Sensoren in Dummies aus Pappkarton in einem Hörsaal

Mit ESTATE zu klimafreundlichem Gesundheitsschutz 

Vanessa Offermann|24.02.2022
  • Pandemiebedingt ist die Aerosolbelastung in Innenräumen ein großes Thema.

  • Lüften, raumlufttechnische Anlagen und Raumluftfilter können Abhilfe schaffen, sie schneiden in ihrem Energieverbrauch aber oft schlecht ab.

  • Forschungsprojekt ESTATE soll Möglichkeiten zur Raumluftsäuberung mit guter Energiebilanz aufzeigen.

    Heilbronn, Februar 2022. Spätestens seit der Corona-Pandemie sind Maßnahmen wie Lüften, der Einsatz oder Bau stationärer raumlufttechnischer Maßnahmen sowie mobile Raumluftreiniger in aller Munde. Doch die Systeme entpuppen sich oft als große Energiefresser, die nicht nur im Geldbeutel der Verbraucher*innen Spuren hinterlassen, – auch dem Erreichen der gesteckten Klimaziele machen sie einen Strich durch die Rechnung.

    Genau hier knüpft das Forschungsprojekt ESTATE der Hochschule Heilbronn (HHN) an. Es soll Gesundheitsschutz und Energieeffizienz optimal miteinander verknüpfen. "Unser Ziel ist es, Konzepte zu erarbeiten, mit denen ein Infektionsschutz in Innenräumen wie Klassenzimmern und Hörsälen gegeben ist, ohne gleichzeitig die Energieeffizienz aus dem Blick zu verlieren. Unsere Innenräume sollen sicher und klimafreundlich werden“, erklärt Projektleiterin Professorin Jennifer Niessner. Sie bildet gemeinsam mit Professor Raoul Zöllner das führende Forschungsduo hinter ESTATE. 

    Die Firma MANN+HUMMEL, Weltmarktführer im Bereich der Filtration sowie ebm-papst neo, Digital-Start-Up in Dortmund und weltweit führender Hersteller von Ventilatoren und Antrieben, sind die beiden Kooperationspartner des Projektes. Neben der Optimierung des Filtermaterials und der Form des Filterelements, sollen auch Akustik und Wohlfühlfaktoren verbessert werden. Ein weiterer Gamechanger stellt die Entwicklung eines Sensors dar, der nicht nur die Strömungsgeschwindigkeit selbst, sondern erstmals auch die Strömungsrichtung der Aerosole bestimmt.

    Professorin Jennifer Niessner untersucht durch Strömungssimulation die Wege der Aerosolpartikel in der Luft und in den Filtern. Co-Projektleiter Professor Raoul Zöllner möchte mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz erreichen, dass die Messdaten in der Anlage so ausgelesen werden, dass das System automatisch seine Lüftungseinstellung anpasst. 

    Mit ESTATE die Gesellschaft nachhaltig schützen

    ESTATE steht für "Energieeffiziente Betriebskonzepte für Gesundheitsschutz mit kooperativ arbeitenden raumlufttechnischen Anlagen basierend auf Simulationen, Sensordaten und künstlicher Intelligenz“ – ein Konzept mit Mehrwert.

    Professor Raoul Zöllner: "Die Ergebnisse sollen kurzfristig für die Covid-19-Pandemie und längerfristig für potenzielle weitere Infektionskrankheiten als Baustein dienen, bei denen Aerosole auch eine wichtige Rolle im Infektionsgeschehen spielen.“

    ESTATE hat eine Laufzeit vom 01. Januar 2022 bis 31.Dezember 2024 sowie ein Gesamtvolumen von 1,6 Mio. Euro. Es wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. 

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