Künstlerdozentur

Die Künstlerdozentur ist eine zentrale und ideale Ergänzung des betriebswirtschaftlichen Studienschwerpunktes Kultur- und Freizeitmanagement. Entscheidendes Merkmal dieses Seminarangebots ist die Vermittlung der Lehrinhalte durch Profi-Künstler – sozusagen aus „erster Hand“. Dieser Dialog mit Künstlern und ihrer Arbeit erfordert von den Studierenden die unmittelbare Auseinandersetzung sowohl mit betriebswirtschaftlichen als auch mit künstlerisch-ästhetischen Inhalten der jeweiligen Kultursparte – ein Dialog und Diskurs, der zu den Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen des Studiencurriculums zählt.

Die Studierenden erlangen Kenntnisse der „Kulturvermittlung“ für die spätere Kulturarbeit und erarbeiten beispielsweise ein Konzept zur Planung und Umsetzung eines künstlerischen Programms in den Darstellenden oder Bildenden Künsten bzw. in der Musikbranche, im Theater oder Museum. Jeder Künstlerdozent führt seine Lehrveranstaltung über zwei Semester fort, sodass bereits zwölf große Namen aus Kultur, Musik und Fernsehen als Gäste gewonnen werden konnten. Zu den bisherigen Künstlerdozenten zählen unter anderem die Band Fools Garden, Hartmut Engler, Leadsänger der Band PUR, Intendant Jochen Sandig von den Ludwigsburger Festspielen, Moderatorin Stephanie Haiber sowie TV-Produzent Werner Kimming.

Durch die Erfahrungen der Dozenten, sowohl aus Künstler-, als auch aus Veranstaltersicht, erhalten die Studierenden die Möglichkeit, das Künstler-, und Konzertmanagement sowie auch die vertraglichen und rechtlichen Besonderheiten aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Die Künstlerdozentur im akademischen Jahr 2019/2020 übernahm Joo Kraus, der im ersten Modul sich vorstellte und von seiner bisherigen beruflichen Laufbahn berichtete. Im zweiten Modul referierte er über Projekte, Erfahrungen mit verschiedenen Managements, die Unterschiede zwischen Jazz und Rock/Popmusik und wie er seine Konzerte selbst vermarktet. Norbert Eierding führte den Vorlesungstag weiter mit den Themen Künstlermarketing aus der Managementperspektive sowie den speziellen Herausforderungen, die der Jazz-Markt in der Vermarktung von Künstlern mit sich bringt. Im dritten der vier Vorlesungsmodule beschäftigten sich Ute Hafermalz und Norbert Eierding mit dem Tourneegeschäft, dessen Einnahme- und Kostenkalkulation sowie die Möglichkeiten der vertraglichen Ausgestaltung. Anschließend wurden verschiedene Projekte besprochen und die Besonderheiten von Indoor- und Outdoor-Events herausgearbeitet.

Als Praxisbeispiel wurden das Theaterhaus und der Friedrichsbau in Stuttgart besucht und vor Ort die unterschiedlichen Eventkonzepte begutachtet. Am Tag des vierten und letzten Moduls zeigten die Studierenden, wie gut sie die Inhalte der vergangenen Module selbst in die Praxis umgesetzt haben. In Zusammenarbeit mit den Würth Philharmonikern und der Ziehl-Abegg SE hatten die Studierenden ein Konzert mit dem Künstlerdozenten Joo Kraus eigenständig auf die Beine gestellt. Unter dem Titel Jamming @ the Factory konzipierten die Studierenden ein einzigartiges Konzerterlebnis in den Produktionshallen der Ziehl-Abegg SE. Dozentin Ute Hafermalz zeigte sich im Anschluss an das Konzert, welches gleichzeitig den Abschluss der einjährigen Künstlerdozentur bildete, begeistert vom Engagement der Studierenden: „Ich arbeite seit über 30 Jahren im Musik- und Veranstaltungsgeschäft und es ist mir ein großes Anliegen, meine Erfahrungen an interessierte, junge Menschen weiterzugeben. Dieses Geschäft ist immens vielfältig und macht so viel Spaß, dass ich mich freue, dass wir bei den Studierenden auf so großes Interesse stoßen. Unsere Expertise in der Organisation von Konzerten und Events landet hier genau bei der richtigen Klientel.“


Hier ein Mitschnitt des Konzerts vom gemeinsamen Auftritt von Joo Kraus und DJ Ole, der Student im Studiengang ist.

 DJ Ole (Student im Studiengang)
Jazztrompeter Joo Kraus mit Band
Konzert in den Produktionshallen von Ziehl-Abegg

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