Ein Foto von Epidauros in Griechenland.

European Diamonds - Europas Potentiale entdecken

|06.05.2021
  • Trinationales Forschungsvorhaben zu nachhaltiger Regionalentwicklung
  • Schwarzwald, Brest/Bretagne und Epidauros/Peloponnes als Modellregionen
  • Studierende arbeiten mit Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen Hand in Hand


Heilbronn / Künzelsau, Mai 2021. Gemeinsam mit der Hochschule Kehl, der Hochschule Macromedia in Freiburg und dem Freiburger Beratungsunternehmen SciConomy hat ein Team der Hoch­­schule Heil­bronn um Professor Sebastian Kaiser-Jovy das Forschungs­pro­gramm "Euro­pean Diamonds" ins Leben gerufen.

"European Diamonds" sind Regionen innerhalb Europas mit viel ungenutztem Po­tential. Basierend auf dem Forschungs- und Innovationsnetzwerk "Black Forest Diamond" werden die jeweils be­son­deren regionalen Wettbe­werbs­be­dingungen analysiert und Perspektiven der nachhaltigen Entwicklung auf­ge­zeigt. Im Sinne eines trinationalen Ansatzes verknüpft das Projektvor­ha­ben zu­nächst die Partnerregionen Schwarzwald, Brest/Bretagne (Frankreich) und Epidauros/Peloponnes (Griechenland). Erste Ergebnisse sollen im Rahmen der Summer School des Studiengangs Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement, kurz BK, im Juli in Epidauros präsentiert werden. Thema: Nachhaltigkeit im Sport- und Kultur­tourismus.

Für die Hochschule Heilbronn ist dieses Vorhaben wegweisend. Zunächst, da das langfristige Projekt der angewandten Forschung, im Sinne transferorien­tier­ter Lehre, regelmäßig in die Lehrveranstaltungen des Stu­dien­gangs BK ein­ge­bunden wird, und die Studierenden somit ihre Kompetenzen in einem interna­tionalen und herausfordernden Projekt erweitern können. Darüber hinaus be­deu­tet es eine fachbereichs- und standortübergreifende Zusammen­arbeit: So ist Prof. Dr. Lauren Ugur, Professorin für Internationales Tourismusmanage­ment am Bildungscampus Heilbronn, ebenfalls Mitglied der Forschungs­gruppe.

Zwischen dem griechischen Epidauros und dem Studiengang BK am Campus Künzelsau, besteht bereits seit mehreren Jahren eine enge Zusam­men­arbeit. Im Nordosten der griechischen Halbinsel Peloponnes gele­gen, hat Epidauros eine herausragende nationale und internationale Be­deutung und das, nicht nur we­gen des jährlich stattfindenden Festivals von Athen und Epidauros. Die Ge­meinde liegt auch im Zentrum der antiken Welt des Sports, nicht weit entfernt von den Austragungsorten der vier panhellenischen Spielen Olympia, Isthmia, Delphi und Nemea.

Ziel der langfristigen Forschungskoopera­tion ist es, eine Gesamtstrategie für die Entwicklung der Gemeinde Epidauros und der Argolis-Region aufzustellen und dabei alternative Formen nachhaltiger touristischer, wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung zu untersuchen. Voran­ge­gangene Studien haben ge­zeigt, dass selbst kleinere Sport- und Kulturver­an­staltungen ein bedeutender Impuls sein können, von dem die lokale Gemein­schaft auf verschiedene Weise direkt und indirekt profitieren kann.

Die Integra­tion in eine Gesamtstrategie der Destinationsentwicklung erweist sich dabei je­doch als ein zentraler Erfolgs­fak­tor. "Unter der Bedingung der Unterstützung und des Engagements der Bevölkerung vor Ort und weiteren Interessens­gruppen können solche Veranstaltungen erheblich zum Wohlstand und zur nach­­haltigen Entwicklung einer touristischen Destination beitragen", sagt Professor im Studiengang, Sebastian Kaiser-Jovy.

"Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn ist ein Projekt von hoher Priorität und markiert einen wichtigen Meilenstein für die nachhaltige Entwick­lung unserer Gemeinde. Wir schätzen den Beitrag des Forschungsteams sehr und freuen uns auf eine langfristige und fruchtbare Zusammenarbeit", sagt Tassos Chronis, Bürgermeister von Epidauros.


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Mit ca. 8.200 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis gut vernetzt. 

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