Veranstaltungen von BS

Unsere BS-Studierenden erhalten jedes Semester in zwei Vortragsreihen einen ganz besonderen Einblick in soziale Themen, die zum Nachdenken anregen, neue Impulse setzen und den Horizont erweitern sollen.

Im zweijährigen Rhythmus organisiert der Studiengang Fachkonferenzen mit dem Thema Rettungshundewesen im Katastrophenschutz und der Vermisstensuche. Ziel ist es, die Vernetzung der Hilfsorganisationen zu fördern und den Austausch zu stärken. Im Rahmen von Projekten beteiligen sich Student*innengruppen an der Vorbereitung, an Umfragen zum Thema und der Organisation sowie Durchführung unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Tiebel.

Vortragsreihe "aBSeitsgespräche"

Etwas aBSeits Gespräche führen.

Hinter dieser Vortragsreihe unseres Studiengangs Betriebswirtschaft und Sozialmanagement (BS) steckt das Ziel, Studierenden Einblick in auffallend andere Themengebiete des Sozialmanagements zu geben. Abseits vom Studium und ausgefallen soll es sein! Atypische Herangehensweisen über Projekte oder übergreifende Fragestellungen und Problemlagen in der Sozialwirtschaft, in den Organisationen, von Beteiligten und Betroffenen dürfen hier Thema sein und zur Diskussion gestellt werden.

Menschen aus der Sozialbranche, Studierende, Absolventen, Ehren‐ oder Hauptamtliche,  Gruppen oder Institutionen dürfen hier das Wort ergreifen und zeigen, hinter welcher Idee, welcher Aufgabe oder welchem Projekt Sie stehen.

Hier finden Sie die Themen der letzten Semester:

WS 20/21: Strategisches und professionelles Freiwilligenmanagement – eine Führungsaufgabe?

Die gelingende Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt in der Sozialwirtschaft.

Referentin: Brigitte Limbeck, Stabsstelle für Verbandsangelegenheiten/Ehrenamt, AWO Bezirksverband Unterfranken e.V.

Das Ehrenamt ist im Wandel – das steht fest. Veränderungen im privaten Bereich, in der Familie und die demografische Entwicklung, aber auch der Wille zum Engagement gemäß eigener Vorstellungen, zwingt Organisationen dazu das Ehrenamt besonders in den Blick zu nehmen und das Thema zur „Chefsache“ zu machen. Das bedeutet, dass das Ehrenamt bei der Organisationsentwicklung eine immer größere Rolle einnehmen wird und muss.

Brigitte Limbeck vermittelte wichtige Perspektiven des strategischen Freiwilligenmanagements. Hierbei wurde der Blick insbesondere auf die Ressourcen für Ehrenamtliche, die Personalplanung, zielgruppenspezifische Ansprache bzw. Werbung sowie die Anerkennungskultur gerichtet. Denn in einem immer kleiner werdenden Pool an potenziellen Ehrenamtlichen (Stichwort: Demografie) bietet das professionelle Freiwilligenmanagement einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Organisationen.

Zu den Aufgaben eines*r Freiwilligenmanagers*in gehört dabei nicht nur die Planung, Gewinnung oder Koordination von Ehrenamtlichen, sondern ganz besonders auch die Schaffung von Spielräumen für Ehrenamtliche zur Partizipation und Möglichkeiten zur Teilhabe und der Beziehungsgestaltung.

SS 21: Emotion AI in der Markt- und Konsumentenforschung

So lassen sich Emotionen messen.

Referenten: Dr. Michael Bartl, Geschäftsführer und Gabriel Garrecht, Business Development Manager Tawny GmbH

Emotionen spielen eine große Rolle im Leben. Sie beeinflussen uns nicht nur bei wichtigen Lebensereignissen, sondern steuern auch unser Konsumverhalten oder Entscheidungen, die wir treffen. Doch wie können wir Emotionen messen? Das Start-up Tawny aus München ermöglicht mithilfe KI-basierter Technologie die Entwicklung von Systemen und Produkten, die menschliche Affekte erkennen, interpretieren und verarbeiten. So sollen Technologien zukünftig an die Bedürfnisse und Vorlieben der menschlichen Nutzer angepasst werden.


