Technisches Logistikmanagement (TLM)

Projekte: Wahlmodul Entsorgungslogistik

Projekt Wintersemester 2018/19: Möglichkeiten zur Aufnahme von Elektrokleingeräten

Die Studierenden Kevin Burger, My Duyen Ngo, Mehmet Burak Demir und Kabilen Thirunavukkarasu hatten im Rahmen des Wahlmoduls Entsorgungslogistik im Wintersemester 2018/19 die Aufgabe Möglichkeiten zur Aufnahme von Elektrokleingeräten zu entwickeln, analysieren und bewerten. Die Studierenden wurden dabei von den Verantwortlichen des öffentlichen Abfallwirtschaftsbetriebs unterstützt (Landratsamt Heilbronn: Harry Keppele, Dr. Manfred Dieter).

Derzeit werden die Elektrokleingeräte an den Wertstoffhöfen des Landkreises Heilbronn von einem LKW aufgenommen. Dieser hebt den Container mit einer Krananlage an und fördert ihn überhalb des LKWs. Anschließend werden die Klappen des Containers geöffnet und die Elektrokleinteile gelangen in den LKW. Es folgen der Transport zur Erstannahmestelle und die Entladung der Elektrokleingeräte. Durch rechtliche Vorgaben ist eine Schüttung von Elektroschrott problematisch.

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Die Studierenden analysierten die Prozesse der Aufnahme von Elektrokleinteilen, u. a. im Rahmen einer Besichtigung eines Wertstoffhofes. Die Prozesse wurden zunächst modelliert, anschließend erfolgte die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen.

Die Lösungsvorschläge beinhalteten:

1. Gitterboxen statt Container. Die Gitterboxen werden vom LKW aufgenommen und transportiert. Zur Diebstahlsicherung können sie mit einer Haube versehen werden. Gitterboxen mit Rollen ausstatten.

2. BigPack in Container. LKW nimmt nur den BigPack auf, entweder über die Krananlage mit einer passenden Aufhängung im Container, oder über eine seitliche Entnahme mit einem fahrbaren Untersatz mit Rollen.

3. Container auf LKW. Der Container wird vom LKW aufgenommen und transportiert.

4. Kunststoffcontainer oder Gitterboxen in bisherigen Container integrieren. Die Kunststoffcontainer/Gitterboxen werden vom LKW aufgenommen und transportiert.

5. Container wird von der Krananlage so überhalb des LKWs platziert, dass keine Schüttung, sondern langsames Gleiten der Elektrokleinteile erfolgt. Optionale Klappenänderung mit seitlichem Öffnen prüfen. Optional kann auch ein Auslaufblech angebracht werden.

6. Definition Schüttung prüfen: Ab wann und bei welcher Höhe gilt die Aufnahme der Elektrokleinteile als Schüttung? Ziel: Beibehaltung des bisherigen Prozesses durch evtl. minimale Anpassung durch die Steuerung der Krananlage.

Insbesondere die Lösungsvorschläge 5 und 6 führen dazu, dass der bisherige (kostengünstige) Prozess weitgehend beibehalten werden kann. Als Schlüssel erweist sich die Definition der Schüttung. Wenn der Container auf die technisch mögliche minimale Höhe zum LKW-Boden abgesenkt werden kann und diese Aufnahme rechtlich keine Schüttung darstellt, kann der Prozess fast unverändert fortgeführt werden. Falls nicht, ist die Klappenänderung der Container der nächste empfehlenswerte Schritt. Falls auch das dann mögliche Absenken des Containers bis nahezu direkt an den Untergrund rechtlich nicht zulässig sein sollte, rücken die Lösungsvorschläge 1 – 4 in den Vordergrund. Diese beinhalten z. T. deutliche Prozessänderungen und führen zu mehr Aufwand.

