Künzelsauer Studierende zu Gast beim DFB

red|25.07.2022
  • Fachexkursion ermöglicht Sportmanager*innen von morgen exklusiven Einblick beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt
  • Vorträge zu den Themen Verbandsarbeit, Vermarktung, Frauenfußball und ein Ausblick auf die EURO 2024  


Künzelsau/Frankfurt, Juli 2022. Kürzlich wurde der neue Campus des Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt offiziell eröffnet. In der Woche davor erhielten 30 Sportmanagement-Studierende vom Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn (HHN) im Rahmen einer Fachexkursion zum DFB einen exklusiven Einblick in den neuen Gebäudekomplex, der weltweit seinesgleichen sucht. Vorträge zu den Themen Verbandsarbeit, Vermarktung, Frauenfußball und ein Ausblick auf die EURO 2024 rundeten das Tagesprogramm ab. Möglich wurde die Exkursion durch die guten Kontakte von Sportmanagement-Professor Thomas Bezold zum DFB in Kooperation mit den beiden Künzelsauer Alumni Christina Wolff und Jens Futterknecht, die seit Jahren erfolgreich für den Verband arbeiten.

Neuer DFB-Campus auf 15 Hektar

Nachdem die alte Zentrale zu klein geworden war, entschied sich der Deutsche Fußball-Bund für den Bau eines neuen Campus, der international eine neue Benchmark für Anlagen dieser Art setzt. Mit einem Investitionsvolumen von 150 Mio. Euro ist der Neubau die größte Einzelinvestition in der Geschichte des DFB. Auf einer Gesamtfläche von 15 Hektar werden Administration und Sport erstmals unter einem Dach gebündelt. Neben der Verwaltung und der neu gegründeten DFB-Akademie gehören zu dem Komplex eine freitragende Fußballhalle mit einem Kunstrasenfeld, ein Athletenhaus, eine Futsal- beziehungsweise Multifunktionshalle sowie Naturrasenplätze und weitere Trainingsflächen. Im Bedarfsfall stehen dem DFB zusätzlich fünf Hektar als Erweiterungsoption zur Verfügung.

Organisationsstruktur, Frauenfußball und EURO 2024 

Im Rahmen eines Einführungsvortrages führte der Künzelsauer Alumnus Jens Futterknecht, Leiter Zulassungsverfahren 3. Liga, in die Organisationsstruktur und die vielfältigen Aufgaben des Verbandes ein. Der Professionalisierungsgrad im Verband sei sehr hoch. Alle wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe sind seit 2021 in eine eigene Kapitalgesellschaft ausgelagert worden, um den gemeinnützigen ideellen Kern des Verbandes zu schützen. Es geht um eine vitale Symbiose von Amateur- und Profifußball.

Christina Wolff, als zweite Künzelsauer Absolventin, arbeitet im Stab Zulassungsverfahren, Stadion & Infrastruktur des Geschäftsbereichs Spielbetrieb und ist hier insbesondere für die Vermarktung der Frauen-Bundesliga zuständig. Sie informierte über die Herausforderungen des Frauenfußballs, der es in Deutschland sehr schwer hat, sich ins öffentliche Interesse zu rücken. Der DFB versucht seit Jahren die Professionalisierung des Frauenfußballs voranzutreiben.

Einen Ausblick auf die größte Sportveranstaltung, die in den kommenden Jahren in Deutschland stattfinden wird, gab der Kommunikationschef des Organisationskomitees der Fußball-Europameisterschaft „UEFA EURO 2024“, Max Geis. Die EURO 2024 werde an das Sommermärchen anknüpfen und einen ähnlichen Impuls auslösen wie die WM 2006, glaubt man im Organisationskomitee. In den zehn Spielorten werden von den 24 teilnehmenden Nationalmannschaften 51 Paarungen ausgetragen. Man erwarte rund 3 Mio. Zuschauer*innen in den Stadien und mindestens noch einmal die gleiche Summe bei den verschiedenen Fanfesten und Public viewing-Veranstaltungen. Deutschland biete weltweit eine der besten Stadioninfrastrukturen. Im Herzen Europas gelegen, sind alle Austragungsstädte teilweise sogar für Tagesbesucher*innen aus anderen Ländern leicht und einfach zu erreichen. Die EURO 2024 kommt dabei ohne teure Neubauprojekte aus, die Nachnutzung der Stadien ist – im Gegensatz zu den Stadien der Weltmeisterschaften in Russland oder Katar – im Bundesligaspielbetrieb gesichert. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt werden. Speziell in diesem Punkt will man zeigen, wie man im Gegensatz zu Katar ein Fußballturnier dieser Dimension auch anders organisieren kann. „Für die angehenden Sportmanager bedeutet die EURO 2024 eine Art Sonderkonjunktur am Arbeitsmarkt. In der Vorbereitung und Durchführung dieser Sportgroßveranstaltung entstehen viele zusätzliche Jobmöglichkeiten, die sich bestens für den Einstieg in das Sportbusiness eignen. Dies sowohl beim DFB selbst, der EURO 2024 GmbH, bei der UEFA oder bei den lokalen Organisationskomitees der zehn Ausrichterstädte“, sagt HHN-Professor Bezold.

Trotz aller Querelen, durch die der Verband regelmäßig in die negativen Schlagzeilen gerät, zählt der DFB als gut strukturierter und größter Fußball-Nationalverband der Welt als Arbeitgeber zu den ersten Adressen im Sportbusiness. Insgesamt arbeiten aktuell knapp zehn Künzelsauer Sportmanagement-Absolvent*innen beim DFB oder bei einer seiner ausgelagerten Tochtergesellschaften.

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Mit ca. 8.000 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.
Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis gut vernetzt.

M.A. Eva Vogel
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