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Doktortitel für HHN-Studierende: Neue Kooperation mit TU-Freiberg

HHN arbeitet ab Januar 2021 mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg zusammen: Nachwuchs-Doktorand*innen erhalten Zugang zur Universität und Betreuung der dort Lehrenden, um in einem kooperativen Promotionsverfahren den Doktortitel zu erlangen.
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Kooperatives Promotionsverfahren

Die HHN bietet jungen Wissenschaftler*innen ein kooperatives Promotionsverfahren an. Die Promotion wird bei diesem Modell an einer kooperierenden Universität im In- oder Ausland angemeldet und formal dort abgewickelt. Die praktische Arbeit erfolgt in den Laboren und den Kompetenzbereichen der HHN.

Die Betreuung und Begutachtung der kooperativen Promotion nehmen eine Professorin oder eine Professor der HHN gemeinsam mit einer Universitätsprofessorin oder einem Universitätsprofessor vor.

FAQs

Die promotionsberechtigte Universität gibt in der Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät Auskunft darüber, welche Formalien vorausgesetzt werden. Neben diesen Vorgaben sollten erfahrungsgemäß die folgenden Kriterien erfüllt werden: Ein sehr gut und zügig abgeschlossenes Hochschulstudium, große Forschungsaffinität und idealerweise erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten. Forschungsinteresse und Qualifikationen sollten sich mit dem Forschungsbereich des Betreuers decken, müssen jedoch nicht zu 100% deckungsgleich sein. Zusätzlich sollte ein hohes Maß an Selbstdisziplin und gutes Durchhaltevermögen vorhanden sein, um die arbeitsintensive und zeitaufwändige Promotionsphase erfolgreich durchlaufen zu können.

Das kooperative Promotionsverfahren kann mit nationalen als auch internationalen, promotionsberechtigten Universitäten durchgeführt werden. Bei der Suche können die betreuenden Professor:innen seitens der HHN behilflich sein.

Eine kumulative Dissertation ist durch mehrere Publikationen (papers) in Fachzeitschriften (journals) zu einem gemeinsamen Oberthema gekennzeichnet. Oftmals sollen diese Publikationen ein Begutachtungsverfahren (peer-review) durchlaufen, bevor sie zur Veröffentlichung akzeptiert werden. Eine monographische Dissertation bezeichnet dagegen ein einzelnes, sehr umfangreiches Werk zu einer konkreten wissenschaftlichen Fragestellung. Die Form der Dissertation ist vorab mit den Betreuenden abzuklären bzw. wird durch die jeweilige Promotionsordnung vorgegeben.

Ja. Allerdings sollte die jeweilige Belastung durch die Promotion und das davon unabhängige Beschäftigungsverhältnis in den Blick genommen werden. Erfahrungsgemäß ist eine „Promotion nach Feierabend“ oder eine „Promotion am Wochenende“ nicht über die Dauer des gesamten Promotionsverfahrens durchzuhalten. Eine Reduzierung des Beschäftigungsumfangs z.B. von Vollzeit auf 60% Teilzeit bringt zwar einerseits finanzielle Einbußen, andererseits erlaubt sie auch, sich zwei Tage pro Woche voll auf das Promotionsvorhaben zu konzentrieren.

Die Betreuung einer kooperativen Promotion kann grundsätzlich von allen Professor:innen der HHN durchgeführt werden. Vor Ihrer Kontaktaufnahme es sich an, einen maximal zwei A4-Seiten umfassenden Entwurf (Exposé) auszuarbeiten, in dem bereits konkrete Vorstellungen skizziert werden, zu welchem Forschungsthema und in welchem Fachgebiet die Dissertation entstehen soll. Dieses Exposé kann z.B. neben den allgemeinen Angaben zur eigenen Person (Name, Hochschulabschluss) den möglichen Arbeitstitel, eine kurze Einleitung, die Zielsetzung, den Stand der Forschung, die anzuwendende Methodik sowie zu erwartende Ergebnisse enthalten. Dieses Exposé kann dann bei dem ersten Treffen mit der*dem potenziellen Promotionsbetreuer*in vorgelegt werden. Bei der Betreuungssuche an der jeweiligen Kooperationsuniversität wird die*der HHN-Betreuer*in in der Regel unterstützend tätig und nutzt die eigenen Kontakte. Gerne unterstützt darüber hinaus auch das Prorektorat für Forschung, Transfer, Innovation.

