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"Informatik als Werkzeugkasten" – Professor Thomas Fankhauser im Interview

Winkler/Offermann|27.04.2022

HHN-Professor Thomas Fankhauser hat eine ganz bestimmte Vision: "Insbesondere Frauen Zugänge zu technischen Berufen zu schaffen", sagt der Experte für Verteilte Systeme, Datenbanken und Cloud Computing. Daher hat er sich für die beiden Events "Kinderuni" und "Girls'Day" ein ganz besonderes Programm überlegt: Ein virtuelles Luftballon-Spiel, das insbesondere den jungen Mädels spielerisch die Türen in die faszinierende Welt der Informatik öffnet.

Worauf dürfen sich die Gäste der Kinderuni und des Girls'Days freuen?

Ich habe mir einen aktiven Vortrag zum Mitmachen über das Thema "Wunderwelt der Informatik" ausgedacht. Gemeinsam werden wir ein kleines virtuelles Spiel bauen. Es heißt "Ballooon: Konzeption und Entwicklung eines iPad Spiels".


Worum geht es da?
Es geht hier darum, bestimmte Luftballons einer Farbe zum Platzen zu bringen. Im Vorfeld werden dafür erst einmal echte Luftballons an einer realen Wand mit einer Nadel zerstochen, um die Freude auf das fertige Spiel anzuheizen. Für die Entwicklung des Spiels braucht es dann auch gar nicht so viel Magie: Zuerst muss skizziert werden, um was für ein Spiel es sich handelt und wie es aussehen soll. Im Anschluss wird ein entsprechender Code gestaltet und die Grafik erstellt. Zum Schluss muss das Spiel natürlich getestet werden. Wir werden sehen, ob es vielleicht sogar jemand schafft, den Highscore zu knacken.


Prof. Dr. Thomas Fankhauser

„Informatik als ein Werkzeugkasten, mit dem es möglich ist Probleme in der echten Welt zu lösen.“


Prof. Dr. Thomas Fankhauser
Was motiviert Sie dabei am meisten?

Mein Anreiz ist es zum einen dem oft schlechten Ruf der Informatik entgegenzuwirken. Die Informatik ist extrem vielseitig und anwendungsbasiert. Zum anderen finden sich in den technischen Berufen leider zu wenige Frauen wieder, deshalb empfinde ich es als wichtig, Zugänge zu schaffen. Das tolle an der Informatik ist, dass Anwendungen einfach selbst gebaut werden können, es braucht dafür nur einen Laptop. Die Informatik findet sich dabei in ganz vielen Berufen und Alltagssituationen wieder. Interessiert sich jemand zum Beispiel für die Medizin oder die Gesundheitsbranche, dann ist der HHN-Studiengang Medizinische Informatik beispielsweise die optimale Basis. Die Teilbereiche sowie der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Was bedeutet Wissenschaft für Sie?

Wissenschaft verstehe ich als ein offenes Konzept, ohne Schranken. Also eine offene Wissensvermittlung, die einen voranbringt. Dabei ist es existenziell, dass es sich um faktenbasiertes Wissen handelt. Vor allem das Entstehen von Fake-News ist ein ernstzunehmendes Problem. Die Wissenschaft muss es sich deshalb zum Ziel setzen, einen entscheidenden Faktor zur glaubhaften Informationsverbreitung beizutragen.

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Studierende sitzen mit Getränken an einem Tisch und arbeiten gemeinsam an Laptops

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