner, Prof. Dr.-Ing. Detlef Kümmel, Marius Wünsche, Hilal Alkan, Timo Quast, Patrick Haberzettl, Simon Öhler, Pascal Kreidler, Yvonne Adam, Pascal Wiener, Sarah Grauli, Stefan Böttcher, Haki Ibraj, Sevket Balik, Egzon Ajdari, Jan Boßler, Marc Böhringer, Fatih Hancer, Jonas Ilic, Jonathan Brucker, Florian Freihofer, Sascha Feil, Labormeister Waldemar Sawislog

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