Verfahrens- und Umwelttechnik (B.Sc.) für Studieninteressierte

Vertiefungsrichtungen

Nach dem gemeinsamen Grundstudium, dem ersten Teil des Hauptstudiums und dem Praxissemester entscheidet man sich im 6. und 7. Semester für eine Spezialisierung in den folgenden drei Schwerpunkten:

Im Mittelpunkt der Vorlesungen der Vertiefungsrichtung Energieverfahrenstechnik steht die Energieumwandlung, Energiespeicherung sowie Energieverteilung. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf die nachhaltige Nutzung von Energieressourcen gelegt.

In der Vertiefungsrichtung Energieverfahrenstechnik spielen verfahrenstechnische Aufgabenstellungen folgender Themengebiete eine Rolle:

  • klassische Hochtemperaturprozesse wie Verbrennung, Vergasung und Pyrolyse,
  • Prozesse zur direkten Energieerzeugung wie Wasserstofftechnik/Brennstoffzellen,
  • Kraftwärmekopplung und
  • solare Energiewandlungsprozesse.
Energieverfahrenstechnik

Die klassischen Felder der Umwelttechnik, wie beispielsweise Abfall- und Abwassertechnologien, Luft- und Gasreinigung, produktionsintegrierter Umweltschutz, werden in den Vorlesungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcenschonung betrachtet.

Die Vertiefungsrichtung Umwelttechnik bietet einen Überblick über den Einsatz der Verfahrenstechnik zur Lösung umweltrelevanter Fragestellungen. Beispielhaft sind hier zu nennen:

  • Behandlung fester und flüssiger Abfälle,
  • Entsorgungs- und Aufbereitungstechnik/Recycling,
  • Abluft- und Abgasreinigung,
  • Industrie- und Frischwasseraufbereitung,
  • produktionsintegrierter Umweltschutz,
  • Rückgewinnung von Wertstoffen,
  • Öko-Bilanzen,
  • ...
Kläranlage

Die Prozesstechnik beschäftigt sich mit dem Entwurf von kompletten Anlagen oder der Planung von Teilschritten verfahrenstechnischer Prozesse am Rechner, bzw. Computer. Dabei werden die Produktionsprozesse als Ganzes betrachtet und im Rechner simuliert. Die Ergebnisse der Simulationen fließen in die Auslegung von Anlagen ein und können Entwicklungszeiten verkürzen, klassische Experimente ergänzen und damit auch Kosten sparen.

Die Vertiefungsrichtung Prozesstechnik / Computer Aided Process Engineering (PT/CAPE) vereinigt die Kernkompetenzen der drei klassischen Disziplinen Mathematik, Verfahrenstechnik und Informatik.

Die rechnergestützte Modellierung, Analyse, Synthese und Simulation eignet sich zur Betrachtung komplexer verfahrenstechnischer Systeme wie beispielsweise

  • chemische oder biotechnologische Produktionsanlagen,
  • Abgasreinigungssysteme oder
  • Kraftwerke für fossile oder regenerative Brennstoffe.
Flowsheet_bunt

Die Prozesstechnik findet in allen Branchen Anwendung, in denen Simulationen eine Rolle spielen: neben dem Anlagenbau, Chemie- oder Pharmaziefirmen z.B. auch die Automobilindustrie.