Die Studierenden präsentierten Ihre Ergebnisse im Landratsamt Heilbronn. Zusätzlich wurde eine schriftliche Ausarbeitung erstellt und den Verantwortlichen des Landratsamts Heilbronn übergeben. Durch das Projekt konnten die Studierenden die Prozesse zur Aufnahme von Elektrokleinteilen auf Wertstoffhöfen kennenlernen und einen Beitrag zur Lösung der aktuellen Probleme leisten. Sie erhielten auch einen Einblick in die Organisation von Wertstoffhöfen und lernten weitere beteiligte Akteure und deren Prozesse kennen (Entsorgungsunternehmen, Erstannahmestelle). Während des Projekts wurden die Studierenden kompetent von den Verantwortlichen des Landratsamts Heilbronn unterstützt (Führung durch den Wertstoffhof, Beschreibung der Prozesse, Hilfestellung bei Fragen). Vielen Dank für die Ermöglichung des Projekts, wir sind auf die letztlich zum Tragen kommende Lösung gespannt.

Projekt Sommersemester 2018: Optimierung des Recyclinghofs Plus am Wartberg

Die Studierenden Julian Ihle, Maylin Müller und Mike Neumann hatten im Rahmen des Wahlmoduls Entsorgungslogistik im Sommersemester 2018 die Aufgabe den neueröffneten Recyclinghof Plus am Wartberg zu analysieren. Ziel des Projekts war es Schwachstellen zu analysieren und Optimierungspotentiale zu erarbeiten. Die Studierenden wurden dabei von den Verantwortlichen der Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn unterstützt (Markus Hohmann, Paul Graf sowie die Mitarbeiter des Recyclinghofs Plus).

Der Recyclinghof Plus am Wartberg nimmt Glas, Holz, Textilien/Schuhe, Metall, Papier, Kartonage sowie Elektrogeräte, Grünabfälle, Kunststoffe, Leichtverpackungen, Leuchtmittel, Batterien, Altfett, CDs und Druckerpatronen kostenlos entgegen. Für Außenbereich-Holz, Bauschutt, asbesthaltige Abfälle, mineral. Dämmstoffe, Renovierungsabfälle, Rest- und Sperrmüll ist eine Bezahlung zu entrichten.

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Abbildung: Recyclinghof Plus

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Abbildung: Recyclinghof Plus

Die Studierenden analysierten die Prozesse des Recyclinghofes. Die Prozesse wurden zunächst modelliert, anschließend erfolgte eine Schwachstellenanalyse. Auf Basis der Schwachstellenanalyse erfolgte die Erarbeitung von Optimierungsmöglichkeiten.

Die Schwachstellenanalyse bezog sich auf folgende Bereiche:

 - Einfahrt in das Entsorgungszentrum

 - Beschilderung

 - Platzprobleme

 - Rückstau in Stoßzeiten

 - Containerkapazität

 - Ergonomie

Die Optimierungsmöglichkeiten umfassten folgende Themen:

 - Beschilderung

  -- Schild vor dem Recyclinghof an eine andere Position verlegen

  -- Straßenbeschriftung ändern

  -- Beschilderung am Hallendach anbringen

 - Platzprobleme

  -- Markierungen anbringen, um das PKW-Wenden an ungünstigen Stellen zu verhindern

 - Rückstau in Stoßzeiten + Kassiervorgang

  -- Kasse und Information zur Einfahrt verlegen

  -- Kassenhaus

  -- Kontaktloses Bezahlen

  -- Mitarbeiter zur Zahlungsabwicklung weist Kunden direkt zu Beginn an

  -- Kunden bekommen Zahlungsbeleg für den Mitarbeiter an der Abladestelle

 - Containerkapazität

  -- Mobile Walzenverdichter einsetzen

 - Ergonomie

  -- Stehhilfen

  -- Straßenkehrmaschine

Die Studierenden präsentierten Ihre Ergebnisse im Technischen Rathaus der Stadt Heilbronn. Zusätzlich wurde eine schriftliche Ausarbeitung erstellt und den Verantwortlichen der Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn übergeben. Durch das Projekt konnten die Studierenden den Recyclinghof Plus am Wartberg und die dortigen Prozesse kennenlernen und einen Beitrag zur Optimierung leisten. Während des Projekts wurden die Studierenden kompetent von den Verantwortlichen der Entsorgungsbetriebe Stadt Heilbronn unterstützt (Führung durch den Recyclinghof, Beschreibung der Prozesse, Hilfestellung bei Fragen). Vielen Dank für die Ermöglichung des spannenden und lehrreichen Projektes.