An der HHN erfolgt keine Immatrikulation als Promotionsstudent*in, d.h. anders als Bachelor- und Masterstudierende erhalten Promotionsstudierende keine Matrikelnummer. Sehr wohl kann man dem Doktorandenkolleg der HHN als Anwärter oder Doktorand beitreten. Die kooperierende Universität kann eine Immatrikulation als Promotionsstudent*in fordern. Dies ist jedoch von Universität zu Universität unterschiedlich.

Eine Vollzeit-Promotion kann in der Regel zwischen 3 und 5 Jahren abgeschlossen werden. Ist eine Teilzeit-Promotion vorgesehen, d.h. können zum Beispiel 50% der Woche für die Promotion verwendet werden, so verlängert sich die Promotionsdauer. Allerdings ist die Promotionsdauer auch von fachspezifischen Anforderungen abhängig.

In erster Linie ist die Promotionsphase eine arbeitsintensive und zeitaufwändige Phase, die jedoch auch mit finanziellen Kosten einhergehen kann. Dabei sind diese Kosten vorab nicht explizit zu beziffern. Folgende Kosten sollten jedoch im Zusammenhang mit einer Promotion beachtet werden: (1) Semesterbeitrag der kooperierenden Universität, sofern eine Immatrikulation gefordert ist; dieser Semesterbeitrag wird von den Universitäten individuell gestaltet, (2) Fachliteratur, Software etc., (3) Reisekosten zu Tagungen und Konferenzen oder Treffen mit den Betreuenden, (4) Lektoratskosten der Dissertation

Reisekostenzuschüsse können vom Prorektorat für Forschung, Transfer, Innovation nur für aktive Konferenz- und Tagungsbeiträge von Doktoranden gewährt werden. Hierfür muss ein formloser Antrag mit einer Anmeldebestätigung und eine Übersicht der entstehenden Kosten an forschungsreferat@hs-heilbronn.de geschickt werden. Von den zugehörigen Fakultäten wird erwartet, dass sie sich finanziell beteiligen.

Das DAAD bietet u.a. Doktoranden mit dem Kongress- und Vortragsreisenprogramm die Möglichkeit der Finanzierung von Reisen zu internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen an.

Die finanzielle Absicherung für die Dauer der Promotion ist ein nicht unwesentlicher Faktor für den erfolgreichen Abschluss des Promotionsverfahrens. Die HHN bietet dabei grundsätzlich keine Promotionsstellen und -finanzierungen an, so dass sich der Promotionsinteressierte sollten sich vorab gemeinsam mit der*dem potenziellen Promotionsbetreuer*in um eine Finanzierungsmöglichkeit kümmern. Zur Auswahl stehen dabei:

  • private Finanzierung oder finanzielle Unterstützung durch Familienangehörige
  • Beschäftigung in der freien Wirtschaft
  • Anstellung als Mitarbeitende an der HHN (siehe Stellenangebote der HHN)
  • Anstellung als Mitarbeitende an einer anderen Hochschule (siehe www.hochschulstellenmarkt.de)
  • Bewerbung um ein Promotionsstipendium

Soll ein Beratungstermin vereinbart werden und/oder weiteren Fragen beantwortet werden, stehtNancy Warbeck gerne zur Verfügung.

Netzwerke und Mentoring für Doktorand*innen

BW-CAR

Im Rahmen der Plattform Baden-Württemberg Center for Applied Research (BW-CAR) wurde ein überregionales, Promotionen begleitendes Kolleg etabliert. Das Kolleg bietet allen Promovierenden an HAWen Baden-Württembergs Weiterbildungs-veranstaltungen an. Mehrmals jährlich wird zu Fachkolloquien und überfachlichen Qualifizierungsangeboten eingeladen, meist kombiniert an einem Tag. Einblick in das Angebot finden Sie auf der Homepage von BW-CAR.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Holger Fröhlich (+49 711 99 5281 61, froehlich@haw-bw.de)

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