Vier Punkte für „Spin4Win“

Eine Neuentwicklung des Spiele-Klassikers „4-Gewinnt“ präsentieren Studierende des Studiengangs Produktion- und Prozessmanagement bei der Abschlussveranstaltung der Lernfabrik im Wintersemester 2015/16.

39 Studierende des Studiengangs Produktion- und Prozessmanagement übernehmen die Geschäfte der fiktiven Firma „HHN Parts and Products“. Es winkt ein neuer Auftrag: eine innovative Variante des 4-Gewinnt-Spiels, von der Entwicklung bis zur Produktion.

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Über das Ergebnis 15 Wochen harter Arbeit staunen Vertreter von Fachverbänden und aus der Industrie bei der Präsentation der Lernfabrik: ein rundes Tischspiel mit dem vielversprechenden Namen „Spin4Win“. Die Innovation: Das runde Spielfeld ermöglicht durch seinen Drehmechanismus um die eigene Achse ein wesentlich dynamischeres Spiel. Eine weitere Besonderheit ist der eingebaute Sortiermechanismus. Er übernimmt für die Spieler das aufwendige Sortieren der beiden Farben.

Eine aktivierende Lernveranstaltung

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„Das Ziel der Lernfabrik besteht darin, dass sich die Studierenden selbst etwas beibringen. Sie bekommen von dem Betreuerteam die Aufgabenstellung“, erklärt Projektleiter Professor Patrick Balve. „Wie sie an die Aufgabe herangehen, um in der vorgegebenen Zeit einen serienreifen Prototypen und über 50 weitere Spiele zu produzieren, bleibt ihnen selbst überlassen. Es fließen praktisch alle Lehrinhalte der vorherigen Semester in diese Projektarbeit ein.“

Die Studierenden haben die Aufgabe bestens umgesetzt. „Die zündende Idee war die Konstruktion eines runden Spielfeldes“ erzählt Patrick Sauer (25) aus der Abteilung „Konstruktion Spielfeld“. Es habe sich schnell gezeigt, dass dies die beste Variante mit den meisten Entwicklungsmöglichkeiten ist. „Außerdem ließ sich damit der Sortiermechanismus am besten umsetzen.“ Aus dieser Idee ergaben sich die weiteren Arbeitsschritte.

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Gespielt werden darf mit „Spin4Win“selbstverständlich auch. Die Studierenden organisieren ein Turnier, bei dem acht Besucher der Veranstaltung gegeneinander antreten. Hier ist vor allem Schnelligkeit ist gefragt. Blitzschnell müssen die grünen und weißen Kugeln in die dafür vorgesehenen Öffnungen gesteckt werden, immer wieder drehen die Spieler das Tischspiel um die eigene Achse. Steht der Gewinner fest, wird durch Drücken des Knopfes der Sortiermechanismus aktiviert. Links und rechts kullern jeweils die grünen und weißen Kugeln auf den Boden des Spielfeldes. Der Praxistest ist bestanden.

Während der Entwicklungsphase ist es längst nicht immer an allen Stellen so reibungslos gelaufen. Das Arbeiten im Team ist nicht jedermanns Sache und muss geübt sein. „Schon in den ersten Wochen zeigte sich, dass wir Verantwortliche für jedes Team brauchen“, schildert Sauer seine Erfahrung. „Außerdem musste jede Abteilung zu einem angesetzten Termin Ergebnisse liefern. Ab da klappte es deutlich besser“. Aus diesem Grund ist die Lernfabrik als Praxissemester für die Studierenden so wichtig. Es wird nicht nur die komplette Prozesskette einer Firma durchgearbeitet, sondern auch das Arbeiten mit den Kollegen untereinander wird geschult. Patrick Balve resümiert: „Eine bessere Vorbereitung auf das reale Arbeitsleben gibt es nicht.“

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Text: Sarah Arweiler