Projekt Sommersemester 2017: Optimierungspotentiale für das Entsorgungszentrums Stetten

Die Studierenden Ausama Pasha, Nathanel Hartwich und Sebastian Böck hatten im Rahmen des Wahlmoduls Entsorgungslogistik im Sommersemester 2017 die Aufgabe das Entsorgungszentrum Stetten zu analysieren. Ziel des Projekts war es Schwachstellen zu analysieren und Optimierungspotentiale zu erarbeiten. Die Studierenden wurden dabei von den Verantwortlichen des öffentlichen Abfallwirtschaftsbetriebs unterstützt (Landratsamt Heilbronn: Norbert Raatz, Klaus Beez, Bernhard Gebert).

Das Entsorgungszentrum Stetten besteht aus einem Recyclinghof mit Containern für Abfall- oder Wertstoffe und einem Häckselplatz.

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Abbildung: Entsorgungszentrum Stetten

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Abbildung: Entsorgungszentrum Stetten

Die Studierenden analysierten die Prozesse des Recyclinghofes. Die Prozesse wurden zunächst modelliert, anschließend erfolgte eine Schwachstellenanalyse. Auf Basis der Schwachstellenanalyse erfolgte die Erarbeitung von Optimierungsmöglichkeiten. Dafür wurde das bisherige Layout des Entsorgungszentrums überarbeitet und ein SOLL-Layout entwickelt.

Die Schwachstellenanalyse bezog sich auf folgende Bereiche:

   - Einfahrt in das Entsorgungszentrum

   - Containerauslastung

   - Abladeplätze

   - Beschilderung

   - Wegekonzept

   - Arbeitsplatz an der Pforte

   - Freies Gelände

Die Optimierungsmöglichkeiten umfassten folgende Themen:

   - Bauliche Maßnahmen

      -- Überdachung

      -- Abladebereiche erhöhen

      -- Änderung Arbeitsplatz Pforte (Kunde muss nicht aussteigen, Prinzip Mautstelle und Zahlautomat)

   - Arbeitsmittel

      -- Prüfung Einsatz Walzverdichter

      -- Prüfung Einsatz Presscontainer

   - Streckenführung und Beschriftung

      -- Konzept Einbahnstraßenprinzip

      -- Konzept für neue Beschilderung

      -- SOLL-Layout mit neuen Prozessbeschreibungen

   - Organisation & Sonstiges

      -- Prüfung Einsatz Radlader zur Entlastung

      -- Möglichkeiten des Diebstahlschutzes

Die Studierenden präsentierten Ihre Ergebnisse im Landratsamt Heilbronn. Zusätzlich wurde eine schriftliche Ausarbeitung erstellt und dem Landratsamt Heilbronn übergeben. Das Projekt war für die Studierenden sehr lehrreich und eine sehr gute Möglichkeit reale Prozesse im Entsorgungsbereich kennenzulernen. Vielen Dank für die kompetente Unterstützung der Studierenden durch die Verantwortlichen des öffentlichen Abfallwirtschaftsbetriebs (Führung durch das Entsorgungszentrum, Beschreibung der Prozesse, Hilfestellung bei Fragen).

Projekt Wintersemester 2016/17: Analyse des Entsorgungszentrums Eberstadt und Aufzeigen von Verbesserungspotentialen

Die Studierenden Andreas Dups, Tim Bodemer, Lukas Herbst und Peter Schuster hatten im Rahmen des Wahlmoduls Entsorgungslogistik im Wintersemester 2016/17 die Aufgabe das Entsorgungszentrum Eberstadt zu analysieren. Ziel des Projekts war es für das Entsorgungszentrum Eberstadt vorhandene Probleme zu benennen und Verbesserungspotentiale zu erarbeiten. Die Studierenden wurden dabei von den Verantwortlichen des öffentlichen Abfallwirtschaftsbetriebs unterstützt (Landratsamt Heilbronn: Norbert Raatz, Klaus Beez, Bernhard Gebert, Entsorgungszentrum Eberstadt: Roger Fröhlich).

