Technisches Logistikmanagement (B.Eng.)

Internationale Aktivitäten von TLM Studierenden und Absolventen


L. Gerwin: Mein Auslandssemester mit ERASMUS in Riga WS17/18

Da ich bereits vor dem Studium ein Jahr im Ausland gelebt habe und mir das sehr gut gefallen hat, entschied ich mich während meines Studiums die Chance nochmals zu nutzen und ein Auslandssemester zu machen. Das Angebot an PHS der Fakultät TP sind leider noch relativ begrenzt. Leider sagte mir keine dieser PHS bzw. Länder zu. Deshalb schaute ich mich in anderen Fakultäten um und entdeckte Lettland. Ich war noch nie im Osten Europas und bin schon lange daran interessiert gewesen dorthin zu reisen. Freunde und Bekannte erzählten mir auch sehr viel Gutes von den Baltischen Staaten und Riga. Also entschied ich mich für Riga zu bewerben.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr unter Auslandsberichte der Fakultät TP nachlesen.

L. Gerwin

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Maylin Müller: Auslandssemester an der Universiti Tenaga Nasional Malaysia (UNITEN)

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Bereits im zweiten Semester habe ich die Infoveranstaltung für ein Auslandssemester besucht und war interessiert. Im dritten Semester meines Studiums habe ich mich dann dazu entschieden mich für ein Auslandssemester zu bewerben. Für mich war von Anfang klar, dass ich in ein Land möchte, wo es im Winter wärmer ist als in Deutschland und man viele Orte erkunden kann. Auf der Suche nach einer passenden Partner Universität bin ich über die Mobility Online Plattform auf die Universiti Tenaga Nasional (UNITEN) gestoßen und habe mich dafür beworben. Es ist übrigens auch empfehlenswert sich für ein Auslandsstipendium zu bewerben. Die Baden-Württemberg Stiftung vergibt jährlich mehr als 1.000 Stipendien an Studierende die einen Internationalen Austausch machen. Der Prozess in Heilbronn ist klar strukturiert und es gab keine Probleme. Bezüglich des Learning Agreements habe ich mich selbstständig auf der Internetseite der UNITEN über Kurse und deren Beschreibung informiert. Ich habe unterschiedliche Fächer mit den Beschreibungen aus dem Modulhandbuch meines Studiengangs verglichen und habe mich mit der Auslandsbeauftragten und dem Prüfungsausschuss auf 8 Fächer geeinigt. Da sie sich vor Ort dann zeitlich teilweise überschnitten haben und ich die ersten drei Wochen wegen Visaproblemen verpasste, wurde mir genehmigt, dass ich nur drei Fächer (Automation and Robotics, Technical Communication and Electrical Measurement Lab) belege. Es war ungewohnt, das erste Mal eine Vorlesung in Englisch zu hören, aber daran gewöhnt man sich schnell. Der Aufbau der Vorlesungen war derselbe wie in Deutschland. Mit Power Point Präsentationen und Tafelaufschrieben wurde der Stoff vermittelt.

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Alles in allem hat mir der Auslandsaufenthalt in Malaysia sehr gut gefallen und ich kann ein Semester in Malaysia, allerdings an einer anderen Universität, empfehlen. Ich habe viele nette Menschen dort und auf meinen Reise-Trips kennen gelernt, Erfahrungen an einer ausländischen Universität gemacht, die verschiedenen Kulturen und das Land Malaysia sehen und erleben können. Der Visaprozess hat uns viel Zeit, Nerven und Geld gekostet. Die Kosten konnte ich dank meines Stipendiums der Baden-Württemberg-Stiftung ohne Probleme decken – hier gilt ein großes Dankeschön an die Baden-Württemberg-Stiftung.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr unter Auslandsberichte der Fakultät TP nachlesen.

