Prof. Dr.-Ing. Uwe Gleiter

Prof. Uwe Gleiter, Studiengangleiter des Studiengangs Mechatronik und Robotik, ist unteranderem ein Experte, wenn es sich um das Thema Kunststofftechnik dreht. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Industrie entschloss er sich im Jahr 2015 in die Lehre zu gehen. Motivation schöpfte er aus der neuen persönlichen Herausforderung und dem Gedanken, Entwicklungsprojekte aus Interesse und nicht nur aus finanziellen Gründen anzugehen. Additive Manufacturing, den 3D-Druck bezeichnet Prof. Gleiter als seine Passion. Fasziniert von der Natur begibt er sich mit seiner Fotokamera regelmäßig auf Reisen, wie beispielsweise in das australische Outback. Neben den Tätigkeiten an der Hochschule darf Bewegung, gutes Essen und die Gartenarbeit nicht zu kurz kommen.

Was unterrichten Sie an der HHN?

Ich bin Studiengangleiter des Studienganges Mechatronik und Robotik und halte Vorlesungen in den Fächern Werkstoffkunde, Kunststofftechnik, Faserverbundwerkstoffe und Technische Mechanik. Des Weiteren bin ich Leiter des PIK (Polymerinstitut Kunststofftechnik) und stellvertretender Leiter des ISAPS (Institut für Strömung in additiv gefertigten porösen Strukturen). Meine Tätigkeit als Studiengangleiter, gefolgt von Vorlesungen und Forschungsprojekten, nimmt den primären Anteil meiner Arbeitszeit in Anspruch.

In welchem Bereich und wo waren Sie vor Ihrer Professur tätig? Wie war Ihr beruflicher Werdegang bis zur HHN?

Ursprünglich bin ich Bauingenieur und habe dann im Bereich der Kunststoffe promoviert. Nach drei Jahren in einem Ingenieurbüro im Bereich Motorsport war ich sechs Jahre bei BASF in der Kunststoffanwendungstechnik. Anschließend dann drei Jahre bei der Simona AG in der Kunststoffverarbeitung. Seit meiner Promotion hatte ich schon immer Lehraufträge inne und hielt Vorlesungen.
In der Industrie fehlte mir irgendwann der größere Bezug zum eigentlichen Fachgebiet der Kunststofftechnik und darauf entschloss ich mich im März 2015 in die Lehre zu wechseln. Die HHN bot damals eine interessante Ausstattung und gleichzeitig eine neue persönliche Herausforderung.

Woher kommt die Begeisterung für Ihre heutige Arbeit?

Es bereitet mir Spaß, Vorträge zu halten, vor Leuten zu reden und Wissen weiterzugeben. Ich mag es, Dinge weiterzuentwickeln und Projekte anzugehen. Im Gegensatz zur vorherigen Industrietätigkeit muss dabei nicht immer der kurzfristige finanzielle Gewinn im Vordergrund stehen, sondern man kann ein Thema auch mal langfristig entwickeln.

Was würden Sie als „Herzensprojekt“ während Ihrer bisherigen Zeit an der HHN bezeichnen?

Aus fachlicher Sicht gilt der additiven Fertigung, also dem 3D-Druck meine volle Aufmerksamkeit. Die Genehmigung des Forschungsprojekts „Bionische Filter – Simulationsgestütztes Design additiv gefertigter poröser Strukturen (BiFi)“, das ich zusammen mit den Kollegen Niessner und Schramm beantragt hatte, war sicherlich ein Höhepunkt der vergangenen Jahre.
Auch die Planung und Umsetzung der Sanierung des D-Gebäudes war und ist ein wichtiges Projekt. Es ist toll zu sehen, wenn sich das mehrjährige Engagement lohnt und ein Projekt voranschreitet.

Warum ist ein Studium bei T1 genau die richtige Entscheidung?