Das Entsorgungszentrum Eberstadt besteht aus einem Recyclinghof mit Containern für Abfall- oder Wertstoffe (Hausmüll, Pappe, Kunststoffe, Holz, Metalle, Elektronik etc.), einem Bereich für Erdanlieferungen, einem Häckselplatz und einem Bereich für Bauschuttanlieferungen.

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Abbildung: Entsorgungszentrum Eberstadt
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Die Analyse bezog sich auf die Prozesse des Recyclinghofes. Die Prozesse wurden von der Einfahrt eines Fahrzeugs bis zum Verlassen des Entsorgungszentrums modelliert. Weiterhin wurde eine Analyse des vorhandenen Layouts durchgeführt. Die bisherigen Containerstandorte und weitere Bereiche wurden überprüft, wie z. B. der Einfahrtsbereich mit Waage, der Bereich zur Anlieferung des Bauschutts oder die Fahrwege und Parkmöglichkeiten für Fahrzeuge.

Im Rahmen der Analyse wurden u. a. Bereiche identifiziert die zu Wartezeiten bei der Entladung der Fahrzeuge führen können. Um Wartezeiten zu vermeiden wurde eine SOLL-Variante für ein zukünftiges Layout entworfen. Das Layout enthält eine veränderte Anordnung der Container und einen vergrößerten Einfahrtsbereich. Weiterhin wurden Maßnahmen zur

- Personal- und Urlaubsplanung,

- Avisierung der Erdanlieferungen,

- Beschilderung,

- Ausweisung von Parkplätzen,

- Überdachung der Anlage,

- Reduzierung der Containerabholungen durch Verdichtung und

- Verwendung von Ladehilfsmitteln für eine platzsparende Containerbeladung

erarbeitet.

Die Studierenden erstellten eine Präsentation, welche im Landratsamt Heilbronn präsentiert wurde. Hierbei wurden sowohl die aktuellen Probleme als auch Lösungsvarianten erläutert. Abschließend wurde eine schriftliche Ausarbeitung des Projektergebnisses an das Landratsamt übergeben.

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Abbildung: Das Projektteam mit den Verantwortlichen des Landratsamts Heilbronn bei der Abschlussbesprechung (v.l.n.r. Klaus Beez, Bernhard Gebert, Tim Bodemer, Lukas Herbst, Andreas Dups, Peter Schuster, Thomas Kriehn)


Projekt Wintersemester 2015/16: Neuplanung Abfallannahmestelle

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Im Rahmen des Wahlmoduls Entsorgungslogistik (6. Semester), haben die Studierenden Felix Jegl, Benjamin Förschner und Marcel Gayer den geplanten Neubau einer Abfallannahmestelle der Deponie Vogelsang der Stadt Heilbronn genauer unter die Lupe genommen und auf Engpässe und Planungsproblematiken untersucht.

Die Deponie Vogelsang liegt nordöstlich von Heilbronn und ist rund 56 Hektar groß. Auf dem Gelände der Deponie befinden sich ein Recyclinghof sowie Annahmestellen für Elektrogeräte und zahlreiche andere Abfälle wie Sperrmüll. Aufgrund der aktuellen Beschaffenheit des Geländes – es gibt keine befestigten Fahrwege – investiert die Stadt Heilbronn 1,5 Mio. Euro in den Bau eines wettergeschützten Anlieferbereich.​

rechts im Bild: Das Projektteam mit Betreuer Andreas Sobolew (Mitarbeiter der Stadt Heilbronn)

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Deponie Vogelsang

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Die Aufgabe der Studierenden bestand darin, sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen und parallel die Neuplanung dahingehend zu untersuchen, ob diese planmäßig 1:1 umgesetzt werden kann. Hierbei ging es unter anderem um die Anordnung der Entsorgungs-Container und die Verkehrslage in der neuen Anlieferungsfläche.

Als Schwachstelle erwies sich die U-förmige Verkehrsführung, die vor allem zu Stoßzeiten zu einem erheblichen Engpass wird. Es wurde nachgewiesen, dass die geplanten Wendekreise nicht optimal ausgelegt wurden und es somit schnell zu Stau im Anlieferbereich kommt.

Um die Anzahl der Abholungen zu reduzieren, zeigten die Studierenden das Potential der Müllverdichtung auf und haben Angebote für Müll-Verdichtungsanlagen eingeholt.