Maylin Müller


Ergün Dogan: Auslandssemester an der Coventry University in England

Die Coventry Uni ist eine sehr große Uni mit sehr vielen Fakultäten und Aktivitäten. Da gibt es das Gebäude „the hub“, dort befindet sich die Kantine/Cafeteria und im Erdgeschoss ein kleiner Shop. Im Hub kann man Gruppenarbeiten erledigen oder auch lernen. Im Hub ist ein Bereich der „Square One“ genannt wird, dort befindet sich eine Bar, zwei Billard Tische und ein Kino. Hin und wieder gibt es aktuelle Filme zu Studentenpreisen. Die Bibliothek der Uni ist sehr gut, es gibt viele verschieden Räume und man hat sogar die Möglichkeit Notebooks auszuleihen. Die Öffnungszeiten der Library sind auch sehr gut 24/7, d.h. sie ist durchgehend geöffnet. Die Vorlesungen haben oftmals in Hörsälen stattgefunden, hunderte von Studenten befanden sich in solch einem Raum. Die Vorlesungen waren sehr gut gestaltet. Hier die Fächer die ich besucht habe:

Studiengang: Mechanical Engineering

• 102MAE Mechanical Science (erstes Jahr)

• 323MAE Professional Development & Management (drittes Jahr)

• 350MAM Control Systems Engineering (drittes Jahr)

• A308IAE Business Development & Management (Advantage) das heißt das Fach ist ein Wahlmodul, Ihr könnt euch aus dem 1,2 und 3 Jahr Wahlmodule raussuchen, aber Ihr müsst das frühzeitig tun, da die Plätze immer begrenzt sind.

Die Stadt Coventry hat ca. 330.000 Einwohner, also so viel wie Karlsruhe, jedoch ist Coventry ziemlich klein und bietet ehrlich gesagt nicht viel. Für die Autoliebhaber gibt es das Transport Museum, ein sehr schönes und interessantes Museum. In der Stadt gibt es viele Pubs und ein paar Clubs.

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Fazit

Das Auslandssemester hat sich auf alle Fälle gelohnt, egal wie die Organisation der Uni war, es war eine tolle Zeit, ich habe viele nette Leute aus verschiedenen Ländern kennen gelernt und bin sehr viel gereist, sei es England, Irland, Schweden oder Norwegen. Ich lege das jedem ans Herz, wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann macht es! Es ist sehr schön und interessant in einem anderen Land zu studieren mit unterschiedlicher Kultur.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr unter Auslandsberichte der Fakultät TP nachlesen.

Ergün Dogan


Lea Däuber: Praxissemester bei AUDI HUNGARIA Zrt. am Standort Győr in Ungarn

Ich hatte die Möglichkeit das Praxissemester während des Wintersemesters 2016/17 im Bereich des Betriebsmanagements der operativen Logistik bei der AUDI HUNGARIA Zrt. am Standort Győr in Ungarn zu absolvieren. Während dieser 6 Monate hatte ich die Chance mehr Verständnis über die Vernetzung von Audi Standorten, besonders die Parallelen und Unterschiede zu erkennen und meinen persönlichen Horizont fachspezifisch und menschlich zu erweitern.

In Zusammenarbeit zwischen Materialversorgung und Werklogistikplanung wurde das Projekt „Benchmark und Anforderungskatalog Supermarkt – Equipment Q3“ initiiert, welches als Projektleitung zu meiner Hauptaufgabe zählte. Des Weiteren umfassten meine Aufgaben die Unterstützung der Serienplanung des Supermarkts und die Standbetreuung zum Einsatz von ferngesteuerten Flur-Förderfahrzeugen auf der internen Ergonomiemesse. Mein Ziel war es, nicht nur meinen Beitrag in einem Team zu leisten, sondern auch nachhaltige Verbesserungen durch Interaktionen mit neuen Kollegen zu bewegen. Durch das Projekt hatte ich die Möglichkeit Arbeitsplätze im Sinne der Wertschöpfungskette zu analysieren und einen Teil der vielen Potentiale der modernen Logistik auszuschöpfen. Gerade die Aufgabe als Projektleiterin brachte mich an neue Herausforderungen, bei denen ich stets Unterstützung erhielt. Hierbei konnte ich oft auf das in der Hochschule angeeignete Wissen aus Bereichen des Projektmanagements oder der Betriebsorganisation für Ingenieure zugreifen.

Um die Kultur und Sprache des Landes kennen zu lernen, lege ich jedem einen Auslandsaufenthalt ans Herz. Man hat nicht nur die Möglichkeit das im Studium erlernte Fachwissen anzuwenden, sondern kann sich darüber hinaus eigenständig in neuen Arbeitskulturen profilieren. Die Audi Akademie bietet für die deutschen Praktikanten einen Ungarischsprachkurs an, welcher beim Wocheneinkauf auf dem Markt von Nutzen sein kann.

