Jasmin Schmitz: Automatisierung in der Serienproduktion

"Pleasure in the job puts perfection in your work."

Mit der Bachelorarbeit „Die Automatisierung eines manuellen Arbeitsschrittes in der Serienproduktion von Karosseriebauteilen eines Automobilzulieferers“ löst Jasmin Schmitz ein ergonomisches Problem bei thyssenkrupp Automotive Body Solutions in Heilbronn. Die Tätigkeiten mit unhandlichen Karosseriebauteilen sollen in der Zukunft von zwei Industrierobotern übernommen werden. Mit der Auswahl, Positionierung und Programmierung der Roboter sowie Steuerung übernimmt die Bachelorabsolventin Jasmin viel Verantwortung. Der Studiengang Mechatronik und Robotik konnte Jasmin bestens auf die Herausforderungen während ihrer Abschlussarbeit vorbereiten.

Was ist Ihre aktuelle berufliche/schulische Situation?

Aktuell bin ich im 8. Semester des Studiengangs Mechatronik und Robotik und auf Jobsuche. Mein Ziel ist zuerst Berufserfahrung zu sammeln, Geld zu verdienen und anschließend mein Fachwissen mit einem Aufbaustudium wie dem Master zu vertiefen. Mein Ziel ist es, regional tätig zu werden, demnach werden ich mit großer Wahrscheinlichkeit in der Automobilindustrie landen.

Was war der Grund für den Start/ Auslöser?

Auslöser war der Werkstudentenjob bei thyssenkrupp in Heilbronn. Der Tätigkeitsbereich eignete sich perfekt für den Umfang einer Bachelorthesis. Kurzerhand habe ich mich dann dazu entschlossen, direkt mit meiner Bachelorarbeit mitten im Semester zu beginnen.

Gibt es jemanden, der Sie dabei unterstützt, der Ihnen dabei geholfen hat von der HHN?

Ich denke mit Prof. Hoch, unter anderem ein Robotikexperte, welcher uns seit dem ersten Semester an der HHN begleitet, habe ich den richtigen Ansprechpartner gefunden. Natürlich möchte ich auch die Unterstützung meiner Kolleg*innen und meines Betreuers im Unternehmen hervorherben. 

Auf welche Ihrer Meilensteine sind Sie besonders stolz? Was kommt als Nächstes?

Zuerst einmal finde ich, dass alle, die einen Teil ihres Studiums während der Pandemie absolvieren, auf jeden Fall auf sich stolz sein können. Die Onlinelehre stellte die Studierenden vor neue Herausforderungen. Ich bin stolz, dass ich das Studium beinahe in Regelstudienzeit absolviert habe und mein Praxissemester bei dem Unternehmen Bosch in den Niederlanden machen durfte. Das Automatisierungskonzept für einen Roboter wurde übernommen. Das Team benannte den Roboter nach meinem Namen. Nun trägt er witzigerweise den Rufnamen „Jasmin“.

Wie gestaltet sich Ihre bisherige Laufbahn?

Meine bisherige Laufbahn beginnt im Jahr 2016 mit dem Abschluss meines Abiturs auf dem allgemeinbildenden Gymnasium in Brackenheim. Nach einer kleinen Auszeit habe ich mich 2018 für den Studiengang Mechatronik und Robotik an der HHN entschlossen. Zu Beginn hatte ich einen Minijob bei Schunk und habe anschließend das Praxissemester bei Bosch in den Niederlanden absolviert. Bei thyssenkrupp beschäftigte ich mich zunächst mit der Automatisierung durch meinen Werksstudentenjob, aufbauend darauf habe ich dort ebenfalls meine Bachelorarbeit geschrieben. Aktuell befinde ich mich auf Jobsuche.

Woher kommt die Begeisterung für Ihre jetzige Arbeit?

Vermutlich konnte mich mein Vater für die Technik begeistern. Mein Papa ist als Ingenieur tätig und er ist mein großes Vorbild. Eigentlich wollte ich nie sein wie alle anderen, Mathe und Physik bereiten mir komischerweise viel Freude.

Highlights Ihrer Zeit an der HHN.

Als Highlight würde ich die Prüfungsvorbereitung am Bildungscampus in Heilbronn bezeichnen. Das fokussierte Lernen in der neuen Bibliothek LIV bereitete mir schon beinahe Freude. Zusätzlich finde ich die Laborveranstaltungen im Rahmen meines Studiums sehr interessant. Als weiteres Highlight würde ich den Konstruktionswettbewerb im Sommersemester 2018 nennen. Hier belegte mein Team mit dem Kletterroboter den zweiten Platz.

Wie schalten Sie ab vom Hochschulstress?

Grundsätzlich finde ich, dass das Studieren nicht zwangsläufig mit Stress in Verbindung gebracht werden muss. Klar, die Prüfungszeit ist jedes Semester aufs Neue eine Herausforderung. Ich reise gerne und liebe die Erholung im Urlaub, schon vor meinem Studium entdeckte ich das Reisen für mich, eventuell folgt hier noch eine Fortsetzung. Mein Lieblingsland ist übrigens Fiji.

Welche Anekdote aus Ihrer Zeit an der Hochschule Heilbronn beschert Ihnen heute noch ein Schmunzeln?

Gerne erinnere ich mich an die zweitägige Exkursion des Studiengangs Mechatronik und Robotik. Während unsere kleinen Reise durch ganz Baden-Württemberg hatte ich die Chance, einen Einblick in verschiedene Unternehmen und Institute zu bekommen.

Warum ist ein Studium bei T1 genau die richtige Entscheidung?

Das Studium ist praxisorientiert. Es ist breit gefächert und ab dem dritten Semester können Wahlfächer belegt werden, eine Vertiefung in unterschiedlich Bereiche ist also kein Problem. Der enge Kontakt zu den Professor*innen wird gepflegt. Das Stellen von Fragen und eine offene Feedbackkultur ist allgemeiner Standard. 

Welchen gesellschaftlichen oder persönlichen Nutzen/Vorteile entstanden durch Ihre Arbeit?

Zuerst einmal konnte ich den Miterbeiter*innen unter Betracht der ergonomischen Situation weiterhelfen, das ist ja auch genau das Ziel bei der Umstellung eines manuellen Arbeitsbereiches. Persönlich finde ich, dass die projektnahe Planung unbezahlbar für meine berufliche Weiterbildung war. Den Bezug zu einer existierenden Anwendung, welche beispielsweise in der Serienproduktion verwendet wird, finde ich klasse. Mein Ziel ist es, durch Automatisierung den Menschen zu helfen.

Was ist Ihr größtes berufliches Ziel?

Mein größtes Ziel ist es, Freude an der Arbeit zu haben. Solange ich hinter den Produkten stehe, spielt es für mich keine Rolle, ob es sich um einen großen Konzern oder um ein KMU handelt. Ein modernes Arbeitsumfeld und innovative Projekte wären natürlich toll. Vielleicht versuche ich es ja sogar mal bei „Bosten Dynamics“.

Tipps für die angehenden Ingenieur*innen der HHN.

Den angehenden Studierenden kann ich empfehlen, sein Studium mit Blick auf das zu wählen, was man später auch machen möchte. Das wichtigste ist, dass es Freude bereitet und sich nicht nur wie eine Qual von Semester zu Semester anfühlt. 

Spannende Bilder von Jasmin Schmitz über die Zeit an der HHN
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