Hochschulkommunikation 

April 2016: Erfolgreichstes Jahr für die Forschung an der Hochschule Heilbronn

- Rekordergebnis 2015: Einwerbung von 3,4 Mio. Euro Drittmitteln - Hochschule Heilbronn starker Projektpartner in der Region

Heilbronn, April 2016. Die Hochschule Heilbronn hat im Jahr 2015 ein Rekordergebnis bei der Einwerbung von Drittmitteln in ihrer Geschichte erzielt: Mehr als 3,4 Millionen Euro bekamen ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von öffentlichen Geldgebern, der Wirtschaft und privaten Förderern für ihre Forschungsprojekte. Darüber hinaus wurden 107 wissenschaftliche Publikationen, 37 Publikationen im sogenannten Peer-Review-Verfahren – geprüft durch unabhängige Fachwissenschaftler – sowie zwei Patentanmeldungen und sechs abgeschlossene Promotionen gemeldet.

„Es konnte wieder ein Rekordergebnis in der Forschung erzielt werden. Dieses Jahr sind wir gut auf dem Weg zu einer weiteren Bestmarke. Mit den eingeworbenen Drittmitteln setzen wir innovative Forschungsprojekte um, deren Ergebnisse in die Lehre einfließen und den Studierenden unmittelbar zugutekommen“, kommentiert Prof. Dr. Wendelin Schramm, Prorektor für Forschung an der Hochschule Heilbronn das erfreuliche Ergebnis. Die bewilligten Forschungsprojekte decken dabei die große Bandbreite der Heilbronner Forschung ab – vom Automotive-Bereich über die Medizintechnik bis hin zum Weinbau.

Starker Projektpartner in der Region

Die Hochschule hat sich zu einem starken Projektpartner in der Region Heilbronn-Franken entwickelt. Zahlreiche Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft, vor allem mit kleinen und mittleren Unternehmen wurden geschlossen. Mit der Eröffnung des Zentrums für Leistungselektronik und Antriebstechnik (CPES) und der Grundsteinlegung des Otto-Rettenmaier-Labors (März 2016) bietet die Hochschule zusätzliche Forschungsflächen und sucht nach weiteren Projektpartnern. Auch im Bereich „Industrie 4.0“ wird die Hochschule im Jahr 2016 einen Schwerpunkt setzen.

Auszug aus Projektbewilligungen 2015

Gründung Kompetenzzentrum LOGWERT (Februar 2015)

LOGWERT ist ein gemeinsames Forschungs-Kompetenzzentrum der Hochschule Heilbronn und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO am Standort Heilbronn. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, auf neue Fragestellungen im Bereich der regionalen Wertschöpfung, der Logistik und der Personenmobilität nachhaltige Antworten zu finden.

ENSource (September 2015)

Die Hochschule Heilbronn ist Partner im Forschungszentrum „ENSource – Urbane Energiesysteme und Ressourceneffizient“, unter der Leitung der Hochschule für Technik Stuttgart. Das Zentrum testet vor Ort Technologien und Geschäftsmodelle, die Energiewende möglich machen. Für urbane Energiesysteme werden innovative Simulations-, Optimierungs-, Energie- und Ressourcenmanagementstrategien sowie neue Geschäfts- und Wertschöpfungsmodelle entwickelt und in fünf Fallstudien validiert. (Fördersumme für Hochschule Heilbronn: 141 000 Euro, Laufzeit: 36 Monate)

MikroSense (September 2015)

Mit dem Verbundprojekt „MikroSense – Innovative Millimeterwellen-Sensorik für industrielle Anwendungen“ soll kleineren und mittleren Unternehmen im Land neuartige und hochintegrierte Mikrowellentechnik für verschiedene Applikationsfelder zugänglich gemacht werden. Ein neues Anwendungsszenario könnte beispielsweise die Messung des Boden- und Straßenzustandes sein, um im Winter Streusalz gezielt nur an gefrorenen Stellen einsetzten zu müssen. (Fördersumme für Hochschule Heilbronn: 457 000 Euro, Laufzeit: 36 Monate)

BUGA:log (Oktober 2015)

Im Rahmen des Forschungsprojekts BUGA:log kooperiert die Hochschule Heilbronn mit der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH und der Stadt Heilbronn. Erprobt wird der Einsatz von selbstfahrenden Transportfahrzeugen zur Nahversorgung im städtischen Raum. Gleichzeitig wird die Akzeptanz der autonomen Fahrzeuge in der Bevölkerung untersucht. Als Testfeld für das Forschungsprojekt wird die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn dienen. (Fördersumme: 875 000 Euro, Laufzeit: drei Jahre)

Sense-2-Cloud (Oktober 2015)

Die Qualität sogenannter Blechbiegekanten ist ein wichtiger Maßstab für die Wertigkeit von Fahrzeugkarosserien. Schwankende Spaltmaße bei Autotüren oder Rissbildungen auf den Oberflächen sind jedoch schwer zu identifizieren und zu analysieren. Um die Unzulänglichkeiten der visuellen Sichtprüfung überwinden zu können, soll im Rahmen des Forschungsprojekts eine automatisierte 3D-Messung entlang der Biegekanten erfolgen. (Fördersumme: 240 000 Euro)

Ausblick: „Industrie 4.0“ an der Hochschule Heilbronn

Aufbau der Transferplattform Industrie 4.0 für KMU

Die Hochschulen Heilbronn, Esslingen und Aalen wollen kleine und mittelständische Unternehmen der Forschung und Entwicklung zum Thema Industrie 4.0 unterstützen. Die Hochschulen bauen eine Plattform auf, mit der Modelllösungen im Bereich Industrie 4.0 entwickelt und gezeigt werden können. Die Hochschule Heilbronn verfolgt hier einen interdisziplinären Ansatz: Neben dem technischen Kow-how, werden relevante Kompetenzen aus den Bereichen der Sozial- und Verhaltensforschung sowie der Betriebswirtschaft und der Unternehmensführung eingebracht. Denn die technologischen Ansätze der Industrie 4.0 werden absehbare Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit, auf neue Formen der Arbeitsorganisation und Veränderungen im Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik mit sich bringen. Darüber hinaus strebt die Hochschule den Ausbau ihrer bestehenden Laborinfrastrukturen an, um den KMU Test- und Entwicklungsumgebungen zur Verfügung stellen zu können.

Einrichtung eines kooperativen Promotionskollegs

Ab 2016 richtet das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zehn sogenannte kooperative Promotionskollegs ein. Eines davon entsteht an der Hochschule Heilbronn. Basierend auf der Transferplattform Industrie 4.0 lautet das übergeordnete Thema des Kollegs „Promise 4.0 – Intelligente Produktionssysteme und Methoden im Kontext Industrie 4.0 für kleine und mittlere Unternehmen“. Gemeinsam mit dem Institut für industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb der Universität Stuttgart wollen die Partnerhochschulen Aalen, Esslingen und Heilbronn die Herausforderung der Forschung, Lehre, Weiterbildung und Wissens-/Methodentransfer im Bereich Industrie 4.0 tatkräftig angehen.

Hochschule Heilbronn

Mit rund 8.300 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 47 Bachelor- und Masterstudiengänge.

Weitere Informationen: Dr. Henning Groscurth, Forschungsreferat der Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Tel.: 07131 504-6934,
E-Mail: henning.groscurth@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/forschung

Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Dr. Simone Scheps (Kommunikation und Marketing), Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 07131-504-499,
E-Mail: simone.scheps@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de