Hochschule Heilbronn

Roboter Ahoi: Gleich zwei HHN-Teams holen sich die Goldmedaille!

In Mariehamn, der Hauptstadt der finnischen Ostseeinsel Åland, fand der erste internationale Roboter-Segel-Wettbewerb statt und dabei sahnte die Crew um Professor Ansgar Meroth und Laborleiter Uli Straus gleich doppelt ab.

                                                                                                                                           Text: Meroth/Offermann, Fotos: Meroth


Man nehme: Je 4 Studis aus den Studiengängen ASE (Automotive Systems Engineering) und SE (Software Engineering) sowie einen HHN-Professor und einen HHN-Laborleiter und gewinne das Autonome Segelboot-Rennen in Finnland!

Im Rahmen des „Undergraduate Robot Sailboat Race“ auf den Åland-Inseln lud die dortige Uni ihre Partnerhochschulen ein, um mit ihnen in 4er-Teams und einheitlichen Segelbootmodellen vom Typ "Laser-RC" an den Start zu gehen. Der Clou: Die Boote müssen autonom, also komplett ohne menschlichen Eingriff ihren Weg finden. Zur Verfügung stehen Kompass, Satellitennavigation, Windmesser und weitere Sensoren, die auf dem Schiff wasserdicht verbaut oder von Land aus per Funk ihre Daten an den Bordcomputer liefern.

Klar, dass da das Segler-Herz von ASE-Professor Ansgar Meroth einen Takt höherschlägt: „Als Segler war ich sofort begeistert, als die Idee von unserer Partneruni in Coventry an mich herangetragen wurde.“ 

Der Begeisterungsfunke sprang dann auch auf HHN-Laborleiter Uli Straus über. Er trommelte seine SE-Schützlinge zusammen und zack, fanden sich 2 Teams aus je 4 Studierenden, die sich an den Bau der Boote machten.

Monatelange Tüftelei

Etliche Wochen hatten sich die HHN-Mannschaften auf den 18. Mai vorbereitet. Stichtag für den Wettkampf, der bis zum 25. Mai ging. Die Aufgabe war, wie bei einer Regatta, bestimmte Punkte im Wasser anzufahren und dabei aber nur den Wind als Antrieb zu nutzen. „Hierbei werden viele Disziplinen, wie zum Beispiel Regelungstechnik, Kommunikationstechnik, Nautik, Navigation und Robotik abgefragt“, erklärt Uli Straus.

Gesponsert wurde die Teilnahme übrigens durch die CampusFounders gGmbH sowie durch die Kreissparkasse Heilbronn und die Thomas-Gessmann-Stiftung, die es ermöglicht hat, das gleich 2 HHN-Boote ins Rennen geschickt werden konnten.

2x Gold

In drei Race-Kategorien mussten die Roboter-Schiffchen zeigen, was sie draufhaben: Im „Triangle Race“ ging es darum, drei Bojen möglichst genau zu treffen, im „Endurance Race“ um die Reichweite und im „Great Egg Race“ um den stabilsten Kurs. Am Ende wurden die beiden Teams aus Heilbronn in der Gesamtwertung auf Platz 1 gesetzt – wir gratulieren dazu natürlich herzlich!