Lea Däuber

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Caroline Herz und Nico Bühler: Praxissemester bei SSI Schäfer im Bereich Projektmanagement in Ohio (nahe Detroit, USA)

Während des Wintersemesters 2016/17 haben wir unser Praxissemester bei SSI Schäfer im Bereich Projektmanagement in Ohio (nahe Detroit, USA) absolviert.

Nach einigen Vorbereitungsprozessen – wie zum Beispiel der Beantragung des Visums – ging es für uns im August in die Vereinigten Staaten. Nach erster Gewöhnung an Kultur, Land und Sprache haben wir während unseres sechsmonatigen Aufenthaltes unsere Sprachkenntnisse vertieft sowie neue praktische Fähigkeiten dazugewonnen. Neben der Arbeitszeit war es uns möglich, einige Wochenend- oder Tagesausflüge wie zum Beispiel nach Chicago oder an die Niagarafälle in Kanada zu unternehmen. Außerdem war es sehr beeindruckend, die typisch amerikanischen Sportarten wie Basketball oder American Football live zu erleben.

Im Unternehmen war es unsere Hauptaufgabe, die Inbetriebnahme eines vollautomatischen Lagers zu unterstützen. Dabei wurden jedem Praktikanten eigene Aufgaben und Teilprojekte zugewiesen. Dazu gehörten zum Beispiel die Organisation, Planung und Durchführung von Funktionstests der Anlage sowie die Kundenbetreuung. Nach ersten Meetings wurden Vortests durchgeführt und je nach Notwendigkeit Software- oder SPS-Optimierungen veranlasst. Anschließend wurde der Kunde eingeladen und die Tests vorgeführt. Des Weiteren gab es mechanische Konstruktionsaufgaben, wobei unsere ingenieurtechnischen Fähigkeiten gefordert wurden.

Ein besonderes Highlight war ein „Außeneinsatz“ in Pennsylvania für einen großen Einzelhandelskonzern. Dort fand ein großer Leistungstest statt, bei dem wir für den Support der Roboter und der Fördertechnik verantwortlich waren.

Das Praktikum war eine gute Ergänzung zum Studiengang „Technisches Logistikmanagement“, da wir das in der Theorie Erlernte nun auch in der Praxis anwenden konnten. Die Zusammenhänge zwischen den drei Säulen Technik, Wirtschaft und Mensch wurden uns praxisnah vermittelt.

Vor allem über die regelmäßigen „Fort Findlay – Donuts“ auf der Arbeit haben wir uns immer sehr gefreut :)

Caroline Herz und Nico Bühler

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Frederik Houis: Project Manager Bosch Automotive (Thailand) Co., Ltd., Thailand

Nach Abschluss meines Studiums „Technisches Logistikmanagement“ an der Hochschule Heilbronn im März 2014 fasste ich den Entschluss, meine erlernten Kenntnisse in Form eines Auslandspraktikums bei Bosch Automotive (Thailand) Co., Ltd., Thailand in Bangkok zu vertiefen.

Der ASEAN Automotive Market ist durch seine Dynamik und sein großes Wachstum besonders attraktiv. Durch meinen Einsatz im Bereich Marketing konnte ich den lokalen Markt besser kennenlernen. Meine Aufgaben waren hier vor allem das Erstellen von Executive Summaries und Trend Analysen der Mitgliedsstaaten, aber auch die Ausarbeitung von Competitor Analysen und Forschungen im Bereich alternativer Antriebe. Hier konnte ich mein im Studium erlerntes technisches Wissen und die Vorkenntnisse aus der Automobilbranche einsetzen.

Mit Abschluss des Praktikums bot sich mir die Möglichkeit einer Festanstellung als Project Manager bei der Firma Bosch in Thailand. Technik, Prozesse und Führung, alles Schwerpunkte des Studiengangs Technisches Logistikmanagement, werden hier tagtäglich benötigt. Als Project Manager muss ich das eigene Produkt und die Prozesse vom Einkauf bis zum Kunden verstehen, überwachen sowie aufkommende Probleme lösen. Hilfreich hierfür sind die Studieninhalte der Fächer Prozessmodellierung, Project Management und Veränderungsmanagement sowie die im Praxissemester und auf den zahlreichen Exkursionen gesammelten Erfahrungen.

