Hochschulkommunikation 

Februar 2016: DLR Lampoldshausen unterzeichnet Kooperationsvertrag mit der Hochschule Heilbronn

- Zusammenarbeit in Forschungsfragen - gemeinsame Projekte zur Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses

Heilbronn/Künzelsau, Febraur 2016. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen baut seine Vernetzung im Bereich der Nachwuchsförderung aus: Prof. Dr. Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe und Prof. Dr. Wolfgang Ernst, Dekan der Fakultät Technik und Wirtschaft am Campus Künzelsau – Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn unterzeichneten am 2. Februar 2016 dazu eine gemeinsame Erklärung. Forschungsfragen, insbesondere zu Mess- und Regeltechnik, stehen dabei im Fokus gemeinsamer Projekte. Gleichzeitig soll der Austausch zwischen akademischem Nachwuchs und anwendungsorientierter Forschungswelt wechselseitige Impulse setzen. 

Prof. Dr. Stefan Schlechtriem (DLR) und Prof. Dr. Wolfgang Ernst (HHN) unterzeichnen die Kooperationsverienbarung (v.l.).

Prof. Dr. Stefan Schlechtriem freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Campus Künzelsau: „Mit dieser Vereinbarung wollen wir die Voraussetzungen für eine exzellente Förderung des technischen und wissenschaftlichen Nachwuchses verbessern. Eine gesicherte fachliche Stellung des DLR Lampoldshausen in der Forschung und Lehre hat eine hohe Bedeutung – daher sind wir immer auf der Suche nach hochqualifizierten Nachwuchsfachkräften.“ 

Seit 1988 ist der Campus Künzelsau – Reinhold-Würth-Hochschule ein Standort der Hochschule Heilbronn mit rund 1.500 Studierenden und elf praxisorientierten Bachelor- und Masterstudiengängen aus den Bereichen Wirtschaft und Technik. „Die praxisnahe Lehre ist nur durch eine gute Vernetzung mit regionalen und überregionalen Firmen und Instituten wie beispielsweise dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt möglich und wir sind stolz, eine solch renommierte Einrichtung mit im Boot zu haben“, würdigt auch Prof. Wolfgang Ernst die Kooperation.

Bestandteile der Kooperation

Die wesentlichen Bestandteile der Kooperation erstrecken sich über die Lehre und anwendungsorientierte Forschung: Im Mittelpunkt der Vereinbarung stehen der bilaterale Austausch von Studierenden und Dozenten. Weitere Arbeitsfelder sind die Betreuung und Bearbeitung studentischer Labor-, Projekt- und Abschlussarbeiten, insbesondere in den Fachbereichen Elektrotechnik und Antriebssysteme und Mechatronik, Vorträge von Gastdozenten und Lehrbeauftragten an der Reinhold-Würth-Hochschule oder beim DLR zu ausgewählten Themen sowie die Beantragung und Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte, wie beispielsweise in dem Bereich Sensor- und Messtechnik.

Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe hat bislang drei Aktionsfelder für die zukünftige Zusammenarbeit mit jungen Studierenden des Campus Künzelsau vereinbart.  Ein Arbeitsgebiet stellt das Projekt HyEnd dar. Hier können Studierende im Rahmen des STERN-Projekts (Studentische Experimental Raketen) eigenständig Raketensysteme entwickeln und fliegen. Bei den Missionen und Nutzlasten werden Kooperationsthemen gesehen. Das Projekt H2ORIZON bietet Studierenden die Möglichkeit, sich mit regenerativen Energien und der Gewinnung von Wasserstoff zu beschäftigen. H2ORIZON koordiniert die Wasserstoffaktivitäten des DLR Lampoldshausen zum Technologietransfer aus der Raumfahrt in die Sektoren Energie und Mobilität. Thema ist die Nutzung von Wasserstoff als Energiespeicher für regenerative überschüssige Energie und für den Einsatz von Brennstoffzellen in der Mobilität. Ergänzt wird das Themenspektrum mit der Untersuchung neuer Technologien im Bereich der Sondermesstechnik an den Triebwerksprüfständen des DLR.


Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit rund 8.300 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 47 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.
  
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