Wir haben sehr viele Kollegen, die ihre langjährige Industrieerfahrung in tolle Labore einbringen. Es wird in den Studiengängen die aktuelle Technik gelehrt und es gibt viele namhafte Firmen in der Umgebung. Der Campus Sontheim überzeugt mich mit seiner ruhigen Lage, einer guten Mensa und unkomplizierten Parkmöglichkeiten.


Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Ich reise sehr gerne, auch zu entfernten Zielen, Australien ist mein Lieblingsland. Eins meiner Hobbies ist das Fotografieren, daher versuche ich immer beides zu verbinden. Ich bin eher mit der Natur verbunden als ein Stadtmensch, finde aber auch Städte wie Rom oder New York faszinierend.

Top 3 Reiseziele:

Top 1 Australisches Outback

Top 2 Der Westen der USA mit seinen Nationalparks

Top 3 Peru

Was steht auf Ihrer Lebens-To-Do-Liste?

Auf meiner langen Reise-To-Do-Liste steht eine Antarktis-Kreuzfahrt. Ich möchte von der Südspitze Südamerikas zur Antarktis und den vorgelagerten Inseln, um Pinguine zu beobachten. Außerdem habe ich noch zu wenig vom afrikanischen Kontinent gesehen. Ein weiterer Wunsch wäre die Teilnahme an einer Sauriergrabung im mittleren Westen der USA.

Was ist Ihr Leibgericht?

Ich bin offen für verschiedene Küchen und koche sehr gerne. An Weihnachten koche ich zum Beispiel oft Sauerbraten, esse aber ebenso italienische und asiatische Küche sehr gerne. Zusammen mit meinem Sohn backe ich auch gerne Pizza in unserem Pizzaofen. Grundsätzlich versuche ich nur wenig Fleisch möglichst aus Freilandhaltung zu essen und das dann bewusst zu genießen.

Was schätzen Sie an den Studierenden, die Sie unterrichten?

Meine Studierenden sind offen für eine große Bandbreite an Wissen. Es ist schön zu sehen, dass es auch weiterhin viele junge Menschen gibt, die ein großes Interesse an Technik mitbringen.

Wie „schalten Sie ab“ und erholen sich vom Hochschulstress?

Die ständige Erreichbarkeit ist recht zehrend und die Erwartungshaltung, sofort eine Rückmeldung zu bekommen, sehr hoch. Meinen körperlichen Ausgleich schaffe ich daher durch Gartenarbeit beim Zurückschneiden von Büschen und Umgraben von Beeten. Ich habe einen großen Garten und denke, ich werde mein Leben lang im Garten werkeln. Ungefähr dreimal in der Woche gehe ich außerdem joggen und um abzuschalten spaziere ich auch einfach gelegentlich von der Arbeit nach Hause anstatt das Auto zu benutzen.

Top 3-Highlights Ihrer Zeit an der HHN.

Zu meinen Top 3-Highlights möchte ich eine vergangene Exkursion in die Schweiz zur europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) aufnehmen. Der Teilchenbeschleuniger konnte sowohl die Studierenden als auch mich beeindrucken. Als Highlight 2021 würde ich gerne das 1. ISAPS-Symposium nennen, welches aufgrund der aktuellen Situation als Hybridveranstaltung angeboten wurde und ein voller Erfolg war. Zuletzt freue ich mich immer über den Semesterabschluss mit den Studierenden, das Zusammensitzen und die unbefangenen Gespräche außerhalb der Vorlesung.

Tipps für die angehenden Ingenieur*innen der HHN.

Eine berufliche Entwicklung kann man schlecht planen, man sollte auf sein Bauchgefühl hören und nicht zu engstirnig, sondern offen für neue Herausforderungen sein. Neben den großen Unternehmen, die selbstverständlich gute Arbeitgeber sind, kann man auch in kleinen Betrieben großartige Erfahrungen machen, welche man später nicht vermissen möchte.

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