Wie das konkret aussieht, erklärten Dr. Michael Bartl, Geschäftsführer der Tawny GmbH, und Gabriel Garrecht, Business Development Manager, in unserer Vortragsreihe „aBSeitsgespräche“ am 15. April 2021. Sie vermittelten  interessante Einblicke in das interdisziplinäre Feld des Affective Computing (Emotion AI). Beispielsweise lässt sich die Analyse im Bereich der Behandlung und Diagnose von Suchterkrankungen, im Kundenservice, in der Werbung oder sogar im Bildungsbereich einsetzen. Hier kann die Anwendungssoftware die unterschiedlichen Flow-Zustände, d.h. den mentalen Zustand völliger Vertiefung der Probanden messen und Emotionen der Überforderung bzw. Unterforderung erkennen. Aber auch die Wirkung eines Werbespots auf die Probanden kann das Programm auf die Sekunde genau erfassen, indem es Überraschungsmomente oder ein Lachen wahrnimmt. Für die Forschung, zum Beispiel im Rahmen einer Bachelorthesis oder von Praxisprojekten, bietet die Datenerhebung mittels der Emotionsanalyse eine interessante neue Anwendungsmöglichkeit im Vergleich zu den bisherigen Forschungsmethoden.

Wie die Anwendungssoftware konkret funktioniert, zeigten uns die Vortragenden eindrucksvoll mithilfe des LIVE Emotions Channels. Während des Vortrags hatten sich insgesamt 29 Zuschauer*innen in diesem separaten Channel eingewählt und ihre Emotionen mit der Gruppe geteilt. Hierbei kamen 13 Stunden emotionales Feedback zusammen. Der Report zeigte außerdem, dass die Teilnehmenden etwa 1 mal pro Minute eine emotionale Reaktion, wie ein Lächeln, ein überraschtes oder ein angestrengtes Gesicht zeigten. Dabei hat der TAWNY Algorithmus 233 konzentrierte Momente, 244 freudige Emotionen sowie 179 überraschte Gesichter festgestellt.

Hinterher interessierte die Studierenden, wie mit dem sensiblen Thema Datenschutz umgegangen wird. Herr Dr. Bartl betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit zur verantwortungsvollen Nutzung mächtiger Technologien und verwies auf die Leitlinien der Europäischen Union hinsichtlich Privatsphäre, Datenschutz und ethischer Grundfragen, an welche sie sich als Unternehmen halten. Es wurde verdeutlicht, dass Künstliche Intelligenz keineswegs Entscheidungen der Menschen ersetzen soll bzw. darf, sondern dass diese als Unterstützung und Assistenzsysteme der Menschen zu verstehen sind.

Vortragsreihe "Wissensdurst & Fernweh"

Weitgereiste berichten über ihre Erfahrungen.

Interessante Vorträge über ferne Reiseziele, Studienaufenthalte, Auslandspraktika, internationale Entwicklungsarbeit sowie nationale und internationale Gründungsthemen im Rahmen des Lehrmoduls "Nationale und Internationale Aspekte des Sozialmanagements" bei Frau Prof. Dr. Elisabeth Schloeder.

Hier finden Sie die Themen der letzten Semester:

SS 2019: STARTUP LIONS - FIGHTING POVERTY WITH DIGITAL OPPORTUNITY

Sozialunternehmertum, dezentrales Management und innovative Entwicklungshilfe in der Praxis.