Ausschlaggebend für meine Wahl des Studienfachs Technisches Logistikmanagement war das Interesse an einem Ingenieursstudiengang. Mit der Logistik bin ich bereits durch den Grundwehrdienst in Berührung gekommen. Auch wenn ich heute nicht mehr direkt in der Logistik tätig bin, hilft mir mein Wissen in diesem Bereich bei meiner Arbeit ungemein. Besonders gefallen hat mir, dass das Studium extrem praktisch ausgelegt ist. Durch Exkursionen, das Praxissemester, das Projekt im Modul Veränderungsmanagement und die Bachelor Arbeit, die im Betrieb geschrieben werden kann, knüpft man schon frühzeitig Kontakte in der Industrie und kann bereits Arbeitserfahrung sammeln. Ich bereue es auf keinen Fall mich für dieses Studium entschieden zu haben und kann es jedem nur empfehlen. Ich bedanke mich bei dem kompletten Team des Studienfaches Technisches Logistikmanagement.

Frederik Houis


Pratrick Draser: Klausurabnahme über das Goethe Institut in Bangkok

Ich habe mich dazu entschlossen meine Bachelorthesis im Ausland zu verfassen, glücklicherweise hat alles funktioniert und ich habe die Möglichkeit bekommen meine Thesis in Bangkok/ Thailand zu schreiben.

Ein Aufenthalt von sechs Monaten in einem fremden Land mit einer ganz anderen Kultur hat daher einiges an Planungen und Behördengängen vor der Abreise mit sich gebracht. Zum einen musste die Koordination mit dem betreuenden Professor und dem Unternehmen stattfinden – das passende Thesisthema wurde definiert. Zum anderen musste ich das benötigte Education Visum beantragen und einige Zeugnisse ins Englische sowie ins Thailändische übersetzten lassen, natürlich immer beglaubigt. Auf Grund der Tatsache, dass die Planungsphase ca. vier Monate in Anspruch genommen hat, wurde es mit dem Lernen für die Prüfungen etwas knapp.

Planmäßig wollte ich eine Prüfung auf die darauffolgende Prüfungsphase verschieben um mehr Zeit für die restlichen Prüfungen zu haben. Während meiner Zeit vor Ort hat sich dann leider herausgestellt, dass ich nicht rechtzeitig zum Prüfungstermin in Deutschland sein kann, mein Vertrag in Bangkok lief länger und meine Bachelorthesis war auch noch nicht fertig.

Auf anraten von Herrn Professor Fittinghoff wurde ich auf die Idee gebracht eine Klausurabnahme durchzuführen. Unter Klausurabnahme versteht man die Tatsache, dass man die gleiche Prüfung und zu den gleichen Bedingungen an einem anderen Ort ablegt. Diese Klausurabnahmen werden zum Beispiel von der Deutschen Botschaft durchgeführt, bei Instituten lokaler Hochschulen oder in meinem Fall dem Goethe Institut in Bangkok. Organisatorisch musste der Kontakt zwischen dem Institut und dem betreuenden Professor der heimischen Hochschule erfolgen. Im zweiten Schritt wurde ich mit einem konkreten Termin vom Goethe Institut benachrichtigt und musste diesen Termin persönlich bestätigen. Wichtig ist dabei, dass die Klausurabnahme am gleichen Tag erfolgt wie in Deutschland, idealerweise auch zur gleichen Uhrzeit (was teilweise kompliziert werden kann).

Die Hochschule schickt die Prüfungsunterlagen an das Institut und dieses schickt die Unterlagen, nach ablegen der Prüfung, zurück nach Deutschland an das Prüfungsamt der Hochschule.

Der Prüfungsablauf an sich war nicht von dem in Deutschland zu unterscheiden. Ich habe exakt die gleiche Prüfung abgelegt und wurde dabei beaufsichtigt, allerdings 11.000 Kilometer weiter weg in Bangkok.

Abschließend möchte ich jedem empfehlen ein Aufenthalt im Ausland einzuplanen, ob es ein Auslandssemester, ein Praktikum oder die Thesis ist. Man lernt sehr viel Neues und bekommt Einblicke in fremde und interessante Kulturen. Durch die Möglichkeit der Klausurabnahme hat man gleichzeitig auch die Möglichkeit Prüfungen abzulegen um nicht ein Semester ohne Prüfungen im Notenspiegel zu haben. Ich war sehr froh diese Möglichkeit nutzen zu können und bedanke mich hiermit bei den beteiligten Personen für die Unterstützung.

Patrick Draser