Prof. Dr.-Ing. Jennifer Niessner

Prof. Niessner, Leiterin des Strömungslabors, ist unter anderem Spezialistin für das Fachgebiet der Strömungsmechanik. Die Geschichte der begeisterten Forscherin beginnt an der Universität Stuttgart, übrigens absolvierte sie hier den Studiengang Umweltschutztechnik und ihre Promotion. Nach mehreren Aufenthalten an internationalen Universitäten, wie beispielsweise an der Universität Utrecht löste sich Prof. Niessner im Jahr 2011 von der theoretischen Strömungsmechanik . Durch die Anstellung in der Industrie nutzte sie die Chance, Strömungsmechanik in einem breiteren Kontext zu betrachten. Aufgrund ihres Interesses an Lehre und Wissenschaft entschließt sich Prof. Niessner schließlich im Jahr 2014 für die HHN. 

CFD-Simulation der Strömung durch eine OP-Maske (Simulation: Dennis Hoch)

Was unterrichten Sie an der HHN?

Zugeordnet bin ich der Fakultät Mechanik und Elektronik und dem Studiengang Maschinenbau. Aber grundsätzlich bin ich an der HHN für alles verantwortlich, was mit Strömung zu tun hat und so unterrichte ich Studierende aus verschiedenen Studiengängen. 

In welchem Bereich und wo waren Sie vor Ihrer Professur tätig? Wie war Ihr beruflicher Werdegang bis zur HHN?

Gefühlt war ich schon immer in Forschung und Lehre tätig, studiert habe ich Umweltschutztechnik und den internationalen Studiengang „Water Resources Engineering and Management“ an der Universität Stuttgart. Schon damals spezialisierte ich mich auf das Thema „Strömung“. Nach meiner Promotion, einem Forschungsaufenthalt, dem sogenannten Postdoc, an der Universität Utrecht in den Niederlanden und meiner anschließenden Habilitation an der Universität Stuttgart entschloss ich mich 2011, auch die Praxis der Strömungsforschung kennen zu lernen und war mehrere Jahre für die Fa. Bosch in der Forschung tätig. Weil ich merkte, dass ich die Lehre, die Arbeit mit Studierenden und die Freiheit in der Forschung doch vermisste, entschloss ich mich schließlich, einem Ruf als Professorin für „Technische Physik und Strömungslehre“ der HHN zu folgen, um so seit 2014 meinen „Uni-Hintergrund“ und den Praxisbezug in einem Job zu vereinen – das ist für mich ideal.

Woher kommt die Begeisterung für Ihre heutige Arbeit?

Die Strömungsmechanik ist extrem vielseitig und spannend. Eine große Motivation ist für mich auch, dass man mit Strömungsmechanik wichtige Beiträge zu Umwelt-, Klima-und Gesundheitsschutz leisten kann.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Ich unternehme gern was mit meinen Kindern oder gehe joggen, um den Kopf frei zu bekommen.

Top Reiseziele:

  • Top 1 Mit dem Wohnwagen einen Monat durch Neuseeland
  • Top 2 Ins wilde Landesinnere von Island

Was steht auf Ihrer Lebens-To-Do-Liste?

Die Arbeit nimmt derzeit einen sehr großen Raum ein, daher träume ich eher von privaten Dingen. Wenn ich mal Zeit habe, würde ich gerne mal ordentlich Kraulschwimmen lernen. Und wenn ich ganz viel Zeit habe (also vielleicht in der Pension…?) möchte ich Paragliden…

Was ist Ihr Leibgericht?

Pasta mit Kirschtomaten, Basilikum, Parmesankäse und gerösteten Pinienkernen.

Was schätzen Sie an den Studierenden, die Sie unterrichten?

Ich mag die Offenheit der HHN-Studierenden. Die meisten haben keine Angst, Fragen zu stellen und geben frei heraus Feedback. Vorlesungen an der HHN sind keine Einbahnstraße und genau das macht die Lehre lebendig. Durch die familiäre Atmosphäre kennt man sich, sagt einfach mal „hallo“, wenn man sich in der Mensa oder auf dem Campus sieht. Das gab es an der Uni nicht.

Wie „schalten Sie ab“ und erholen sich vom Hochschulstress?

Abschalten kann ich beim Toben mit meinen zwei Kindern oder wenn ich die Zeit finde, mit dem Fahrrad an die HHN zu fahren.

Was würden Sie als „Herzensprojekt“ während Ihrer bisherigen Zeit an der HHN bezeichnen?

Die Forschung ist mein Herzensprojekt. Meine Forschungsprojekte sind meine Babys, es fällt mir schwer, eines zu priorisieren. Für die Forschung brenne ich, es ist wahnsinnig spannend und abwechslungsreich, Neues zu entdecken.

Warum ist ein Studium bei T1 genau die richtige Entscheidung?

Die HHN ist eine symphytische Hochschule. Es ist sicher nicht alles perfekt, aber in allen Abteilungen gibt es super nette Ansprechpartner*innen, die sich bemühen, dass das Studium interessant ist und Spaß macht. Nach einem Technik-Studium in T1 steht einem die Welt offen, die Job-Chancen in der Industrie sind sehr gut. Nach dem Bachelor kann man alternativ im Master weiterstudieren und wenn man möchte, sogar seinen Doktor machen und promovieren.

Top3-Highlights Ihrer Zeit an der HHN.

Das größte Highlight für mich ist mein Team an der HHN. Die Motivation und das tolle Miteinander im Team sind wirklich eine Freude. Das zweite – kurze -Highlight war ein sehr intensiver Moment für mich. Die letztliche Entscheidung über die Förderung eines 1-Mio.-Euro-Projekts hing zu einem guten Teil an einer fünfminütige Präsentation in Erfurt. Die Spannung war gigantisch – letztlich bekamen wir tatsächlich den Zuschlag. Abschließend ist es für mich immer aufs Neue ein Highlight, wenn es bei den Studierenden „klick“ macht und sie Ihr „Ding“ im Studium finden, ihren eigenen Weg einschreiten und nicht mehr in dem Strom der Kommilitonn*innen schwimmen.

Tipps für die angehenden Ingenieur*innen der HHN.

Den angehenden Ingenieur*innen empfehle ich immer neugierig zu bleiben, damit kommt die Motivation und Leistungsbereitschaft von ganz alleine. Die Studierenden sollten sich kritisch mit den eigenen Fähigkeiten auseinandersetzen und diesen vertrauen. Und dann bleibt nur noch eines: Gas geben.

CFD-Simulation der Aerosolpartikelausbreitung in einem Hörsaal der HHN (Simulation: Adrian Tobisch)
Logo des Audits familiengerechte Hochschule. Die HHN ist seit 2005 zertifiziert.
Logo der weltoffenen Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit
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