Referenten: Hanna Weck, M.A. Kultur und Wirtschaft, Sales Development Digital Lions Project Manager Good Hood GmbH

und

Jan-Marten Veddeler, M.A. Politics, Philosophy, Economics, Co-Fonder and Business Development Startup Lions Finance Manager LittleSun GmbH

Einen gelungenen Auftakt der neuen Reihe Wissensdurst und Fernweh machte der Vortrag am 24. April 2019 der beiden Gastreferenten Frau Hannah Weck und Herrn Jan Veddeler.

Sie stellten das Projekt „STARTUP LIONS: Fighting poverty with digital opportunity“ vor, welches die Idee verfolgt, jungen Erwachsenen aus ländlichen afrikanischen Gebieten eine Perspektive auf dem globalen Markt zu bieten. Die jungen Erwachsenen lernen digitale Dienstleistungen zu erstellen. Das Programm begleitet sie von der Ausbildung bis zur eigenen Start-up Gründung.

Neben der Vorstellung des Projekts wurde mit den Studierenden auch über das Thema Social Economy, dezentrales Management und die Digitalisierung in der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert.

WS 19/20: Analyse der internationalen Freiwilligendienste zur Angliederung des Vereins Bongai Shamwari in Zimbabwe

Vortrag zur Bachelorarbeit der Absolventin Nadine Schmidt.

Referentin: Nadine Schmidt, B.A. Betriebswirtschaft und Sozialmanagement

Das Thema dieser Bachelorarbeit wurde in Zusammenarbeit mit Frau Christa Zeller entwickelt, die im Jahr 2018 den Verein Bongai Shamwari gründete. Dieser betreut mit hauptamtlich tätigen Simbabwer einen Kindergarten für bedürftige Kinder in Simbabwe.

Da dieser Verein erst neu gegründet wurde, gibt es noch keinen geregelten Ablauf zur Absicherung und Betreuung von Freiwilligen, sodass diese optimal auf ihre Arbeit im Kindergarten vorbereitet werden können.

Insofern untersuchte Frau Schmidt in ihrer Bachelorarbeit die internationalen Freiwilligendienste mit dem Ziel, herauszufinden, welche dieser Dienste sich anschließend zur Angliederung des Vereines Bongai Shamwari eignen.

Frau Schmidt berichtete in ihrem Vortrag begeistert darüber, dass es für sie sehr motivierend war, mit dieser Arbeit eine Chance bekommen zu haben, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern und neue, für sie fremde Kulturen zu entdecken. Durch den Aufenthalt vor Ort, so Frau Schmidt, ließe sich leichter erkennen, welche Vor- Nachbereitung und Betreuung die Ehrenamtlichen vor Ort benötigen.


Kontakt

Fachkonferenzen des Studienganges Betriebswirtschaft und Sozialmanagement

Um die Vernetzung von sozialen Hilfsdiensten im Katastrophenschutz zu verbessern und einen Austausch unter den Rettungshundeführern Deutschlands und dem Ausland zu stärken, veranstaltet der Studiengang Betriebswirtschaft und Sozialmanagement seit 2017 alle 2 Jahre eine Fachkonferenz des Rettungshundewesens im Katastrophenschutz und der Vermisstensuche.

2. Fachkonferenz des Rettungshundewesens im Katastrophenschutz und der Vermisstensuche

Der Fachband zur Fachkonferenz 2019 mit den Vorträgen der Veranstaltung ist käuflich zu erwerben beim Swiridoff Verlag (ISBN 9783899293968).

21. und 22. September 2019 - Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau

Nach dem großen Erfolg der ersten Fachkonferenz, entschieden wir uns, eine zweite Ausgabe der Fachkonferenz des Rettungshundewesens zu veranstalten.

