Prof. Dr.-Ing. Rainer Uhler

Prof. Rainer Uhler, unter anderem Studiengangleiter im Studiengang Electrical Systems Engineering, ist ein Experte der Elektrotechnik. Nach langjähriger Tätigkeit in der Forschung und Entwicklung entschließt er sich im Jahre 2010 für die Lehre an der HHN. Prof. Uhler ist überzeugt, dass die Grundausbildung an der Fakultät Mechanik und Elektronik die Studierenden für eine Karriere in renommierten Unternehmen qualifiziert. Abseits des Alltags an der HHN genießt er die Zeit mit seiner Familie und beim Musizieren.

Was unterrichten Sie an der HHN?

Als Studiengangleiter im Studiengang Electrical Systems Engineering (ESE) begleite ich die Bachelor-Studierenden während ihres Grundstudiums in den Fächern der Elektrotechnik. Den Schwerpunkt Elektrotechnik doziere ich studiengangübergreifend. Zusätzlich unterrichte ich einige Wahlpflichtkurse mit dem Schwerpunkt Leistungselektronik im Hauptstudium Bachelor. Vorlesungsinhalte werden zusätzlich mit praktischen Tätigkeiten im Labor unterstützt. Aktive Projekte beschäftigen sich unteranderem mit neuen Stromrichtertopologien sowie der Regelung von permanenterregten Synchronmaschinen mithilfe von Mikrocontrollern. Der Fokus liegt auf der automatischen Code-Generierung für Regelalgorithmen.

In welchem Bereich und wo waren Sie vor Ihrer Professur tätig? Wie war Ihr beruflicher Weg bis zu Hochschule Heilbronn?

Begonnen hat mein Werdegang mit dem Studium der Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe. Spezialisiert habe ich mich auf den Bereich elektrische Antriebe und Leistungselektronik und arbeitete nach meiner Diplomarbeit am Elektrotechnischen Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Hierbei war mein persönliches Ziel zu promovieren. Nach meiner Promotion arbeitete ich für die Daimler AG, genauer im Forschungsinstitut in Frankfurt. Hier beschäftigte ich mich mit Aktoren und der Stromversorgung im automobilen Umfeld. Im Jahre 2004 entschied ich mich nach Sindelfingen zu wechseln. In der technischen Vorentwicklung war ich mit der Regelung von Antrieben und zugleich mit dem sicheren Umgang von Hochvoltsystemen im Automobil betraut.

Seit wann sind Sie an der Hochschule Heilbronn tätig?

Im Jahre 2010 entschloss ich mich in die Lehre zu gehen und startete im Studiengang Robotik und Automation (RA) an der HHN. Schon damals unterrichtete ich die Vorlesungen Elektrotechnik im Grundstudium. Da der Fachbereich Leistungselektronik zur damaligen Zeit an der HHN kaum vertreten war, lag es in meiner Verantwortung, diesen aufzubauen. Die Berufung an die HHN wurde durch eine Stiftungsprofessur der Thomas-Gessmann-Stiftung ermöglicht.

Woher kommt die Begeisterung für Ihre jetzige Arbeit?

Grundsätzlich faszinierte mich die Technik schon immer. Die Fächer Mathematik und Physik bereiteten mir schon während meiner Schulzeit Freude. Ein weiterer entscheidender Grund ist meine Begeisterung für die Lehre. Nachdem ich meinen drei Söhnen im Rahmen der Oberstufe erfolgreich Inhalte vermitteln konnte, wusste ich, das klappt auch an der HHN bei den Studierenden.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Meine Passion ist die Musik. Im Grunde genommen spiele ich alle Tasten-Instrumente. Beispielsweise das Klavier, Keyboard oder die Kirchenorgel. Meine Karriere als Amateurmusiker startete im Kindesalter auf dem Keyboard.

Was ist Ihr Leibgericht?

Ein präferenziertes Lieblingsgericht oder eine bevorzugte Küche gibt es bei mir nicht. Ich genieße die volle kulinarische Bandbreite - außer Kokos.

Was schätzen Sie an den Studierenden, die Sie unterrichten?

Die Studierenden, die ich schätze, sind wissbegierig, sie hinterfragen Zusammenhänge und versuchen komplexe Inhalte zu durchdringen. Motivation und Durchhaltevermögen sind unverzichtbar für eine individuelle Perspektive.

Wie „schalten Sie ab“ und erholen sich vom Hochschulstress?

Abschalten kann ich beim Spielen der Kirchenorgel, hierbei befinde ich mich sozusagen an einem anderen Ort, meine Gedanken können sich vom Alltag lösen. Gerne lese ich auch spannende Romane oder Krimis am besten mit technischem Bezug. Momentan habe ich mir ein persönliches Leseverbot verhängt und beschäftige mich nur im Urlaub damit. Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, dann muss ich es auch zu Ende bringen, mit meinem Workload an der HHN lässt sich dies zurzeit allerdings nicht gut vereinbaren.

Was würden Sie als „Herzensprojekt“ während Ihrer bisherigen Zeit an der HHN bezeichnen?

Ein großes Projekt für mich war der Aufbau des Prüfstandes für elektrifizierte Antriebe. Hierbei konnte ich mich maßgeblich an der Projektplanung beteiligen. Das kontinuierliche Wachstum des Prüfstandes und die anschließende Inbetriebnahme bereiteten mir große Freude.

Was sind die Erkenntnisse, bzw. Vorteile und Nutzen der Projektergebnisse?

Durch die Errichtung des Prüfstandes kann die HHN externen Kunden Prüfkapazitäten zur Verfügung stellen. Die Hochschule als Bildungseinrichtung kann somit mit verschiedenen Anbietern am Markt konkurrieren. Das entwickelt eine gewisse Sichtbarkeit und Attraktivität der Hochschule nach außen. Desweitern können die Studierenden während der Laborveranstaltungen realitätsnahe Versuche durchführen.

Was war für Sie ein Projekthighlight?

Absolutes Highlight war die Fertigstellung des Prüfstandes. Schon damals konnten wir die Belastungen, welche bei einem Rennen auf der Nordschleife entstehen, aus der Simulation auf elektrische Maschinen im Prüfstand übertragen.

Warum ist ein Studium bei T1 genau die richtige Entscheidung?

Die Fakultät Mechanik und Elektronik bietet den Studierenden eine attraktive Grundausbildung. Desweitern können Studierende ihren persönlichen Interessen über ein umfangreiches Wahlfachangebot nachgehen. Durch eine Vielzahl an Zusatzangeboten sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos. Nicht zuletzt qualifiziert der Abschluss bei T1 die Studierenden für einen erfolgreichen Jobeinstieg auch bei renommierten Unternehmen.

Tipps für die angehenden Ingenieur*innen der HHN.

Eigenmotivation und technisches Interesse sind der Schlüssel für ein erfolgreiches Studium. Hinterfragen sie technische Zusammenhänge oder Inhalte, wählen Sie eine Studienrichtung und Studienschwerpunkte, die Ihnen Spaß machen. Bei einem Studium aus voller Überzeugung entwickeln sich die Erfolge von alleine. 

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