Forschungsprojekte

NaTourHuKi - Nachhaltiges Tourismuskonzept für Hanau und den westlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises im Kontext des Regionalparks RheinMain

Verbundforschungsvorhaben zwischen der TU Darmstadt (Verbundleitung), der Hochschule Heilbronn, der University of Applied Sciences Frankfurt/Main, der Stadt Hanau, der Spessart Tourismus und Marketing GmbH und dem Regionalpark Ballungsraum Rhein Main GmbH.

Das Vorhaben beschäftigt sich mit der Entwicklung einer nachhaltigen Tourismusstrategie für den Landschaftsraum „Kinzigtal“ von Hanau bis Steinau an der Straße im Main-Kinzig-Kreis. Die Nachfrage regionaler Erholungsmöglichkeiten und anderer Tourismusangebote in der Region bis hin zum Spessart wird sich in den nächsten Jahrzehnten erheblich steigern. Dies ist eine Konsequenz der wachsenden Bevölkerung im Ballungsraum Rhein-Main und vor allem auch in der Stadt Hanau. Regionaler Tourismus ist bundesweit stark im Aufschwung und bietet auch für diesen Raum größere ökonomische Chancen. Das Vorhaben will hierzu belastbare Prognosen, nutzbare Potentiale und mögliche Perspektiven entwickeln.

Durch das Kinzigtal laufen wichtige Verkehrsinfrastrukturen, die Hanau am Ballungsraumrand mit dem ländlichen Raum bis in den Spessart verbinden. Schon heute gibt es allerdings hier auch erhebliche Konflikte im Spannungsfeld von Natur- und Landschaftsschutz, der Verkehrsbelastung, dem weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur (z.B. ICE Strecke Hanau-Fulda), der Siedlungsflächenentwicklung, der Sicherung der Land- und Forstwirtschaft und der Erholungsnutzung. Es bedarf eines regionalen Lösungsansatzes, wobei der Tourismus mit Fokus auf landschaftsbezogene Erholung als ein Anknüpfungspunkt dienen kann, der für einen Interessenausgleich wichtiger Akteure im Raum besonders geeignet scheint.

Das Forschungsteilprojekt der Hochschule untersucht mögliche Antriebsmechanismen für einen nachhaltigen regionalen Tourismus im Untersuchungsraum und darüber hinaus untersucht werden. Ein besonderer Fokus wird den Auswirkungen des Klimawandels auf den (Tages-)Tourismus in der Region sowie den möglicherweise daraus entstehenden regionalen „Overtourism“-Effekten gewidmet.

Auf Basis der Untersuchungen sollen mit den Verbundpartnern und den weiteren Stakeholdern, verschiedene Szenarien entwickelt werden, die in die Konzeption von Testprojekten münden.

Ein weiterer Aspekt des Verbundvorhabens ist die Etablierung einer tragfähigen Kooperationsstruktur für die Verstetigung der nachhaltigen Tourismusstrategie für die Region. In diesem Zusammenhang soll dieses tourismuswissenschaftliche Teilvorhaben ein Modell zur integrierten Tourismusplanung entwickeln und mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Region testen, um eine Übertragung auf andere Regionen zu ermöglichen.

Gefördert im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ – Fördersumme für das gesamte Verbundprojekt rund 2,6 Mio. € – Geplante Projektlaufzeit: 01.02.2020 – 31.01.2025, zunächst wurde die erste Projektphase (drei Jahre) bewilligt

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