Am Wochenende des 21. und 22. September 2019 trafen sich nun schon zum zweiten Mal internationale Referenten und Rettungshundeführer von Hilfsorganisationen, Polizei, Zoll und Bundeswehr in Künzelsau, um über die Arbeit mit Rettungshunden und vielen damit verbundenen Themen zu referieren und zu diskutieren.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Tiebel lud der Studiengang Betriebswirtschaftslehre und Sozialmanagement (BS) alle Hilfsorganisationen aus dem Katastrophenschutz in Deutschland ein. Es wurde die ganze Vielfalt der Vermisstensuche behandelt, auf die Wichtigkeit der Bindung zwischen Mensch und Hund eingegangen, Einsatzerfahrungen vorgestellt, die Psychosoziale Notfallversorgung thematisiert, spezielle Trainingsmethoden vermittelt und es wurde auf die Körpersprache sowie Kommunikation und Ausdrucksverhalten von Hunden eingegangen.

Mit 200 Teilnehmern und 20 Referenten war auch die zweite Fachkonferenz ein großer Erfolg für den Studiengang und den interdisziplinaren Austausch im Bereich des Rettungshundewesens.

Wir freuen uns, auch 2022 wieder eine Fachkonferenz zu veranstalten.

Weitere Informationen finden Sie unter facebook.com.


1. Fachkonferenz des Rettungshundewesens im Katastrophenschutz und der Vermisstensuche

16. und 17. September 2017 - Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau


Am Wochenende kamen 230 Teilnehmer und 18 internationale Referenten zu einem Fachkongress Rettungshundewesen im Katastrophenschutz an die Reinhold Würth Hochschule nach Künzelsau.

Rettungshunde werden nicht nur in Erdbebengebieten eingesetzt. Auch im Inland unterstützen sie die Polizei bei der Vermisstensuche. Die Ausbildung von Mensch und Hund ist ein langwieriger Prozeß und eigentlich nie zu Ende. Die Arbeit mit Rettungshunden umfasst viele verschiedene Aufgaben: Suchtaktik, Orientierung im Gelände, Erste-Hilfe-Maßnahmen für Menschen und Hunde; Kynologie, als die Lehre vom Hund; Rechtsfragen usw.

All diese Themen wurden mit 18 internationalen Referenten an der Reinhold Würth Hochschule diskutiert: Unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Tiebel hat der Studiengang Betriebswirtschaftslehre und Sozialmanagement alle Hilfsorganisationen aus dem Katastrophenschutz in Deutschland eingeladen.

Es wurde die ganze Vielfalt der Vermisstensuche behandelt. Einsatztaktik und technische Ausrüstung haben die Referenten des Luxemburgischen Roten Kreuzes beispielsweise dargestellt. Hunde-Ausbilder und Prüfer der Polizei erläuterten spezielle Vorgehensweisen bei der Personensuche. Aus England wurden neueste Forschungsergebnisse im Verhalten von Hunden präsentiert. Viele Referenten (aus Österreich, der Schweiz und Frankreich) haben sich mit der Schnittstelle Mensch-Hund beschäftigt: Wie reagiert der Hund auf welche Verhaltensweisen des Menschen?


In einer internationalen Podiumsdiskussion wurde dann Perspektiven der Rettungshundearbeit diskutiert. Bei einem unterhaltsamen Abendprogramm auf dem Campus der Hochschule konnten die Teilnehmer aller Hilfsorganisationen und die Diensthundeführer von Zoll und Polizei gemeinsam Erfahrungen austauschen.

Der Studiengang Betriebswirtschaftslehre und Sozialmanagement hat so mit Unterstützung der Würth Stiftung zum ersten Mal eine organisationsübergreifende Tagung im Rettungshundewesen durchgeführt.

Prof. Dr. Christoph Tiebel: „Mit diesem ersten Fachkongress hat der Studiengang BS seine Praxisnähe zum Katastrophenschutz und Ehrenamt gezeigt. Die Teilnehmer aus ganz Deutschland und die internationalen Referenten waren begeistert und haben schon nach dem 2. Fachkongreß gefragt!“

Der Studiengang möchte mit solchen Veranstaltungen das Sozialmanagement auch für ehrenamtlich Tätige öffnen und die internationale Zusammenarbeit durch den Know-How-Transfer stärken.

Kontakt

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