Künzelsauer Studierende evaluieren bayerische Initiative „Digitale Einkaufsstadt“

|09.02.2022
  • Viele Maßnahmen gehen bereits in die richtige Richtung
  • Mit Primärerhebung und Eye-Tracking-Analysen zum Ergebnis


Künzelsau, Februar 2022. Die Frage, wie sich der lokale Einzelhandel gegen die anscheinend übermächtige Online-Konkurrenz von Amazon, Zalando & Co. wehren kann, stellt sich nicht erst seit der Corona-Pandemie. Mögliche Antworten versucht bereits seit 2015 die bayerische Initiative „Digitale Einkaufsstadt“ des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zu geben. Sie hat zum Ziel durch Förderung von konkreten Digitalisierungsprojekten die Händler und Kommunen bei der Modernisierung des stationären Handels zu unterstützen.

Ob einige der inzwischen abgeschlossenen Projekte oder aber alternative Ansätze wirklich auf den erhofften Zuspruch der Kunden hoffen können, hat nun das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn, Reinhold-Würth-Hochschule am Campus Künzelsau untersucht.

Studierende des Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing und Medienmanagement haben unter Leitung von Professor Marcus Meyer dafür eine Primärerhebung, also eine eigene Datenerhebung, und Eye-Tracking-Analysen, die Augenbewegungen messen und aufzeichnen, durchgeführt. Was sich die (potentiellen) Kunden wirklich wünschen und was davon – auch durch die Förderung der „Digitalen Einkaufsstadt“ – die Kommunen und Händler bereits heute anbieten, haben sie so herausgefunden. Die Ergebnisse sind laut Referatsleiter Franz Müller „ermutigend, hochinteressant und zeigen auch einige neue Aspekte auf.“ Viele Maßnahmen gehen offensichtlich schon heute in die richtige Richtung, aber noch bleibt viel zu tun. Oder, wie es der Projektleiter Professor Meyer formuliert: „Amazon zu kopieren, wird einem lokalen Einzelhändler kaum gelingen. Umso wichtiger ist es, die digitalen Möglichkeiten dafür einzusetzen, denjenigen Bedürfnissen noch besser zu entsprechen, die nur ein Ladengeschäft vor Ort erfüllen kann.“

Projektleiter Professor Marcus Meyer (rechts) mit den Studierenden.

Fotos: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

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M.A. Eva Vogel
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